Dietrich Ascher wurde am 23.04.1923 in Graz - Ortsteil Gröbening -
als Sohn eines Arztes in der
Steiermark geboren. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er ab Herbst 1940
den Arbeitsdienst und trat im Januar 1941 dem Gebirgsjäger-Regiment 138 bei.
Am 05.02.1941 meldete er sich freiwillig zur Sturmartillerie und wird der 17. Batterie des Artillerie-Lehr-Regiments (mot.) in
Jüterbog zugeteilt. Nach seiner Ausbildung wird er schließlich in die Sturmgeschütz-Abteilung
185 versetzt. Im Rahmen der Abteilung beginnt für Ascher der Ostfeldzug an der
nördlichen Ostfront, wo er am Vormarsch nach Leningrad teilnimmt.
In den folgenden Jahren kommt er am Wolchow, am Ladoga See, im Kessel von
Welikije Luki zum Einsatz und wird anschließend an die Artillerieschule nach
Groß-Born, bzw. zur Sturmgeschützschule nach Burg kommandiert. Von dort wird
er zur Sturmgeschütz-Abteilung 259 versetzt, mit der er an den Kämpfen im Raum
Tiraspol teilnimmt. In diese Zeit fällt am 25.01.1944 die Beförderung zum
Leutnant der Reserve und im Juni die Verlegung nach Bialystok. Hier beginnt
für die Abteilung der Rückzug nach Ostpreußen.
So deckte die Abteilung im Januar 1945 den Rückzug der
21. Infanterie-Division nach
Gumbinnen. Weiterhin unterstützte die Abteilung am 07.02.1945 den Angriff des
Grenadier-Regiments 24 auf Liebhausen, wobei der Gegner ca. 20 Kilometer
zurückgeworfen werden konnte. Es folgten weitere Einsätze nördlich des Walschtals bei Layß, in Wilknitt und Perbanden.
Die 21. Infanterie-Division, der die Abteilung unterstellt war, konnte sich
immer auf Ascher verlassen und schlug ihn deshalb zum Ritterkreuz vor.
Während des Prozesses der Genehmigung wurde die Abteilung am 14.02.1945 in
Sturmgeschütz-Brigade 259 umbenannt und so erhielt Ascher am 28.02.1945 als
Leutnant der Reserve, Geschütz-Führer und Führer des 3. Zuges der 2. Batterie
das Ritterkreuz.
Kurze Zeit später verwundet, wird er am 18.03.1945 mittels eines
Lazarettschiffes über Ostpreußen ins Reich gebracht.
Ascher überlebte den Krieg und machte anschließend Karriere als
Industrieller. Zuletzt Kommerzialrat und Vorstandsmitglied eines großen
österr. Unternehmens, genießt Dietrich Ascher nach wie vor seinen
wohlverdienten Lebensabend.