Ritterkreuzträger
Joachim von Amsberg
Oberst, Grenadiere




Joachim von Amsberg wurde am 18.12.1903 in Posen geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung trat er am 01.04.1924 dem
Infanterie-Regiment 6 bei, wo er zum Offizier ausgebildet wurde.
Nach seiner Ernennung zum Zugführer am 01.09.1927, wird er am 01.12.1927 zum
Leutnant und am 01.02.1931 zum Oberleutnant befördert.
Nach seiner Ernennung zum Nachrichten-Offizier des Regiments und der
Beförderung zum Hauptmann am 01.07.1935, wird er am 01.09.1934
Bataillonsadjutant im Infanterie-Regiment 46.
Ab dem 01.10.1935 besucht er die Kriegsakademie und übernimmt ab dem
01.10.1937 den Posten des Ia im Stab der Festungskommandantur Königsberg, bzw.
ab dem 21.08.1939 im Stab der Gruppe Brand, der späteren 311.
Infanteriedivision.
Nach beginn des Krieges wird er am 01.01.1940 als Ia zur 161.
Infanteriedivision versetzt und nimmt mit dieser am Frankreich-Feldzug teil.
Nachdem er dort am 01.11.1940 zum Major befördert wurde, erhält er am
01.04.1941 die Versetzung zum Chef des Transportwesens im OKW.
Vor Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion tritt von Amsberg am 21.05.1941
seinen Posten in der Außenstelle Belgrad des Wehrmacht-Transportleiters Südost
an und wird am 23.10.1941 zum bevollmächtigten Transport-Offizier im Stab des
AOK 9 ernannt. Als solcher wird er am 01.04.1942 zum Oberstleutnant befördert.
Am 01.05.1942 ist er Transport-Offizier im Stab des ungarischen AOK 2 und wird
dort am 01.09.1942 verwundet. Nach seiner Genesung übernimmt er am 11.11.1942
den Posten des Sonderbevollmächtigten des Chefs des Transportwesens Kaukasus.
Am 01.01.1943 wird von Amsberg als Transportbevollmächtigter Kurland
eingesetzt und in dieser Dienststellung am 01.08.1943 zum Obersten ernannt. Am
10.11.1943 Deutscher Transportbevollmächtigter Finnland, wird er am 01.10.1944
in die Führerreserve versetzt, wo er zugleich an einem
Regimentsführer-Lehrgang teilnimmt.
Mit Abschluss des Lehrganges, wird er am 01.02.1945 Kommandeur des
Grenadier-Regiments 502, der 290. Infanteriedivision.
Das Regiment war in Kurland eingesetzt und nahm an der 5. und 6.
Kurlandschlacht unter dem Kommando von Amsberg teil. In der 5. konnte das
Regiment seine Stellung in achttätigem Ringen halten. Nachdem in der 6.
Kurlandschlacht die Einkesselung der 8. sowjetischen Garde-Division gelang,
war auch das Regiment von Amsberg am Erfolg des letzten erfolgreichen
deutschen Kesselkampfes beteiligt.
Von Amsberg wurde dafür zum Ritterkreuz vorgeschlagen, was jedoch zunächst
abgelehnt wurde. Stattdessen zog man die Verleihung der Ehrenblattspange in
Betracht. Der Verleihungsvorschlag wurde vom Leiter des Heeres-Personalamtes/A
- Oberst Goecke - abgelehnt, da die Zwischenvorgesetzten alle nicht diesen
Vorschlag befürwortet hatten. Im Jahr 1981 wurde der Fall durch die
Ordenskommission der OdR bearbeitet und als "RK verliehen, am 06.05.1945"
entschieden. Fellgiebel verschob das Datum später auf den 09.05.1945. Die
Verleihung des Ritterkreuzes gilt als fraglich.
Nach Kapitulation des Kurlandkessels geriet von Amsberg am 09.05.1945 in
sowjetische Gefangenschaft, aus der er erst am 16.12.1955 entlassen wurde.
Joachim von Amsberg verstarb am 27.05.1981 in Hamburg.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
