Lothar Ambrosius wurde am 11.05.1903 in Hildesheim in Preußen geboren und
trat am 04.04.1923 als Schütze dem Infanterie-Regiment 18 der Reichswehr bei.
Dort gehörte er vom 06.04. bis zum 30.09.1923 zum A-Bataillon des Regiments. Es
folgte dann vom 06.01.1924 bis zum 29.02.1924 eine Ausbildungs-Kommandierung zur
12. (MG) Kompanie des Regiments.
Am 04.07.1924 legte Ambrosius seine Offiziers-Anwärter-Prüfung in Münster in
Westfalen ab und wurde am 18.07.1924 zum Gefreiten OA ernannt. Als solcher wird
er vom 01.03.1925 bis zum 31.10.1925 zum Lehrgang I an die Infanterieschule
kommandiert, bzw. vom 01.03.1926 bis zum 30.09.1926 zum Lehrgang II. Mit
Abschluss der Ausbildung kommt er unter gleichzeitiger Beförderung zum Leutnant,
am 18.12.1926 zur 6. Kompanie seines Regiments.
Am 01.10.1928 wird er Nachrichten-Offizier des II. Bataillons und tritt am
15.10.1928 eine Kommandierung zu einem Nachrichten-Lehrgang bei der 6.
Nachrichten-Abteilung an, den er bis zum 03.11.1928 absolviert.
In der Folge wird er am 08.04.1929 zu einem Nachrichten-Lehrgang an der
Artillerieschule Jüterbog kommandiert und erhält hier am 06.06.1929 die
Beförderung zum Oberleutnant.
Am 03.07.1931 nimmt er am 29. Lehrgang für Leibesübungen in Wünsdorf teil und
wird am 01.05.1934 Kompanie-Offizier der 12. (MG) Kompanie des
Infanterie-Regiments 18. Bereits am 01.10.1934 wird er allerdings Chef der 3.
Kompanie des Infanterie-Regiments Münster.
Mit Wirkung vom 31.07.1935 scheidet Ambrosius unter Bewilligung der gesetzlichen
Versorgung aus dem Heeresdienst aus und erhält am 24.12.1937 das Recht zum
Tragen der Uniform des Infanterie-Regiments 18.
Mit Wirkung vom 01.07.1939 wird er zur Verfügung des Heeres gestellt und als
Oberleutnant z.D. zum aktiven Wehrdienst im Infanterie-Regiment 12 einberufen.
Dort wird er vom 26.08.1939 bis zum22.09.1939 zunächst als Ordonnanz-Offizier
verwendet und vom 22.09.1939 bis zum 31.01.1940 als Chef der 4. (MG) Kompanie
eingesetzt. In diese Zeit fällt am 22.12.1939 die Beförderung zum Hauptmann. Mit
Wirkung vom 01.12.1939 wird er als Hauptmann beim Heer angestellt und am
01.02.1940 zum Kommandeur des II. Bataillons des neuaufgestellten
Infanterie-Regiments 12 ernannt. Als solcher wird er nach der Teilnahme an den
Feldzügen in Polen und Frankreich am 17.01.1941 zum Major befördert.
Nach Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion wird er am 25.09. und am
12.11.1941 verwundet. Nach seiner Genesung wird er mit Wirkung vom 16.02.1942
mit der Führung des Infanterie-Regiments 458 beauftragt und tritt diesen Dienst
am 03.03.1942 an. Unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberstleutnant übernimmt
er am 31.10.1942 das Kommando über dieses Regiment. Zuvor wurde er am 10.03.1943
zum Obersten ernannt.
Am 09.02.1943 wird er in die Regimentsführer-Reserve des XII. Armeekorps
kommandiert und übernimmt im Rahmen dieser Kommandierung die Führung des
Grenadier-Regiments 488, dessen Kommando er am 20.04.1943 übertragen bekommt.
Am 02.11.1943 wird er Führer der Divisions-Kampfgruppe 268.
Die 268. Infanteriedivision war zuvor aufgelöst und die Reste im Rahmen der
Divisions-Kampfgruppe 268 der 36. Infanteriedivision unterstellt worden. Dabei
wurde die Kampfgruppe als 3. Regiment verwendet. Der Stab des
Grenadier-Regiments 499 wurde Stab der Kampfgruppe. Für die folgenden Kämpfe der
Kampfgruppe erhielt Ambrosius am14.01.1944 das Ritterkreuz.
Am 15.01.1944 in die Führer-Reserve versetzt, übernimmt er am 11.02.1944 das
Kommando über das Grenadier-Regiment 2 der Infanteriedivision Müllwitz und wird
bereits am 05.03.1944 wieder in die Reserve versetzt.
Am 30.03.1944 wird Ambrosius mit dem Aufbau der Armeewaffenschule des AOK 16
beauftragt und gleichzeitig zu deren Kommandeur ernannt.
Mit Wirkung vom 07.08.1944 wird er unter gleichzeitiger Kommandierung an die
Infanterieschule Döberitz, wieder in die Reserve versetzt und nimmt so an den
Endkämpfen im Reich teil.
Dr. Lothar Ambrosius verstarb am 09.01.1971 in Hildesheim, jetzt Niedersachsen.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
