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Ritterkreuzträger Friedrich Adrario
Hauptmann, Panzerjäger

10.10.194125.06.1940

Friedrich Adrario wurde am 29.11.1918 als Sohn eines Sägewerksbesitzers und ehemaligen Offiziers, im italienischen Teil Südtirols in Piedicolle geboren.
Während Schulbesuch in Kärnten und der Geige-Ausbildung am dortigen Musik-Konservatorium trat Adrario im Jahre 1937 dem traditionsreichen Tiroler Landesschützen-Regiment, freiwillig, bei. Zu seinen Kameraden gehörte unter anderem der spätere Ritterkreuzträger und Oberst des österr. Bundesheeres Karl Ruef.
Nach Übernahme des Bundesheeres in die deutsche Wehrmacht wechselte er 1938 in das Gebirgsjäger-Regiment 98 der 1. Gebirgs-Division.
Nach Einsatz im Polenfeldzug und den Kämpfen um Lemberg und Warschau, meldete er sich zur Offiziersausbildung und kam als Fahnenjunker-Feldwebel im Jahre 1940 zur Infanterieschule Berlin-Döberitz. Nach Taktischen Kursen, Zugführer-Lehrgang und Prüfungen erhält Adrario im April 1940 die Beförderung zum Leutnant und das Kommando über die 4. (Panzerjäger) Kompanie des Radfahr-Bataillons 402.
Im folgenden Westfeldzug bewährte sich die Kompanie unter Adrarios Kommando, wofür er das Eiserne Kreuz II. Klasse erhält.
Im Russland-Feldzug eingesetzt überstand er verschiedene Verwundungen, Gefechtseinsätze und den harten russischen Winter. Im Frühjahr 1942 erhält er die Beförderung zum Oberleutnant und erhält im April 1942 das Kommando über die 1. Kompanie des Bataillons.
Bei den Kämpfen am Wolchow bewährt sich der Kompaniechef aufs Neue und erhält dafür das Deutsche Kreuz in Gold. Nach einer erneuten Verwundung am Kopf, führt der Oberleutnant, nach seiner Genesung, eine Ersatzabteilung in Bad Reichenhall und wird später Lehrer für Panzerabwehr- und Aufklärungs-Lehrgänge an der Infanterieschule Hohenfels.
Im Februar 1943 erhält er das Kommando über die 1. Kompanie der Aufklärungs-Abteilung 113 (mot.) und kommt so wieder an die Front nach Russland. Dort wird er jedoch bei einem der ersten Einsätze verwundet und kommt nach Paris. Von September 1943 bis zum 02.11.1943 ist er Kommandeur der Aufklärungs-Abteilung 113.  Nachdem er einen Abteilungsführer-Lehrgang an der Panzertruppenschule besuchte und im Juli 1944 zum Hauptmann befördert wurde, erhält er das Kommando über die Panzerjäger-Abteilung 200 der 21. Panzer-Division.
Mit seiner Division steht er ab Juni 1944 in schweren Abwehrkämpfen an der Invasionsfront. Durch seine Erfahrungen in Russland konnte er seine Abteilung zu einem wahren Wellenbrecher umformen, gegen den die Briten und Amerikaner fast pausenlos anrannten. Im Juli und August 1944 vernichtete die "Abteilung Adrario" mindestens 116 Feindpanzer, einige Pak und weitere verschiedenste Fahrzeuge und wird im Wehrmachtsbericht genannt.
Im August 1944 wird Adrario zur 272. Volks-Grenadier-Division versetzt um dort die Führung der Panzerjäger-Abteilung 272 zu übernehmen. Mit dieser nimmt er an den Rückzugskämpfen an die deutsche Grenze teil. Für seine bisherigen Erfolge erhält er als Hauptmann und Abteilungsführer am 26.12.1944 das Ritterkreuz.
Nach weiteren schweren Verletzungen an der rechten Hand und am rechten Unterschenkel geriet er gegen Kriegsende in amerikanische Gefangenschaft, aus der er noch 1945 entlassen wurde. Zunächst arbeitete er im elterlichen Holzgeschäft und meldete sich 1954 zur B-Gendarmerie, was die Vorstufe zur Übernahme ins 2. Bundesheer bildete.
Bereits 1956 ist er als Hauptmann Kompaniechef im Jägerbataillon 22 und wechselt 1958 in den "Arbeitsstab Panzerjäger" der neuen Panzertruppenschule, wo er am Aufbau der ersten Panzerjäger-Schulabteilung beteiligt ist.
Nach einer kurzen Zugehörigkeit zum Manöverstab des Korpskommandos I, absolviert der nunmehrige Major einen Generalstabskurs und eine Dolmetscherprüfung, bis er 1962 in den Stab der neuen 9. Panzergrenadier-Brigade wechselte. Ein Jahr später ist er bereits Stabschef der Brigade und wurde 1967 als Oberstleutnant i.G. Hauptlehroffizier an der Landesverteidigungsakademie in Wien, wo er die wichtigen Stabsoffizierskurse leitete.
Nach der Beförderung zum Brigadier im Jahre 1973, übernahm er die stellvertretende Leitung des Heeres-Materialamtes und trat 1983 im Range eines Generalmajors in den Ruhestand.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker-Feldwebel ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 00.00.1940
Leutnant 00.04.1940 Eisernes Kreuz I. Klasse

???

Oberleutnant 00.00.1942 Allgemeines Sturmabzeichen ???
Hauptmann ??? Deutsches Kreuz in Gold 06.05.1942
Nahkampfspange in Bronze ???
Nahkampfspange in Silber ???
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 26.12.1944

Buchhinweise:

                   

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