Egon Agtha wurde am 20.
Januar 1918 in Berlin geboren.
Eigentlich war er zur Ingenieurausbildung im Feuerwehrlehrgang 1939/41 an der
Lichterfelder Heeresfeuerwehrschule vorgesehen. Infolge des Kriegsausbruchs
kam dieser Lehrgang aber nicht zustande.
Statt dessen wurde Agtha zum 1. Kriegsfeuerwehrlehrgang 1939/41 nach
Lichterfelde einberufen.
Im Jahre 1942 erlitt er dann als Oberfeuerwerker (Oberfeldwebel im
Feuerwehrdienst) beim Entschärfen eines englischen Blindgängers bei
Oranienburg schwere Verletzungen an beiden Augen. Als Kriegsblinder mit dem
goldenen Verwundetenabzeichen kehrte Oberfeuerwerker Agtha, nach längerem
Lazarettaufenthalt, zur Heeresfeuerwehrschule zurück.
Der 25jährige Schwerstkriegsbeschädigte war jedoch nicht daran interessiert,
sich als Frührentner in das Zivilleben zurückzuziehen, sondern versah weiter
seinen gefährlichen Dienst als Feuerwerker und Bomben-Entschärfer. Leutnant
(W) Egon Agtha diente weiter im Luftgau III (Berlin) als Führer eines
Sprengkommandos. In dieser Eigenschaft erwarb er sich nach dem EK II und dem
EK 1, am 19.Oktober 1944 auch das Deutsche Kreuz in Gold. Welche Leistungen
dahinter standen, verrät ein Blick in die Verleihungsbedingungen der
Luftwaffe: „Verleihung von Auszeichnungen für Verdienste bei Beseitigung
feindlicher Fliegerabwurfmunition“, wonach 2000 Punkte für das Deutsche
Kreuz in Gold erforderlich waren und es gab jeweils neun Punkte für das
Sprengen von Bomben mit Langzeitzündern.
Nach weiterem unermüdlichem Einsatz folgte am 3.Februar 1945 die Beförderung
zum Oberleutnant (W) und die Verleihung des Ritterkreuzes am 03.02.1945.
Am 12.März 1945 erhielt er mit der Beförderung zum Hauptmann (W) und der
Verleihung des 778. Eichenlaubs weitere hochverdiente Anerkennung. Zur
Verleihung der Auszeichnung nahm Agtha zwei seiner Kameraden mit, die aufgrund
ihrer Leistungen und ihrem Punktekonto ebenfalls das Ritterkreuz verdient
hätten. Beide erhielten so auch diesen Nachweis persönlicher Tapferkeit.
Das Kriegsende sollte Egon Agtha aber nicht mehr erleben, er fiel am 2.Mai
1945 zusammen mit anderen Angehörigen seines Sprengkommandos bei einem
Schusswechsel mit sowjetischen Truppen in Berlin-Spandau.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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