Ritterkreuzträger
Rudolf Albust
Obergefreiter, Panzerjäger




Rudolf Albust wurde am 28.06.1913 in Crimmitschau geboren
und erlernte zunächst den Beruf eines Maurers. Sein militärischer Werdegang
liegt teilweise im Dunkeln. bekannt ist, dass er bereits im Jahre 1941 der
129. Infanterie-Division angehörte. Als Richtschütze einer Pak zeichnete er
sich bei den Vormarschkämpfen der Division auf Wjasma in besonderer Weise
aus und erhielt für zwei unmittelbar aufeinander folgenden Tapferkeitstaten
beide Eisernen Kreuze am einen Tag.
Am 13.12.1943 setzen die Abwehrkämpfe im Raum Witebsk ein. Die 129.
Infanterie-Division war dabei im Raum Newel im Einsatz. Albust als
Richtschütze einer 7,5-cm-Pak der 2. Kompanie der Panzerjäger-Abteilung 129
erwartete den gegnerischen Angriff unmittelbar an der Rollbahn. Gegen 07.00
Uhr setze das gegnerische Trommelfeuer ein und die Besatzung des Geschützes
suchte Schutz in einem nahen Erdbunker. Als das Artilleriefeuer abebbte,
verließ Albust den Bunker und fand das Geschütz unzerstört vor. Gleichzeitig
setze das Trommelfeuer wieder ein und dazu griffen nun auch gegnerische
Panzer mit begleitender Infanterie an. Albust auf sich allein gestellt, nahm
den Kampf auf und schoss den ersten T-34 ab. Nach 20 Minuten standen fünf
abgeschossene T-34 und ein KW-1 auf dem Kampffeld. Die angreifende
Infanterie zog sich daraufhin zurück. Doch auch diese nahm Albust mit
Sprenggranaten unter Feuer. Der gegnerische Angriff wurde damit
abgeschlagen.
Damit hatte Albust als Soldat insgesamt 24 gegnerische Panzer abgeschossen.
Er erhielt dafür am 19.12.1943 als Obergefreiter und Richtschütze in der 2.
Kompanie der Panzerjäger-Abteilung 129 das Ritterkreuz, welches ihm am
22.12.1943 aus der Hand des Oberbefehlshabers der 3. Panzer-Armee
Generaloberst Georg-Hans-Reinhardt auf dem Gefechtsstand der
Panzerjäger-Abteilung 129 überreicht wurde.
Nach schwerer Verwundung verstarb Rudolf Albust am 09.04.1945 in einem
Lazarett in Saalfeld a.d. Saale.