Ritterkreuzträger
Franz Amann
Oberleutnant der Reserve, Grenadiere







Franz Amann wurde am 03.11.1919 in Genderkingen im
Kreis Donauwörth geboren und absolvierte vom 05.10.1936 bis zum 30.09.1937 den
Arbeitsdienst in der RAD-Abteilung 1/300 in Gauting/Oberbayern. In dieser Zeit
wurde er am 11.01.1937 zum Vormann und am 01.04.1937 zum Truppführer ernannt.
Mit Wirkung vom 01.10.1938 tritt er dem Reiterzug der 13. (IG) Kompanie des
Infanterie-Regiments 110 in Heidelberg bei.
Nachdem er am 14.09.1940 in das Infanterie-Ersatz-Bataillon 110 nach
Mannheim-Seckendorf versetzt wurde, kommt er am 30.09.1940 ins
Reserve-Lazarett nach Heidelberg Von dort wird er am 16.10.1940 zur
Ersatz-Kompanie für Infanterie-Reiterzüge 112 nach Darmstadt versetzt und dort
als Gruppenführer verwendet.
Am 08.05.1941 tritt er seine Versetzung in die 13. Kompanie des
Infanterie-Regiments 256 an und wird dabei im Rahmen des Ostfeldzuges, am
14.10.1941, bei Sloboda, verwundet. Eine weitere Verwundung erhält er am
29.12.1941 bei Krutogaje.
Nach seiner Genesung kommt er nach Meldung vom 21.01.1942 zum
Infanterie-Ersatz-Bataillon 256 und findet ab dem 30.01.1942 in der
IG-Ersatz-Kompanie 112 Verwendung.
Nach Versetzung zur 8. Kompanie des Infanterie bzw. Grenadier-Regiments 256,
wird er am 01.07.1942 zum Unteroffizier befördert und am 09.07.1942 bei
Baschkino bzw. am 11.08.1942 bei Subkowo verwundet.
Nach erneuter Genesung ab dem 04.12.1942 im Reserve-Grenadier-Bataillon 256
tätig, wird er am 05.01.1943 zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 437 versetzt. Von
dort erhält er am 10.01.1943 die Kommandierung zum 12. OA-Lehrgang an der
Schule IV für OA der Infanterie in Beverloo. Während der Ausbildung wird er am
01.03.1943 zum Feldwebel OA befördert.
Unter gleichzeitiger Beförderung zum Leutnant der Reserve wird Amann am
08.04.1943 zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 256 versetzt und ab 14.05.1943 in
der Führer-Reserve der Heeresgruppe Mitte eingesetzt.
Am 21.05.1943 erfolgte die Versetzung ins Divisions-Bataillon 112 und am
08.07.1943 die Ernennung zum Führer der 5. Kompanie des Grenadier-Regiments
256. Hier wird Amann am 14.07.1943 bei Fatnewo, am 15.07.1943 bei Bagrinowo
und am 17.07.1943 bei Kischkino verwundet.
Bei den Kämpfen im Raum Boromlja/Orel wird Amann am 18.08.1943 erneut verwundet
und verstirbt aufgrund der Verletzungen. Ammann hielt dort nordwestlich Orel
eine entscheidende Höhe gegen zahlreiche Angriffe des Gegners. So griff der
Feind am 17.07.1943 mit Panzerunterstützung dreimal die Reihen der 5. Kompanie
an und wurde dennoch immer wieder abgeschlagen, nachdem eingebrochene Panzer
im Gegenstoß zurückgetrieben wurden. Bei anderen Angriffen warf Amann mit nur
vier Grenadieren den Gegner immer wieder aus den eigenen Gräben. Dafür erhielt
Amann am 23.08.1944 posthum das Ritterkreuz verliehen. Weiterhin wurde Franz
Amann am 10.02.1944 nachträglich zum Oberleutnant der Reserve befördert.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
