Hermann Ammer wurde am 08.03.1914 in Mamming im Kreis Dingolfing-Landau
geboren und kam seiner Wehrpflicht, vom 01.10.1934 bis zum 12.10.1935 in der
19. Kompanie des Infanterie-Regiments Regensburg in Passau, nach.
Nach der Absolvierung einer Wehrübung vom 18.02.1937 bis zum 03.04.1937 in der
5. Kompanie des Infanterie-Regiments 62 in Landshut, wird er am 30.08.1939 zur
2. Kompanie des Infanterie-Regiments 179, mobilgemacht.
Vom 06.02.1940 bis zum 16.06.1940 nimmt er an einem Lehrgang an der
Waffenschule in Berlin-Döberitz teil und wird am 27.06.1940 Kompanieführer und
nach seiner Beförderung zum Leutnant der Reserve am 31.07.1940, Chef der 3.
Kompanie des Infanterie-Regiments 62.
Nach Beginn des Ostfeldzuges wird er Bataillonsführer im Infanterie-Regiment
62. Das Bataillon erhielt am 03.09.1943 den Auftrag zusammen mit dem I.
Bataillon und den zugeteilten schweren Waffen die Ortschaft Chisky im Raum
Ssewsk zu nehmen. Gegen 10 .00 Uhr ging das Bataillon in Richtung Nordosten
vor und wurde dabei von starken Schlachtfliegerverbänden unterstützt. Ammer
war sich bewusst das der überlegene Gegner nur durch einen schwungvollen
Angriff in die Flucht geschlagen werden konnte. Doch liess das der Zustand der
stark abgekämpften Truppe kaum zu.
Als die Luftwaffe erneut eingriff und das Bataillon bereits 150 m vor den
Feindstellungen stand, stürmte Ammer zusammen mit seinem Stab vor und nahm die
erste Stellung. Seine unterstellten Soldaten folgten nun ihrem Führer und
griffen in den Kampf ein. Schnell wurde der südliche Dorfrand genommen. Das
Angriffsziel war mit geringsten Verlusten erreicht und der Gegner suchte unter
Zurücklassung seiner Waffen sein Heil in der Flucht. Ammer hatte an diesem
Erfolg größten Anteil.
Am nächsten Tag erfolgte gegen 14.00 Uhr der Gegenangriff. Der Feind griff mit
ca. 150 Soldaten von Nordwesten her die Ortschaft an, erzielte einen Einbruch
und schlug 2 Gruppen zurück. Ammer griff die Reste der Gruppen auf und führte
sie aus vorderster Linie gegen den Feind, der zurückgedrängt werden konnte.
Für diese Taten erhielt Ammer am 12.10.1943 das Ritterkreuz.
Am 14.09.1943 wird Ammer verwundet und befand sich bis zu seiner Genesung im
Lazarett, wo er am 20.09.1943 zum Hauptmann der Reserve befördert wurde.
Am 29.10.1943 wird er Führer des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 62,
welches kurzzeitig der 5. Panzerdivision unterstellt war.
Nach einer weiteren Verwundung am 26.03.1944 befindet er sich bis zum
Kriegsende unter anderem im Reserve-Lazarett Schweickelberg bei Vilshofen. Als
Verwundeter im Lazarett "Ratshaus am ´Chiemsee" gerät er in
amerikanische Gefangenschaft. Zuvor war er am 10.06.1944 zum Eichenlaub
eingereicht worden.
Die Entlassung aus der Gefangenschaft erhält Ammer am 09.07.1945.
Hermann Ammer verstarb am 09.12.2000.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
