Ritterkreuzträger
Wilhelm Adam
Oberst, Infanterie







Wilhelm Adam wurde am 28.03.1893 in Eichen Kreis Hanau
in Preußen als Sohn eines Landwirtes geboren und trat, nach seinem Abitur, am 01.10.1913, als Einjährig-Freiwilliger, der 5.
Kompanie des 2. Nassauschen Infanterie-Regiment 88 bei.
Am 14.06.1916 zum Gefreiten befördert, wird er mit Beginn des Krieges, am
08.08.1914 an die Front verlegt und am 16.09.1914 verwundet. Nachdem er am
23.09.1914 ins Lazarett eines evang. Krankenhauses in Düsseldorf verlegt
wurde, kam er am 26.10.1914, nach seiner Genesung, zum Ersatz-Bataillon des
nunmehrigen Infanterie-Regiments 88, wo er bis zum 06.04.1915 als Zugführer
und seit dem 01.04.1915 Feldwebel, verwendet wurde.
Vom 06.04.1915 bis zum 20.05.1915 besucht er einen Offiziers-Aspiranten-Kursus
im Lockstedter Lager und erhält somit am 22.05.1915 die Beförderung zum
Leutnant.
Am 14.06.1915 erhält er den Posten eines Zugführers im 1. Rekruten-Depot des
XVI. Armeekorps und ab dem 05.10.1915 in der 5. Kompanie des
Infanterie-Regiments 30. Nachdem er hier am 06.07.1916 erkrankt und im
Reserve-Feld-Lazarett Germersheim (Pfalz) auskuriert wird, kommt er am
25.07.1916 zum 1. Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 88. Von dort
erhält er vom 28.08.1916 bis zum 27.09.1916 eine Kommandierung zum MG-Lehrkurs
nach Döberitz.
Kurz nach seiner Wiederkehr wird er am 28.09.1916 Führer der Feld-MG-Kompanie
31, der späteren 2. MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 424. Zwischendurch
nimmt er vom 26.11.1917 bis zum 02.12.1917 an einem Kursus für Unterführer in
Bogdanow teil.
Am 28.10.1918 ist Adam Ordonnanzoffizier der 70. Landwehr-Infanterie-Brigade
und wird nach dem Waffenstillstand in seinen Geburtsort beurlaubt und
schließlich am 31.01.1919 aus dem Heeresdienst entlassen. Daraufhin nimmt er
ein Studium an der Universität Frankfurt am Main auf.
Erst im Jahre 1929 nähert er sich wieder dem Militärdienst und zwar als
Oberfachschullehrer an der Heeresfachschule II beim Infanterie-Regiment 15 in
Weimar. Zu jener Zeit trat er 1923/24 zeitweise der NSDAP bei und bekleidete
1933 den Rang eines SA-Oberscharführers. Im jahre 1926 trat er bis 1929 der
Deutschen Volkspartei bei.
Mit Wirkung zum 01.07.1934 tritt er am 16.06.1934 der neuen Wehrmacht bei und
kommt zur 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 15 nach Gießen. Von dort wird
er vom 16.07.1934 bis zum 14.09.1934 zu einem Lehrgang im Ausbildungsstab für
Infanterie in Döberitz, kommandiert und dort am 16.06.1934 zum Hauptmann
befördert.
Es folgen dann Stellungen im II. Bataillon des Infanterie-Regiments Gießen,
als Chef der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 36 und als Chef der 7.
Kompanie des Infanterie-Regiments 105.
Am 12.10.1937 wird er Lehrer für Taktik und Geländekunde an der Kriegsschule
in Dresden und erhält am 31.12.1937 die Beförderung zum Major. Am 12.08.1938
ist er Lehrer an der Infanterieschule in Döberitz und wechselt schließlich am
25.10.1938 wieder zur Kriegsschule nach Dresden, wo er in der Lehrgruppe C
Lehrer für Taktik und Geländekunde wird.
Kurz vor Kriegsbeginn wird er am 26.08.1939 in die Führer-Reserve auf eine
Mob-Stelle versetzt und wird mit Wirkung zum 25.09.1939 zum Adjutanten des
XXIII. Armeekorps ernannt. In dieser Dienststellung wird er am 14.02.1941 zum
Oberstleutnant befördert und wechselt dann mit Wirkung zum 10.11.1941 als 1.
Adjutant zur 6. Armee.
Nach seiner Beförderung zum Obersten am 15.02.1942 nimmt er am Vormarsch der
6. Armee bis nach Stalingrad teil, wo auch er eingeschlossen wird.
Am 22.11.1942 baute er die Verteidigungsfront am Tschir auf und leitete dann
als Chef der Gruppe Adam die Verteidigung im Don-Tschir-Dreieck. Dort führte
Adam durch persönlich geführte Gegenangriffe und Abwehrkämpfe in vorderster
Stellung den Abwehrkampf und hielt so die wichtige Front. Für diesen Einsatz
erhielt Adam am 17.12.1942, als Oberst und Kampfgruppenführer, sowie 1.
Adjutant der 6. Armee, das Ritterkreuz.
Wie viele andere geriet auch Wilhelm Adam am 31.01.1943 in sowjetische
Kriegsgefangenschaft. Dort war er ständiger Begleiter des
Generalfeldmarschalls Paulus und unterzeichnete zunächst wie er die Erklärung
gegen den Bund Deutscher Offiziere. Später jedoch trat Adam diesem Bund bei.
Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft 1948 siedelt er sich in der sowjetisch besetzten Zone an
und arbeitet bis 1949 zunächst als Referent der Landesregierung Sachsen, wo er
von 1950 bis 1952 den Posten des Finanzministers übernimmt.
Am 01.09.1952 den Bewaffneten Organen beigetreten ist er bis 1953 Leiter der
Abteilung Inspektion in der Verwaltung der Lehranstalten, wo er auch mit der
Führung beauftragt wird. Als Oberst der Kasernierten Volkspolizei ist er ab
1953 Leiter der KVP- bzw. NVA-Hochschule für Offiziere in Dresden I bis er am
01.04.1958 außer Dienst gestellt wird. Weiterhin trat er 1948 der NDPD bei und
gehörte von 1949 bis 1962 der Volkskammer an. Außerdem ist er von 1948 bis
1978 Mitglied des Hauptvorstandes bzw. des Hauptausschusses der NDPD. Am
07.10.1977 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor a.D.
Wilhelm Adam verstarb am 24.11.1978 in Dresden.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Obert |
??? |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
17.12.1942 |
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Generalmajor a.D. |
07.10.1977 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
25.06.1940 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
10.10.1941 |
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Vaterl. Verdienstorden in Silber |
??? |
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
