Ritterkreuzträger
Paul Adam
Oberst i.G. der Reserve, Grenadiere









Paul Adam wurde am 23.03.1892 in St.
Arnual/Saarbrücken als Sohn des Fabrikbesitzers Emil Adam und seiner Frau Ida
geb. Simon geboren und besuchte von 1998 bis 1902 die Volksschule und dann bis
1911 die Oberrealschule, die er mit dem Abitur abschloss. Drei Jahre später
meldete er sich am 03.08.1914 als Kriegsfreiwilliger zu den 7. Ulanen in
Saarbrücken. Aufgrund des Ansturms an Freiwilligen, wird Adam dem
Reserve-Feld-Artillerie-Regiment 16 in Saarlouis zugewiesen und kommt mit Ende
der Ausbildung bereits im September 1914 in der Champagne zum Einsatz, wo er
die nächsten zwei Jahre verblieb.
Nach der Verlegung der Division, der 16. Reserve-Division, im Juli 1917 an die
Ostfront, kommt Adam in Galizien und der Bukowina zum Einsatz, bis die
Division im November des Jahres wieder an die Westfront verlegt wird. Dort
nimmt sie an den schweren Kämpfen nördlich der Ailette teil, sowie an der
Schlacht vom Cambrai.
Mit Ende des 1. Weltkrieges scheidet Adam am 26.11.1918 als Leutnant d. R. aus
dem Dienst aus und arbeitete fortan als Bankkaufmann, bzw. später als
Bankdirektor, bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges. Zwischendurch nahm er 1935
beim Artillerie-Regiment 45 an seiner ersten Reserveübung teil, wobei er sich
als Oberleutnant der Reserve dann jedes Jahr zu einer weiteren bei der II./AR
36 in Kaiserslautern einfand.
Im Zuge der Mobilmachung vom 22.08.1939 als Hauptmann der Reserve zur 5.
Batterie des Artillerie-Regiments 36 eingezogen und nimmt mit dieser am
Frankreich-Feldzug teil, wo er als Offizier beim Stabe der II. Abteilung am
13.05.1940 durch Minensplitter am linken Unterschenkel verwundet wird. Vom
Hauptverbandsplatz, dem Reserve-Lazarett Bernkastel, kommt Adam in das
Reserve-Lazarett Schlangenbad und kehrt am 11.06.1940 wieder zur Truppe
zurück.
Im Rahmen der Neuaufstellungen des Jahres 1940 wird die II./AR 36 aus dem
Verband der neuen 36. Infanterie-Division (mot.) abgegeben und nach
Fallingbostel verlegt, wo sie den Stamm für das neuaufzustellende
Artillerie-Regiment 117 der 111. Infanterie-Division bildet. Mit diesem
Regiment nimmt er von Beginn des Russland-Feldzuges an den Kampfhandlungen
teil und übernimmt kurze Zeit später das Kommando über die II. Abteilung des
Regiments.
Am 04.07.1941 wird er bei Jampol durch eine Panzergranate an beiden
Unterschenkeln schwer verwundet und mit einem Flugzeug nach Dubno gebracht.
Von dort dann mit dem Lazarettzug nach Krakau. Am 16.08.1941 erreichte er dann
das Reserve-Lazarett Saarbrücken. Wieder genesen wird er am 27.11.1941 der
Artillerie-Ersatz-Abteilung 171 in Braunschweig zugeteilt, von wo aus er dann
wieder zu seiner alten Einheit an die Front zurückkehrt.
Am 18.08.1942 wird er mit der Führung des Grenadier-Regiments 158 der 82.
Infanterie-Division beauftragt. Am 16.01.1943 eröffnete die sowjetische
Woronesh-Front ihre Offensive gegen die Heeresgruppe Mitte, wobei der Abgriff
auf die Naht zwischen der 2. Armee und der Armee-Abteilung Fretter-Pico
zielte. Ziel war es die Front der Heeresgruppe Don zum Einsturz zu bringen.
Der erste Teil des Angriffs richtete sich genau gegen die 8. italienische
Armee im Verband der Armee-Abteilung, die bis zum 24.01.1943 im Raum Ilowskoje
eingeschlossen und fast vollständig vernichtet wurde. Da dadurch die Südflanke
der 2. Armee offen lag, war diese besonders bedroht und schob die wenigen
vorhandenen Reserven in den Süden von Woronesh. Dadurch sah sich die Rote
Armee veranlasst im Norden der 2. Armee anzugreifen und die 9 Divisionen im
Raum Kastornoje einzuschließen. Das dort stehende XIII. Armee-Korps mit Teilen
der 4. Panzer-Division und der 82. Infanterie-Division gelang es dennoch einen
russischen Durchbruch zu verhindern und sich dann in Richtung Kursk
abzusetzen. Für diese schlachtentscheidende und für die 2. Armee sichernde Tat
erhielt der Major der Reserve Paul Adam am 18.04.1943 das Ritterkreuz, da er
ein Reserve-Bataillon seines Regiments aus der Verteidigung zum Gegenangriff
mitriss und so den planmäßigen Ablauf der Absetzbewegung sicherte. Eingereicht
für diese Auszeichnung wurde er am 12.04.1943. Die Aushändigung erfolgte am
24.04.1943 durch den Standort-Kommandanten von Saarbrücken in der
Below-Kaserne, dem sich ein Empfang durch den Oberbürgermeister der Stadt
anschloss.
Mit Fernschrieben vom 08.05.1943 erhielt Adam dann die Mitteilung der 82.
Infanterie-Division, das er mit sofortiger Wirkung in die Führer-Reserve des
stellvertretenden IX. Armee-Korps versetzt sei. Doch bereits einen Tag später
erhielt er von diesem Korps die Nachricht, das er für das Kommando eines
bespannten Artillerie-Regiments vorgesehen sei und so übernahm er am
07.06.1943 das Kommando über das Artillerie-Regiment 132 in Gatschina. Mit
diesem nahm er an den schweren Rückzugskämpfen bis nach Kurland teil, wo er am
14.09.1944 zum dritten Mal verwundet und in das Reserve-Lazarett Triberg
verlegt wurde. Wieder genesen kehrt er zu seinem Regiment zurück.
Adam erhält noch 1944 eine Generalstabsausbildung, bleibt aber bei seinem
Regiment in Kurland, wo er am 08.05.1945 in Gefangenschaft gerät und im
Sommer 1948 entlassen wird. Wieder in der Heimat nahm er eine Tätigkeit
als Bankkaufmann auf und arbeitete dann als Bankdirektor für die Hermann-Röching-Bank bzw. später für die BNCI in Saarbrücken.
Paul Adam verstarb am 30.11.1969 in Saarbrücken.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Vice-Feldwebel |
01.06.1915 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
18.04.1943 |
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Leutnant der Reserve |
01.02.1916 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
26.09.1939 |
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Oberleutnant der Reserve |
01.07.1936 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
20.07.1940 |
|
Hauptmann der Reserve |
01.06.1938 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
03.02.1915 |
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Major der Reserve |
01.05.1941 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
15.04.1918 |
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Oberstleutnant der Reserve |
01.08.1943 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
05.07.1940 |
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Oberst i.G. der Reserve |
01.02.1944 |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
14.10.1944 |
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Allgemeines Sturmabzeichen |
17.01.1942 |
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Ärmelband "Kurland" |
05.05.1945 |
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Reichsportabzeichen in Silber |
??? |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
29.12.1934 |
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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