|


153. Eichenlaubträger Karl Allmendinger
General der Infanterie

 
Karl Allmendinger wurde am 03.02.1891 in Abtsgmünd im
Kreis Aalen/Württemberg geboren und trat am 01.10.1910 als
Fahnenjunker freiwillig dem Füsilierregiment "Kaiser Franz Joseph von Österreich,
König von Ungarn"
(4. Württembergisches) Nr. 122 in Heilbronn bei. Am 29. Januar 1911 zum Leutnant
befördert, zog er als Zugführer in der 11. Kompanie seines Regimentes in den
Krieg.
Bis zu seiner Verwundung bei Ypern war er Bataillonsadjutant. Nach der
Genesung und Beförderung zum Oberleutnant, am 18.04.1916, kehrte er an die
Front zurück, wo er Kompanieführer, dann Ordonnanz-Offizier und schließlich
Regimentsadjutant wurde.
Nach dem Waffenstillstand wird er am 01.01.1919 Regimentsadjutant der
Freiwilligen-Abteilung Haas dem Württembergischen-Jäger-Bataillon.
Am 01.07.1919 Adjutant des Jäger-Bataillons 13, kommt er am 01.10.1919 zum
Reichswehr-Schützen-Regiment 26 und am 01.10.1920 in das III. (Jäger)
Bataillon des 13. (Württembg.) Infanterie-Regiment in Ludwigsburg, wo er am
27.01.1923 zum Hauptmann befördert wurde.
Am 10.10.1923 wird er zur Führergehilfen-Ausbildung der 5. Infanterie-Division
unterstellt und gehört als Rittmeister wirtschaftlich dem Reiter-Regiment 18
an. Er kehrt dann am 01.10.1924 in den Stab seines Regiments zurück.
Am 01.10.1925 beginnt er eine weitere Führergehilfen-Ausbildung beim
Reichswehr-Ministerium in der T3-Abteilung und gehörte als Rittmeister
wirtschaftlich zum 15. (Preuß.) Reiter-Regiment, wohin er ab dem 01.10.1926
versetzt wurde.
Vom Reiter-Regiment wechselt Allmendinger am 01.04.1928 in die T3-Abtelung des
Reichswehr-Ministeriums.
Am 01.10.1929 wird er Kompaniechef im 1. (Preuß.) Infanterie-Regiment in
Insterburg/Ostpreußen und wird am 01.10.1932 in die T4-Abteilung des
Reichswehr-Ministeriums versetzt. Dort wird er am 01.02.1932 zum Major und am
01.07.1934 zum Oberstleutnant befördert.
Mit Wirkung vom 01.08.1934 wird Allmendinger in den Generalstab der 1.
Infanterie-Division versetzt und erhält am 15.10.1935 den Posten des Ia des I.
Armeekorps in Königsberg/Ostpreußen, wo er am 01.08.1936 zum Obersten
befördert wird.
Am 12.10.1937 übernimmt er das Kommando über das Infanterie-Regiment 35 in
Tübingen und wird am 10.11.1938 Chef der 10. Abteilung im Generalstab des
Heeres in Berlin.
Kurz nach beginn des Feldzuges gegen Polen übernimmt Allmendinger am
15.10.1939 den Posten des Chefs des Stabes des V. Armeekorps, wo er am
01.08.1940 zum Generalmajor befördert wird. Mit diesem Korps nimmt er am
Westfeldzug teil und nimmt so an den Kämpfen von Lüttich bis Orleans teil.
Mit Wirkung vom 01.11.1940 wird er Kommandeur der 5. Infanterie-Division, die
am 06.07.1942 in 5. Jäger-Division umbenannt wurde. Mit seiner Division nimmt
er am Feldzug gegen die Sowjetunion teil und kommt dort überwiegend im
Mittelteil der Ostfront zum Einsatz. Mit Beginn der der Kämpfe gegen die
Sowjetunion erhält die Division am 22.06. den Auftrag Lazdijai zu nehmen. Der
Kommandeur fährt dabei trotz heftigsten Abwehrfeuers auf eine beherrschende
Höhe vor, wo er den Angriff der Infanterie in Fluss brachte und so die
Vorraussetzungen für die Einnahme Lazdijai schuf. Weiterhin befahl
Allmendinger der Vorausabteilung weiter zum Njemen vorzustoßen, um dort dort
gegen Abend einen Brückenkopf zu bilden. Der Kommandeur traf zusammen mit der
Vorausabteilung in Seirijai ein und wurde dort in schwere Straßenkämpfe
verwickelt. Die Schaffung des Brückenkopfes, war für die Weiterführung der
Operationen der 9. Armee von entscheidender Bedeutung. Für diesen persönlichen
Einsatz und Führungskunst erhielt Karl Allmendinger am 17.07.1941 das
Ritterkreuz.
Ende September bis Anfang Oktober nimmt die 5. Jäger-Division am
Angriffsunternehmen "Michael" teil, um damit Vorraussetzungen zu
schaffen den Kessel von Demjansk zu öffnen. Er war dabei stets in den
vordersten Reihen seiner Division zu finden, holte zur Vorbereitung des
Angriffs die notwendigen Erkundungen selbst ein und war seinen Jägern im
unübersichtlichen Gelände stets ein Vorbild. Durch den Einsatz der 5.
Jägerdivision konnten starke Feindkräfte südostwärts des Ilmensees
eingekesselt und vernichtet werden. Die Verleihung des Eichenlaubes an Karl
Allmendinger für diese Kämpfe, gilt als Anerkennung für die gesamte 5.
Jäger-Division.
Am 05.0.1943 wird Allmendinger in die Führerreserve versetzt, wo er dem Stab
des stellvertretenden Generalkommandos des III. Armeekorps zugeteilt wurde.
Von dort wird er am 11.01.1943 als Ausbilder zu den Divisionsführer-Lehrgängen
nach Berlin versetzt, wo er am 01.04.1943 zum General der Infanterie befördert
wurde.
Am 01.07.1943 übernimmt er den Posten des Kommandierenden Generals des V.
Armeekorps, dort wird ihm am 01.10.1943 das vorläufige Besitzzeugnis durch die
Heeresgruppe A ausgehändigt. Weiterhin wird er am 20.04.1944 zu den Schwertern
zum Eichenlaub eingereicht, was aber zurückgestellt wurde.
Das V. AK, war im Kuban-Brückenkopf
und auf der Krim eingesetzt. Am 9. Mai 1944 erhielt Allmendinger nach schweren
russischen Angriffen die Erlaubnis, Sewastopol zu räumen. Am 27.04.1944 wird
er mit Wirkung zum 01.05.1944 mit der Führung der 17. Armee beauftragt
Am 25.07.1944 wurde er abgelöst und in die Führerreserve
versetzt. Bis zum Ende des Krieges erhielt er kein weiteres Kommando und gerät
am 16.05.1945 bis zum 22.12.1947 in amerikanische Gefangenschaft.
Karl Allmendinger verstarb am 02.10.1965 in Ellwangen (Jagst).

|
Beförderungen |
|
Auszeichnungen |
|
Fähnrich |
22.04.1911 |
|
Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
??? |
|
Leutnant |
27.01.1913 m. Patent v. 29.01.1911 (D) |
|
Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
??? |
|
Oberleutnant |
18.04.1916 m. Patent v. 18.04.1916(LI); erh. in der Reichswehr RDA v.
18.04.1916(14) |
|
Eisernes Kreuz II. Klasse |
20.09.1939 |
|
Hauptmann |
27.01.1923 (RDA v. 01.01.1923(8), dann Rittmeister mit bish. RDA |
|
Eisernes Kreuz I. Klasse |
21.05.1940 |
|
Major |
01.02.1933 mit RDA v. 0102.1931 (25a) |
|
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
17.07.1941 |
|
Oberstleutnant |
01.07.1944 mit RDA v. 01.07.1934(14) |
|
Eichenlaub zum Ritterkreuz |
13.12.1942 |
|
Oberst |
01.08.1936 m. RDA v. 01.08.1936(23) |
|
|
|
|
Generalmajor |
01.08.1940 m. RDA v. 01.08.1940(3) |
|
|
|
|
Generalleutnant |
01.08.1942 m. RDA v. 01.08.1942(3) |
|
|
|
|
General der Infanterie |
01.04.1943 m. RDA v. 01.04.1943(2) |
|
|
|
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
|