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Ritterkreuzträger Wilhelm Adam
Oberst, Infanterie

10.10.194125.06.194008.02.1935
30.09.190706.09.1914

                                                   

Wilhelm Adam wurde am 28.03.1893 in Eichen Kreis Hanau in Preußen als Sohn eines Landwirtes geboren und trat, nach seinem Abitur, am 01.10.1913, als Einjährig-Freiwilliger, der 5. Kompanie des 2. Nassauschen Infanterie-Regiment 88 bei.
Am 14.06.1916 zum Gefreiten befördert, wird er mit Beginn des Krieges, am 08.08.1914 an die Front verlegt und am 16.09.1914 verwundet. Nachdem er am 23.09.1914 ins Lazarett eines evang. Krankenhauses in Düsseldorf verlegt wurde, kam er am 26.10.1914, nach seiner Genesung, zum Ersatz-Bataillon des nunmehrigen Infanterie-Regiments 88, wo er bis zum 06.04.1915 als Zugführer und seit dem 01.04.1915 Feldwebel,  verwendet wurde.
Vom 06.04.1915 bis zum 20.05.1915 besucht er einen Offiziers-Aspiranten-Kursus im Lockstedter Lager und erhält somit am 22.05.1915 die Beförderung zum Leutnant.
Am 14.06.1915 erhält er den Posten eines Zugführers im 1. Rekruten-Depot des XVI. Armeekorps und ab dem 05.10.1915 in der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 30. Nachdem er hier am 06.07.1916 erkrankt und im Reserve-Feld-Lazarett Germersheim (Pfalz) auskuriert wird, kommt er am 25.07.1916 zum 1. Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 88. Von dort erhält er vom 28.08.1916 bis zum 27.09.1916 eine Kommandierung zum MG-Lehrkurs nach Döberitz.
Kurz nach seiner Wiederkehr wird er am 28.09.1916 Führer der Feld-MG-Kompanie 31, der späteren 2. MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 424. Zwischendurch nimmt er vom 26.11.1917 bis zum 02.12.1917 an einem Kursus für Unterführer in Bogdanow teil.
Am 28.10.1918 ist Adam Ordonnanzoffizier der 70. Landwehr-Infanterie-Brigade und wird nach dem Waffenstillstand in seinen Geburtsort beurlaubt und schließlich am 31.01.1919 aus dem Heeresdienst entlassen. Daraufhin nimmt er ein Studium an der Universität Frankfurt am Main auf.
Erst im Jahre 1929 nähert er sich wieder dem Militärdienst und zwar als Oberfachschullehrer an der Heeresfachschule II beim Infanterie-Regiment 15 in Weimar. Zu jener Zeit trat er 1923/24 zeitweise der NSDAP bei und bekleidete 1933 den Rang eines SA-Oberscharführers. Im jahre 1926 trat er bis 1929 der Deutschen Volkspartei bei.
Mit Wirkung zum 01.07.1934 tritt er am 16.06.1934 der neuen Wehrmacht bei und kommt zur 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 15 nach Gießen. Von dort wird er vom 16.07.1934 bis zum 14.09.1934 zu einem Lehrgang im Ausbildungsstab für Infanterie in Döberitz, kommandiert und dort am 16.06.1934 zum Hauptmann befördert.
Es folgen dann Stellungen im II. Bataillon des Infanterie-Regiments Gießen, als Chef der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 36 und als Chef der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 105.
Am 12.10.1937 wird er Lehrer für Taktik und Geländekunde an der Kriegsschule in Dresden und erhält am 31.12.1937 die Beförderung zum Major. Am 12.08.1938 ist er Lehrer an der Infanterieschule in Döberitz und wechselt schließlich am 25.10.1938 wieder zur Kriegsschule nach Dresden, wo er in der Lehrgruppe C Lehrer für Taktik und Geländekunde wird.
Kurz vor Kriegsbeginn wird er am 26.08.1939 in die Führer-Reserve auf eine Mob-Stelle versetzt und wird mit Wirkung zum 25.09.1939 zum Adjutanten des XXIII. Armeekorps ernannt. In dieser Dienststellung wird er am 14.02.1941 zum Oberstleutnant befördert und wechselt dann mit Wirkung zum 10.11.1941 als 1. Adjutant zur 6. Armee.
Nach seiner Beförderung zum Obersten am 15.02.1942 nimmt er am Vormarsch der 6. Armee bis nach Stalingrad teil, wo auch er eingeschlossen wird.
Am 22.11.1942 baute er die Verteidigungsfront am Tschir auf und leitete dann als Chef der Gruppe Adam die Verteidigung im Don-Tschir-Dreieck. Dort führte Adam durch persönlich geführte Gegenangriffe und Abwehrkämpfe in vorderster Stellung den Abwehrkampf und hielt so die wichtige Front. Für diesen Einsatz erhielt Adam am 17.12.1942, als Oberst und Kampfgruppenführer, sowie 1. Adjutant der 6. Armee, das Ritterkreuz.
Wie viele andere geriet auch Wilhelm Adam am 31.01.1943 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Dort war er ständiger Begleiter des Generalfeldmarschalls Paulus und unterzeichnete zunächst wie er die Erklärung gegen den Bund Deutscher Offiziere. Später jedoch trat Adam diesem Bund bei.
Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft 1948 siedelt er sich in der sowjetisch besetzten Zone an und arbeitet bis 1949 zunächst als Referent der Landesregierung Sachsen, wo er von 1950 bis 1952 den Posten des Finanzministers übernimmt.
Am 01.09.1952 den Bewaffneten Organen beigetreten ist er bis 1953 Leiter der Abteilung Inspektion in der Verwaltung der Lehranstalten, wo er auch mit der Führung beauftragt wird. Als Oberst der Kasernierten Volkspolizei ist er ab 1953 Leiter der KVP- bzw. NVA-Hochschule für Offiziere in Dresden I bis er am 01.04.1958 außer Dienst gestellt wird. Weiterhin trat er 1948 der NDPD bei und gehörte von 1949 bis 1962 der Volkskammer an. Außerdem ist er von 1948 bis 1978 Mitglied des Hauptvorstandes bzw. des Hauptausschusses der NDPD. Am 07.10.1977 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor a.D.
Wilhelm Adam verstarb am 24.11.1978 in Dresden.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Obert ???   Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 17.12.1942
Generalmajor a.D. 07.10.1977   Eisernes Kreuz II. Klasse 25.06.1940
Eisernes Kreuz I. Klasse 10.10.1941
Vaterl. Verdienstorden in Silber ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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