Herbert Amann wurde am 11.10.1919 in Dossenheim bei Heidelberg im
Rhein-Neckar-Kreis geboren.
Am 29.08.1939 kommt er zur 3. Batterie der schweren Artillerie-Ersatz-Abteilung
69 nach Mannheim, wo er am 06.09.1939 zur 1. Batterie versetzt wird.
Am 25.01.1940 erfolgte die Versetzung in die 2. Batterie der
Schweren-Artillerie-Abteilung (mot.) 815, mit der er am Westfeldzug teilnahm.
Nach Ende des Feldzuges verbleibt die Abteilung als Besatzungstruppe im Land und
Amann erhält am 01.12.1940 die Beförderung zum Wachtmeister. Vorher hatte er vom
05.09.1940 bis zum 20.09.1940 an einem Unterführer-Lehrgang teilgenommen.
Amann nimmt dann ab dem 15.05.1941 am 7. Offiziers-Lehrgang des Lehrstabes der
der Artillerieschule I in Berlin teil und wird hier am 20.08.1941 zum
Wachtmeister bzw. zum Fahnenjunker ernannt.
Nach Ende der Ausbildung kommt er zur 1. Batterie der schweren
Artillerie-Ersatz-Abteilung (mot.) 59 und findet so zunächst Verwendung im
Heimatkriegsgebiet.
Nach seiner Versetzung zur 4. Batterie der schweren Artillerie-Abteilung (mot.)
815 und seiner folgenden Versetzung zur 1. Batterie, am 26.01.1942, beginnt auch
für Amann der Kampf im Osten. Der am 01.11.1941 zum Leutnant beförderte, kam mit
seiner Abteilung bei der Eroberung Sewastopols zum Einsatz.
Nach Aufstellung weiterer Sturmgeschütz-Abteilungen, gelangt Amann am 16.11.1942
zur Sturmgeschütz-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 200. Mit Ende der
Weiterbildung zum "schwarzen Husaren", kommt er zu
Sturmgeschütz-Abteilung 905 und damit an der Ostfront zum Einsatz. Unter
gleichzeitiger Beförderung zum Oberleutnant, übernimmt er am 10.06.1943 das
Kommando über die 1. Batterie.
Als Chef der 1. Batterie wird er in der Schlacht um Kirowograd eingesetzt, als
am 05.01.1944 Teile des VII. sowjetischen mechanisierten Korps die Front der 10.
Panzergrenadier-Division durchbrachen. Eine gepanzerte Feindgruppe gelangte in
der Nacht vom 08. zum 09.01.1944 bis zum Gefechtsstand des XXXXVII. Panzerkorps
bei Mal. Wiski und hob diesen aus. Durch den Eingriff der
Sturmgeschütz-Abteilung 905 konnte die Lage dennoch stabilisiert werden. Dabei
zeichnete sich die 1. Batterie unter Oberleutnant Amann besonders aus. Am
12.01.1944 wurde er jedoch 30 Kilometer südostwärts Nowo-Mirgorod tödlich
verwundet und auf dem Soldatenfriedhof Pantschewo beigesetzt. Für die bis dahin
erreichten 42 Panzerabschüsse erhielt er am 10.02.1944 posthum das Ritterkreuz
verliehen, welches seinem Vater - Ludwig Amann - am 01.03.1944 durch den
Vertreter des Wehrbezirkskommandos Heidelberg, Major Horleberg, überreicht
wurde.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
