Ritterkreuzträger
Fritz Amling
Oberwachtmeister, Sturmartillerie



Fritz Amling wurde am 16.01.1916 in Preußisch Holland in
Ostpreußen, als Sohn eines Landwirtes, geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung trat er am 01.10.1937 dem
Artillerie-Regiment 24 bei, noch in der Friedenszeit wird er am 10.05.1939 zum
Wachtmeister befördert und nimmt dann mit der 24. Infanteriedivision an den
Feldzügen in Polen und Frankreich teil.
Nach dem Beginn der Kampfhandlungen gegen die Sowjetunion und der Beförderung
zum Oberwachtmeister, am 01.10.1941, wird er 10 Tage später zur
Sturmgeschütz-Abteilung 202 versetzt, die zu diesem Zeitpunkt unter dem
Kommando von Major Dr. Hans Marder stand und im Rahmen der Heeresgruppe Mitte
eingesetzt wurde.
Seit Herbst 1942 wurde die Sturmgeschütz-Abteilung 202 im Rahmen des XXXIX.
Panzerkorps im Bereich der 78. Infanteriedivision eingesetzt und wurde am 11.
und 12.12.1942 zur Bereinigung einer kritischen Lage im Raum
Podossinowka-Sherebzowo-Cholm-Taliza, Star. Mursino-Chlepen eingesetzt.
Fritz Amling, als Geschütz-Führer in der 3. Batterie, zusammen mit seinem
Richtschützen Bruno Guskowski, gelang es in nur 48 Stunden 42 Feindpanzer
abzuschießen. Für diesen Abweherfolg wurde die Abteilung ohne Nennung der
Nummer im Wehrmachtsbericht vom 12.12.1942 genannt. Amling hatte dabei an nur
einem Tag 24 Panzer, davon 5 in einer Minute vernichten können. Bei diesem
Einsatz wurde er verwundet und hielt dennoch stand. Die großangelegte
Offensive des Gegners im Raum Kalinin konnte an der Front der
Sturmgeschütz-Abteilung 202 konnte hier gestoppt werden.
Fritz Amling erhielt für diesen außergewöhnlichen Erfolg am 11.12.1942 als
Wachtmeister und Geschützführer in der 3. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung
202 nach 56 Panzerabschüssen das Ritterkreuz verliehen. Ein Fernschreiben aus
dem Führerhauptquartier traf noch am Abend des 11.12.1942 ein.
Nachdem ihm am 24.12.1942 bei einem Abteilungsappell in Sytschewka an der
Ostfront das Ritterkreuz überreicht wurde, kam er am 01.03.1943 zur
Sturmgeschütz-Ersatz-und-Ausbildungs-Abteilung 300 nach Neisse und durchlief
dann verschiedenste Ausbildungskommandos.
Fritz Amling starb am 06.03.1994 in Mainz.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
