Ritterkreuzträger
Fritz Backhauss
Major, Gebirgsjäger









Fritz Gustav Backhauss wurde am 09.02.1915 in Halberstadt geboren und trat
am 04.04.1934 der 11. Kompanie des 4. (Preuß.) Infanterie-Regiments bei und
wechselte am 24.09.1934 in die 9. bzw. am 01.04.1935 in die 2. Kompanie des
Infanterie-Regiments Stargard. Zu der 2. Kompanie gehörte er auch nach der
Umbenennung des Regiments in das Infanterie-Regiment 25 am 15.10.1935.
Nach dem Besuch der Kriegsschule München vom 03.01. bis zum 24.10.1936, erhält
er am 02.11.1936 eine Kommandierung zum Waffen-Lehrgang an der
Infanterie-Schule. Während diesem Lehrgang, wird er zwischenzeitlich am
09.02.1937, mit Wirkung zum 25.02.1937 in das Infanterie-Regiment 119
versetzt.
Seit dem 12.10.1937 in der 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 13, wechselt
er dort am 26.06.1939 in die 1. Kompanie und wird dort mit Beginn des
Feldzuges gegen Polen, am 01.09.1939, zum Zugführer ernannt. Nach Ende der
Kämpfe wechselt Backhauss laut Meldung vom 20.10.1939 in die 4. Kompanie des
Regiments und übernimmt am 20.01.1940 zunächst die Führung dann das Kommando
über die 3. (Jäger-) Kompanie des Regiments, das dann in
Gebirgs-Jäger-Regiment 13 umbenannt wird. Im West- (wo er am 05.06.1940 leicht
durch einen Streifschuss am linken Unterarm verwundet wird) und Balkan-Feldzug
im Einsatz, steht er auch ab dem 22.06.1941 im Kampf gegen die Sowjetunion, wo
er bereits am 29.06.1941 erneut leicht durch einen Granatsplitter im Gesicht
verwundet wird. Dort wird er im Januar 1942 zum stellvertretenden Führer des
I. Bataillons ernannt, übernimmt dann im Juli 1942 die Führung des
Feld-Ersatz-Bataillons 94 und ist von August bis September Führer des
Marsch-Bataillons 4/4.
Am 15.10.1942 übernimmt er die Führung des III. Bataillons, das er bereits am
30.09.1942 übernommen hatte und wird am 18.04.1943 bei der 15. Kompanie
mittelschwer verwundet, nachdem ihn ein Granatsplitter am linken Oberschenkel
und am Unterkiefer traf. Ins Lazarett verlegt und gesundet, wird er am
01.09.1943 zum Kommandeur des III. Bataillons ernannt, das er bereits am
16.08.1943 übernommen hatte. Als Kommandeur wird er am 10.09.1943 erneut
mittelschwer verwundet, nachdem ihn ein Granatsplitter an der rechten
Brustseite und an der Schulter traf. Dennoch konnte er bei der Truppe
verbleiben.
In der Nacht vom 11. auf den 12.01.1944 schloss er mit seinem Bataillon eine
Einbruchstelle von ca. 50 Panzern, mit schnell zusammengerafften Kräften im
Gegenangriff ab. Dabei wehrte er die nachstossende Infanterie in der Stärke
eines Regiments in schweren Kämpfen ab. Damit verminderte er die Stosskraft
des Gegners in die tiefe Flanke der 1. Infanterie-Division und der Division
die bei Winniza im Einsatz standen, womit der Eingriff von Backhauss von
entscheidender Bedeutung für den Ablauf der weiteren Operationen war. Dafür
erhielt er als 17. Soldat der 4. Gebirgs-Division, am 08.02.1944, als
Hauptmann und Kommandeur des III. Bataillons des Gebirgs-Jäger-Regiments 13,
das Ritterkreuz.
Mit Wirkung vom 04.10.1944 in die Führer-Reserve versetzt, erfolgte mit
Wirkung vom 15.12.1944 die Versetzung an die Gebirgs-Jäger-Schule Mittenwald
zur Einarbeitung als Lehrgruppen-Kommandeur.
Bei Kriegsende Führer einer Kampfgruppe im Raum Innsbruck, gerät er am
10.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 21.06.1945 entlassen
wird.
Nach einer kurzen zeit als Zivilist trat er am 26.04.1956 als Major der
Bundeswehr bei, wird zum Lehrgang I bei Lehrstab Sonthofen kommandiert
und legt dort bis zum 23.06.1956 seine Eignungsprüfung ab.
Ab dem 23.06.1956 Hörsaalleiter an der Infanterie-Schule in Hammelburg, wird
er am 20.09.1956 zum Berufssoldaten ernannt und übernimmt am 01.04.1958 den
Posten des Inspektions-Chefs an der Infanterie-Schule in Hammelburg.
Am 02.01.1959 ist er S3-Offizier und stellvertretender Kommandeur des
Grenadier-Bataillons 1 in Hannover. Von dort wechselt er am 01.04.1959 als
Chef der Stabs-Kompanie und stellvertretender Kommandeur zum
Panzer-Grenadier-Bataillon 11 in Hannover, dessen Kommando er am 16.10.1959
übernimmt.
Ab dem 26.06.1961 erhält er eine Einweisung als Taktiklehrer an der
Panzertruppenschule Munster und arbeitet dann als eben solcher ab dem
01.07.1961. Vom 22.10. bis zum 31.10.1963 nimmt er an einem Kurzlehrgang über
Atomwaffen an der Artillerieschule Eschweiler, sowie vom 14.09. bis zum
25.09.1965 am Lehrgang für eine Advanced Weapons Orientierung.
Ab dem 01.10.1966 Personal-Stabs-Offizier im PSA-BW Köln, wird er Anfang März
1971 in das Bundeswehr-Krankenhaus Koblenz eingeliefert, wo er am 07.03.1971
infolge einer Erkrankung verstarb. Seine planmäßige Pensionierung wäre am
31.03.1971 erfolgt.