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Ritterkreuzträger Wilhelm von Apell
Generalleutnant

16.10.193923.09.1939

03.10.191516.09.191425.12.191524.12.1934

Wilhelm Heinrich Erwin Friedrich Martin von Apell wurde am 16.01.1892 in Bückeburg im Kreis Schaumburg-Lippe geboren und kam 1903 als Kadett nach Bensberg bzw. nach Groß-Lichterfelde
Nachdem er am 31.03.1910 dem Westfälischen Jäger-Bataillon Nr. 7 in Bückeburg beitrat, wird er dort am 16.11.19110 zum Fähnrich und am 18.08.1911 zum Leutnant befördert. Im Oktober 1912 nimmt er an einem Übungskurs der Infanterieschule auf dem Truppenübungsplatz Munster teil und wird von Juli bis Ende September 1913 zu einem MG-Ausbildungskursus auf den Truppenübungsplatz Elsenborn kommandiert.
Zu Kriegsbeginn ist von Apell Zugführer in der MG-Kompanie seines Bataillons, wo er vom 31.08.1914 bis zum 02.11.1915 den Posten des Adjutanten übernimmt. Zwischendurch nimmt er von Ende August bis Anfang September 1915 an einem Gaswirkungs-Ausbildungskurs für Offiziere in Berlin teil und wird nach seiner Rückkehr an die Front am 02.11.1915 schwer verwundet. Nach Aufnahme ins Kriegslazarett 131a in Kowno und dem Reserve-Lazarett Cosel, kommt von Apell ins Reserve-Lazarett I nach Hannover. Von dort gelangt er am 01.04.1916 zum Ersatz-Bataillon, wo er am 04.06.1916 den Posten eines Kompaniechefs erhält.
Am 01.09.1916 wird er mit der Führung der 3. Kompanie des Reserve-Jäger-Bataillons 7 beauftragt und wird dann am 05.10.1916 zum Oberleutnant befördert. Als solcher wird er am 19.12.1916 nordostwärts Stravolka erneut verwundet und kommt ins Feld-Lazarett 20 nach Bukarest. Dort wird er nach seiner Genesung, am 17.01.1917 Kommandant des Stabsquartiers des Gouvernement Bukarest und am 25.02.1917 zur 217. Infanteriedivision versetzt, die ihn jedoch drei Tage später wieder zum Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 7 zurückversetzt.
Am 09.04.1917 kommt er als stellvertretender Adjutant zur 18. Landwehr-Infanterie-Brigade und von dort aus am 21.06.1917 wieder zurück zu seinem Bataillon. Nach einer Krankheit übernimmt er am 26.08.1917 die Führung der 2. MG-Kompanie des Ersatz-Bataillons, sowie gleichzeitig die Geschäfte des MG-Offiziers im Stabe. Am 11.09.1917 übernimmt er zeitweise die Führung des Bataillons und ab dem 30.09.1917 wieder die Führung der 2. Kompanie.
Vom 03.10.1917 bis zum 17.11.1919 ist er Führer des bayr. Reserve-Jäger-Bataillons I und dann bis zum 08.12.1917 Kompanieführer der 2. MG-Kompanie und MG-Offizier im Stab.
Von Apell übernimmt dann die vertretungsweise Führung der Geschäfte im Bataillonsstab und wird am 21.12.1917 Führer des Reserve-Jäger-Bataillons 9. Von dort wird er am 11.04.1918 zur Führung kleiner Detachements zum 29. bayr. Infanterie-Regiment versetzt um am 05.05.1918 den Posten eines Polizeimeister in der Festung Sewastopol zu übernehmen. Von dort wird er am 10.07.1918 zu seinem ehemaligen Bataillon erneut zurückversetzt. Dort kurz verwendet als Kompanieführer, kommt er am 06.01.1919 zum Ersatz-Bataillon und am 03.101.919 zur Infanterieschule nach Wünsdorf.
Mit Wirkung vom 01.10.1919 wir der am 03.11.1919 zur Lehrtruppe der Infanterieschule (II. Lehrgang) nach München versetzt und kommt am 15.05.1920 ins Reichswehr-Infanterie-Regiment 30.
Nach Übertritt ins Reichswehr-Infanterie-Regiment 29, am 01.09.1920, wird er mit Wirkung zum 01.10.1920 als Inspektions-Offizier zum II. Lehrgang der Infanterieschule München versetzt.
Am 15.04.1921 beim Reiter-Regiment 18, bleibt er dennoch der Infanterieschule, als Aufsichts-Offizier, unterstellt.
Mit Wirkung vom 01.10.1921 kommt er zum Reiter-Regiment 18 bzw. 19, unter Verwendung an der Infanterieschule München, zu der er am 15.09.1922 versetzt wird.
Am 01.10.1923 zum 1. (Preuß.) Infanterie-Regiment 1, bleibt er bis zum 31.10.1923 an der Infanterieschule kommandiert und wird dann am 23.11.1923 zum Hauptmann befördert. Im neuen Regiment kommt er am 27.11.1923 in den Stab des II. Bataillons und wird am 01.03.1924 zum Hauptmann im Stabe des A-Bataillons ernannt.
Nach einem Minenwerfer-Lehrgang bei der Minenwerfer-Kompanie im Frühjahr 1924, wird er am 23.07.1924 Führer der 6. Kompanie und am 01.09.1924 deren Chef.
Am 01.02.1928 ist er Chef der 8. MG-Kompanie und nimmt im Juni 1929 an einem Fahrlehrgang bei der 1. Fahr-Abteilung, sowie gegen Ende des Jahres 1929 an einer Ausbildung im Gasschutz, teil.
Am 01.10.1930 wird von Apell in den Regimentsstab versetzt und kommt mit Wirkung vom 01.10.1932 als Rittmeister in den Stab des Reiter-Regiments 16, wo er am 01.09.1933 zum Major befördert wird. Zwischenzeitlich in Reiter-Regiment Erfurt umbenannt, wird das Regiment 1935 als Stamm für die Kradschützen-Bataillon 1 - 3 verwandt und so wird von Apell am 15.10.1935 Kommandeur des Kradschützen-Bataillons 2. Als solcher erhält er am 20.04.1936 die Beförderung zum Oberstleutnant.
Nach einer Kommandierung zur 4. Leichten Division im Juli 1938, wird er am 01.08.1938 Kommandeur des Kavallerie-Schützen-Regiments 11, wo er am 30.09.1938 zum Obersten befördert wird. Nach Umbenennung des Regiments in Schützen-Regiment 11, nimmt dieses am Polenfeldzug teil.
Mit Wirkung zum 16.02.1940 wird von Apell Kommandeur der 9. Schützen-Brigade, dem Stab der Schützen-Regimenter der 9. Panzerdivision. Für die Kämpfe der Brigade in Frankreich und auf dem Balkan, wird von Apell am 20.04.1941 zum Generalmajor befördert und erhält am 14.05.1941 das Ritterkreuz für das Durchstoßen der serbischen Stellungen bei Stracin und der englischen Stellungen am Klidi-Pass. Diese Durchbrüche in Zusammenarbeit mit der Leibstandarte SS Adolf Hitler waren entscheidend für den weiteren Verlauf der Operationen in Griechenland, da der Gegner durch den Angriff in seine Flanke zum Rückzug gezwungen wurde. Zuvor wurde von Apell im Zusammenhang mit seiner Brigade am 12.04.1941 im Wehrmachtsbericht genannt.
Nach Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion, wird er mit Wirkung vom 28.08.1941 in die Führer-Reserve nach Wien versetzt, um mit Wirkung zum 25.09.1941 das Kommando über die 22. Panzerdivision zu übernehmen. Mit Wirkung vom 08.10.1942 befindet er sich jedoch wieder in der Reserve im Wehrkreis XVII und übernimmt mit Wirkung zum 30.04.1943 den Posten des Inspekteurs der Wehrersatzinspektion Wien, wo er für die Ausbildung verwundeter Offiziere zuständig war. Vor Antritt seiner neuen Dienststellung wurde er am 20.04.1943 zum Generalleutnant befördert. Als solcher gerät er am 08.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 11.06.1947 wieder entlassen wurde.
Wilhelm von Apell verstarb am 07.03.1969 in Varnhalt in Baden-Württemberg.

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