Ritterkreuzträger
Josef Abel
Oberleutnant der Reserve, Infanterie





Josef Abel wurde am 03.01.1914 in Bad Kissingen in
Unterfranken geboren und absolvierte vom 16.10.1936 bis zum 26.10.1938 seine
Wehrpflicht in der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 63 in Neuburg-Donau,
wo er als Unteroffizier der Reserve der Waffenmeisterei ausschied.
Im Zuge der Mobilmachung kommt Abel am 26.08.1939 als Gruppenführer zur 1.
Kompanie des Infanterie-Regiments 217 der 57. Infanterie-Division. Er nimmt so
an den Feldzügen in Polen und Frankreich teil.
Mit Beginn des Ostfeldzuges ist er Zugführer in der 7. Kompanie des Regiments.
Im Zuge des Vormarsches des Regiments im Raum Staro Shiwotow kommt es zu
Gegenangriffes des Feindes. Dabei stand der Schlüsselpunkt der
Abwehrstellungen unter starker Bedrängnis. Oberfeldwebel Abel war bei diesen
Abwehrkämpfen entscheidend beteiligt und verhinderte einen Durchbruch des
Gegners, ohne das Reserve-Bataillon zum Einsatz bringen zu müssen. Damit
sicherte er den weiteren Vormarsch und die Zerschlagung des Gegners in den
nächsten Tagen.
Oberfeldwebel Abel erhielt dafür als Zugführer in der 7. Kompanie des
Infanterie-Regiments 217 am 23.11.1941 das Ritterkreuz.
Die Überreichung dieser Auszeichnung erfolgte am 20.04.1942 im Lazarett im
Berg-Sanatorium in Lemberg, durch Generalleutnant Beuttel und Generalmajor von
Prittwitz. Nach seiner Genesung kommt Abel zur 1. Kompanie (Genesende) des
Grenadier-Ersatz-Bataillons 217 und absolviert dann einen Offiziers-Lehrgang
an der Kriegsschule Wiener-Neustadt.
Nach seiner Rückkehr gehörte er ab dem 16.08.1943 zur 2. Kompanie des
Grenadier-Ersatz-Bataillons 217, absolviert einen weiteren Lehrgang an der
Kriegsschule, wobei er am 16.10.1944 kurzfristig zum Sonderkommando Skorzeny
abkommandiert wird. Am 20.04.1944 war Abel zum Leutnant der Reserve befördert
worden.
Am 08.02.1945 kommt er an die Schule II für Fahnenjunker der Infanterie
ebenfalls in Wiener-Neustadt und nimmt hier an den letzten Kämpfen teil. Nach
Aussagen Abels erfolgte noch am 30.01.1945 die Beförderung zum Oberleutnant
der Reserve, was jedoch durch amtliche Unterlagen nicht bestätigt werden
konnte.
Am 27.04.1945 gerät er in sowjetische Gefangenschaft, aus der er flieht und
bei Salzburg den Amerikanern in die Hände fällt, die ihn Ende September 1945
aus dem Offizierslager Heilbronn entlassen.
Josef Abel starb am 30.11.1984 in Donauwörth/Schwaben.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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