Hinrich Ahrens wurde am 21. März 1921 in Eickedorf im Kreis Osterholz in Niedersachsen geboren. Nach 8 Jahren Volksschule machte Ahrens von 1936 bis 1939
eine Lehre als Müller, bis er am 19.08.1940 zum RAD nach Nordholz kam.
Anschließend folgte ein Arbeitseinsatz in Frankreich zum Bau von Boxen für Me
109 Jagdflugzeuge.
Am 06.02.1941 wurde er als Rekrut zur 5. Kompanie der
Panzerjäger-Ersatz-Abteilung 20 in Hamburg eingezogen.
Am 09.08.1941 verwundet kommt er bis zum 26.08.1941 ins Reserve-Lazarett
Oldenburg und wechselt nach seiner Genesung zum Feld-Ersatz-Bataillon X/9, wo
er bis zum 25.09.1941 verweilt.
Er kommt dann zur 14. Kompanie des
Infanterie-Regiments 301 der 206. Infanterie-Division. Am 09.10.1943 wird er
erneut verwundet und kommt ins Reserve-Lazarett Rotenburg a.d. Wümme, bzw.
nach einer weiteren Verwundung am 21.02.1944 in die Chirurgische Abteilung des
Kriegslazaretts 4/609. Von dort wird er am 18.10.1944 in Reserve-Lazarett A
nach Linz an der Donau verlegt.
Nach einem Tapferkeitsurlaub konnte Ahrens nicht mehr zu seiner 206. ID
zurückkehren, da die Division aufgelöst wurde. So kam er zur 13.
Kompanie des
Infanterie-Regiments 1141 der neu aufgestellten 561. Volks-Grenadier-Division. Dort kam er als Panzerjäger mit der 3,7 cm und der
russischen 4,5-cm-Pak zum Einsatz.
Nachdem am 16.10.1944 die sowjetische Großoffensive gegen die 4. Armee
erfolgte, wurden Einbrüche im Bereich der Division durch zurückgehaltene
Reserven im Raum Wirballen aufgefangen. Im Abschnitt der 561. Volks-Grenadier-Division
wurden allein 70 Panzer vernichtet. Ahrens stand nördlich Wirballen mit seiner
3,7-cm-Pak im Einsatz, wobei durch den gegnerischen Artillerieschlag seine
gesamte Geschützbedienung ausgefallen war, dennoch nahm er den Kampf auf und
fügte den Angreifern schwerste Verluste zu. Nachdem er beiderseits seiner
Stellung umgangen und im Rücken angegriffen wurde, schlug er den Feind mit
Handgranaten zurück. Der Gegner lief nun mit 10 Panzern gegen seine Stellung
an. Nachdem Ahrens den ersten mittels Panzerfaust vernichtete, drehten die
anderen 9 ab. Ahrens fasste nun den Entschluss die eigenen Linien zu
erreichen, wollte dabei jedoch sein Geschütz nicht in die Hand des Gegners
fallen lassen und machte sich so auf dem Weg zum Bataillonsgefechtsstand. Dort
besorgte er sich Sprengmittel und schlug sich mit zwei weiteren Kameraden zum
Geschütz durch. Dabei wird er schwer am Oberschenkel verwundet und stürmte
dennoch seine alte Stellung. Nach Sprengung des Geschützes kämpfte er sich
wieder zu seiner Einheit durch. Durch seinen Einsatz trug er wesentlich dazu
bei einen sowjetischen Durchbruch zu vereiteln. Für diese Tat erhält Ahrens,
als Unteroffizier und Geschützführer, am 09.01.1945 das Ritterkreuz.
Seine Verwundungen heilt er im Kriegslazarett 912 bzw. im Reserve-Lazarett
Oschatz aus.
Nach dem Ritterkreuz-Urlaub konnte er erneut nicht zu seiner Stammeinheit
zurückkehren, da diese ebenfalls aufgelöst wurde. So wurde er zur
Ausbildungs-Kompanie 22 nach Oldenburg versetzt und befand sich vom 28.04.1945 bis
zum 14.09.1945 in belgischer Gefangenschaft.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Unteroffizier |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
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Feldwebel |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
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Nahkampfspange in Bronze |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
??? |
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Verwundetenabzeichen in Bronze |
??? |
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Verwundetenabzeichen in Gold |
??? |
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Deutsches Kreuz in Gold |
07.04.1944 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
09.01.1945 |

Buchhinweise: