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Ritterkreuzträger Otto Alberts
Oberst der Reserve, Grenadiere

01.12.194110.07.194010.06.1940

Otto Alberst wurde am 22.02.1893 in Wesel/Rheinprovinz geboren und trat am 08.08.1914 als Kriegsfreiwilliger dem Kaiserlichen Herr bei, wo er zunächst zum Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment Nr. 2 gehörte und dann, nach seiner Beförderung zum Leutnant der Reserve, am 22.03.1915, zur MG-Scharfschützen-Abteilung 17.  Nach Kämpfen an der Ost- und Westfront wird er hier schließlich am 15.07.1918 verwundet. Mit Ende des Kaiserreiches wird auch Alberts aus der Armee entlassen.
Nach Wiedereinführung der Wehrpflicht, tritt Alberst am 01.04.1937, im Range eines Leutnants der Reserve, der neuen Wehrmacht bei.
Im Zuge der Mobilmachung, wird Alberts, nunmehr Hauptmann, am 26.08.1939 Chef der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 39. Während des Polenfeldzuges ist die 26. Infanterie-Division in der Eifel bei Trier eingesetzt und nimmt dann am folgenden Frankreich-Feldzug teil. Zuvor wurde Alberts am 12.09.1939 zum Major befördert.
Mit seinem Regiment, nimmt Alberts an den Verfolgungskämpfen, über die Seine, der Yonne und der Loire bis zum Kanal du Berry-Abschnitt, teil. Bei der Sicherung der Demarkationslinie ist seine Division ebenso dabei, wie an der Besetzung Frankreichs. Vom 04.07.1940 bis zum 27.02.1941 wird man zum Küstenschutz an der Kanal- und Atlantikküste eingesetzt.
Am 28.02.1941 wechselt Alberts in das III. Bataillon des Infanterie-Regiments 502 und verbleibt mit diesem zunächst in der Heimat.
Kurz vor Beginn des Russland-Feldzuges wird Alberts ins Infanterie-Regiment 501 versetzt, wo er das Kommando über das III. Bataillon übernimmt. Mit diesem zieht Alberts nach Russland, wo das Regiment in den Grenzkämpfen in Litauen verwickelt wird. Die Division stößt bis zur Düna vor, geht über die alte russische Grenze und operiert südlich des Ilmensees. Von Ende September 1941 bis Anfang Januar 1942 schließen sich schwerste Kämpfe im Waldaigebiet an, denen dann die Abwehrkämpfe südlich des Ilmensees folgten. Für die Erfolge unter seinem Kommando auf dem Vormarsch erhält Alberts am 01.12.1941 das Deutsche Kreuz in Gold. Auf der Urkunde wird er noch als Major der Reserve geführt, obwohl er bereits den nächst höheren Dienstrang innehatte.
In diesen Kämpfen wird Alberts am 10.06.1942 verwundet und kommt ins Reserve-Kur-Lazarett nach Bad Warmbrunn. Am 09.07.1942 an die Front zurückgekehrt beteiligt sich das Regiment an den Stellungskämpfen im Bereich der Heeresgruppe Nord. Alberts wird hier am 11.09.1942 zum Oberstleutnant befördert.
In der Fortführung der Kämpfe wird Alberts am 01.10.1942 zum Kommandeur des Grenadier-Regiments 501 befördert und führt sein Regiment durch die schweren Abwehrschlachten südlich des Ladoga-Sees und bei Newel. Bei diesen Kämpfen wird der Kommandeur Alberts am 06.03.1943 südlich Staraja Russa verwundet und befindet sich für 20 Tage im Kriegslazarett 4/551.
Nach seiner Genesung kehrt er zu seinem Regiment zurück und erlebt Anfang November 1943 den Angriff der 3. und 4. sowjetischen Stoss-Armee, mit zusammen 11 Schützendivision und 3 Panzerbrigaden, auf die Stellungen der 290. und 122. Infanterie-Division. Zunächst konnte man alle Angriffe abschlagen. Doch neue gegnerische Reserven verschärften am 13.11.1943 die Lage erheblich. Südwestlich Newel wurde das Regiment "Alberts" von überlegenen Kräften angegriffen. Nachdem der Gegner in der rechten Flanke eingebrochen war, führte Alberts seine Soldaten geordnet auf eine rückwärtige Absperrlinie zurück. Diese Linie konnte zehn Stunden gegen alle Angriffe gehalten werden, bis eigene Reserven eintrafen.
Am 10.12.1943 wird Alberts jedoch durch IG-Brustschuss, am Dolyskoje-See bei Brjaschki im Raum Newel, schwer verwundet. Trotz sofortiger Versorgung stirbt, der am 11.05.1943 zum Obersten beförderte, Otto Alberts gegen 20.45 Uhr. Am gleichen Tag wird ihm das Ritterkreuz für die Verteidigungskämpfe der letzten Woche verliehen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant d. R. 22.03.1915 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 10.12.1943
Leutnant d.R. 05.12.1920 mit RDA v. 05.12.1920(5A) Eisernes Kreuz II. Klasse 10.06.1940
Oberleutnant d.R. 09.03.1937 -1810- m. Wirk. v. 01.04.1937 (RDA v. 01.04.1937) Eisernes Kreuz I. Klasse 10.07.1940
Hauptmann d.R. ??.??.1938 -800- (RDA v. 01.08.1937(203)) Deutsches Kreuz in Gold 01.12.1941
Major d.R. 12.09.1939 -6800- m. Wirk. v. 0108.1939 (RDA v. 01.08.1939(32))
Major d.R. 09.12.1941 -3430- erh. m. Wirk. v. 01.10.1941 neues RDA v. 01.12.1936(91)
Oberstleutnant d.R. 11.09.1942 -2330- m. Wirk. v. 01.10.1942 (RDA v. 010.1942(14))
Oberst d.R. 11.05.1943 -830- m. Wirk. v. 01.04.1943 (RDA v. 01.04.1943(2))

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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