Ritterkreuzträger
Wilhelm Bach
Oberstleutnant der Reserve, Schützentruppe







Wilhelm Georg Adam Bach wurde am 05.11.1892 in Oberöwisheim/Bruchsal geboren.
Am 08.08.1914 trat er als Kriegsfreiwilliger dem Rekruten-Depot des 1.
Badischen-Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109 bei und kam am 16.12.1914 in das
Reserve-Infanterie-Regiment 109, mit dem er an den Stellungskämpfen im Artois
westlich Bapaume teilnahm.
Bach absolvierte vom 27.03.1915 bis zum 08.05.1915 einen
Offiziers-Aspiranten-Kurs in Bapaume, bzw. vom 01.06.1915 bis zum 08.07.1915
im Sennelager. Nach Kämpfen an der Somme und in der Champagne wird er, seit
dem 08.12.1915 Leutnant der Reserve, am 21.10.1916 verwundet und gerät dabei
in britische Gefangenschaft, aus der er am 07.11.1919 wieder nach Deutschland
zurückkehrt. Dort wird er zunächst Pfarrer und nimmt vom 04.06.1916 bis
zum 02.07.1936 an einer Reserveübung der 2. Kompanie des Infanterie-Regiments
14 in Konstanz, als Leutnant der Reserve a.D., teil. Am 30.01.1937 erfolgte
die Beförderung zum Oberleutnant der Reserve, sowie vom 01.04.-28.04.1937,
07.03.-12.03.1938, 09.07.1938-20.08.1938, 28.09.-08.10.1938 und vom
19.06.-15.07.1939 eine Reserveübung.
Am 26.08.1939 wird Bach mobilgemacht und in die 6. Kompanie des
Infanterie-Regiments 110 versetzt, wo er am 16.09.1939 zum Hauptmann der
Reserve Beförderung wurde. Bach nimmt so an den Vorfeldkämpfen zwischen Mosel
und Rhein teil und wird bis zum 31.01.1940 im Rückwärtigen Heeresgebiet
eingesetzt.
Am 01.02.1940 kommt Bach ins II. Bataillon des Infanterie-Regiments 104, wo er
das Kommando über die 6. Kompanie übernimmt und später die 7. Kompanie des
neuen Schützen-Regiments (mot.) 104 bzw. die 10. Kompanie und nimmt so an den
Kämpfen in Frankreich teil.
Nach Verlegung des Regiments nach Nordafrika erhält er als Hauptmann der Reserve und
Führer des I. Bataillons des
Schützen-Regiments 104 erhielt er am 09.07.1941 das Ritterkreuz, für die
persönliche Entscheidung den Halfaya-Pass, für drei Tage ohne äußere
Verbindung, unter allen Umständen zu halten.
Später zum Major der Reserve befördert erhält er am 07.10.1941 das Kommando
über das I. Bataillon. Bach, sein Spitzname war "Pastor des Fegefeuers", führte
den Befehl, den Halfaya-Pass auch dieses mal zu halten, bis zum
17.01.1942 aus und ging zusammen mit seinem gesamten Bataillon in
britische Gefangenschaft.
Bach kam nach Südafrika und danach in kanadische Kriegsgefangenschaft, wo er am
22.12.1942
im Chorley-Park-Militär-Hospital in Toronto, nach einer Krebsoperation,
verstarb. Posthum wurde er zum Oberstleutnant der Reserve befördert.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE