Ritterkreuzträger
Karl Adolf Alm
Major, Grenadiere





Karl Alm wurde am 04.01.1919 in Tribsees im Kreis Grimmen/Pommern geboren und
kommt am 01.10.1927 als Schütze in die 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 9.
Dort wird er am 01.10.1938 zum Gefreiten befördert und zum
Reserve-Offiziers-Anwärter ernannt.
Mit Beginn der Kämpfe gegen Polen ist er Truppführer und Gruppenführer in der
10. Kompanie und wird am 01.10.1939 zum Unteroffizier der Reserve befördert. Alm
nahm in Polen an den Kämpfen um die Brahe, in der Tucheler Heide und im Raum
Bialystok teil. Nach einer Verwundung kommt er am 11.10.1939 zur 3. Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 9 und wird am 21.11.1939 Gruppen- und
stellvertretender Zugführer in der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 9, wo
er am 01.04.1940 zum Feldwebel der Reserve befördert wurde.
Am 31.05.1940 erfolgte die Offizierwahl beim III. Bataillon und am 01.06.1940
die Beförderung zum Leutnant der Reserve, während der Kämpfe in Frankreich. Am
10.06.1940 verwundet, kommt er am 11.06.1940 zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 9,
wo er am 03.08.1940 als Kompanie-Offizier und Zugführer in der 3. Kompanie
Verwendung findet.
Ab dem 29.07.1941 steht er Heeresgruppe Süd in der Führerreserve zur Verfügung
und wird am 03.08.1941 als Zugführer in der 4. Kompanie des Infanterie-Regiments
526 eingesetzt.
Am 21.09.1941 übernimmt er den Posten des Adjutanten des II. Bataillons, wird
dabei am gleichen Tag verwundet, kann aber bei der Truppe bleiben.
Nach einer weiteren Verwundung, die aber nicht so schwerwiegend war, wird er am
17.10.1941 erneut verwundet und kommt ins Lazarett und von dort am 18.10.1941 in
die Genesenden-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 7. Dort wird er am
30.03.1942 Kompanie-Offizier der 4. Kompanie, um am 24.05.1942 als Zugführer in
der 4. Kompanie zum Infanterie-Regiment 526 zurückzukehren. Dort wird er bereits
am 01.06.1942 zum Oberleutnant der Reserve befördert.
Nach drei weiteren Verwundungen kommt er am 31.07.1942 wieder ins Lazarett, bzw.
von dort am 01.08.1942 erneut zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 7, um am
13.09.1942 als Zugführer der Marsch-Kompanie anzugehören.
Ab dem 22.11.1942 befindet er sich in der Führerreserve der Heeresgruppe Mitte
und wird am 13.01.1943 zum Führer der Kampfgruppe Alm, der 8. (MG) Kompanie des
Grenadier-Regiments 353, ernannt. Dabei wird er am 25.01.1943 verwundet und
kehrt am 03.02.1943 als Führer der 8. (schweren) Kompanie des GR 353 an die
Front zurück. zuvor war er am 30.01.1943 zum aktiven Oberleutnant ernannt
worden. Zwischenzeitlich übernahm Alm am 18.07.1943 die Führung des II.
Bataillons und gab es am gleichen Tage wieder ab.
Vom 03.10.1943 bis zum 20.04.1944 wird er abkommandiert zum
Festungs-Pionier-Stab 151 im Bereich des XXXXIII. Armeekorps.
Nach seiner Rückkehr übernimmt er am 02.05.1944 die Führung des I. Bataillons
und am 30.05.1944 die des II. Bataillons des GR 353. Das II. Bataillon stand im
Rahmen der 205. Infanterie-Division im Raum Polozk-Dünaburg in schweren
Abwehrkämpfen, wobei der Gegner in der Stärke von 2 Regimentern in die Reihen
des II. Bataillons einbrach. Etwa 100 Gegner brachen bis zum
Bataillons-Gefechtsstand durch, wo diese auf einen Gegenangriff des
Bataillons-Stabes unter Hauptmann Alm stießen. Der deutsche Angriff verlief
erfolgreich und der Gegner wurde vernichtet. Von den 100 sowjetischen Soldaten
erreichten nur 19 die eigenen Linien, 70 bleiben auf dem Schlachtfeld zurück.
Bei diesem Gegenangriff wurde Hauptmann Alm zum 11 mal verwundet. Für diesen
Abwehrerfolg erhielt Karl Alm am 12.08.1944 das Ritterkreuz.
Nach seiner Verwundung vom 29.06.1944 kommt er am 17.10.1944 zum
Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 14.
Von dort erhält er am 28.10.1944 die Versetzung zur 205. Infanterie-Division, wo
er als Bataillons-Führer Verwendung finden sollte und so übernimmt er vom 14.11.
bis zum 23.11. die Führung des I. Bataillons des Grenadier-Regiments 335,
nachdem er zuvor dem GR 353 zugeteilt war.
Nachdem am 23.11.1944 der Gegner bei Kabes, ca. 15 km südostwärts
Frauenburg/Lettland, im Rücken des Bataillonsgefechtsstandes auftauchte, fiel
Hauptmann Alm bei den anschließenden Kämpfen, laut eines Fernschreibens der
Division vom 02.01.1945, am 23.11.1944.
Am 28.11.1944 wurde das I. Bataillon unter der Führung Alms lobend im
Wehrmachtsbericht genannt.
Am 15.01.1945 wird Karl Adolf Alm posthum zum Major befördert.