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Ritterkreuzträger Curt Badinski
Generalleutnant

   
      
Curt Rudolf Theodor Badinski wurde am 17.05.1890 in Grebenstein im Kreis
Hofgeismar/Preußen geboren.
Am 15.01.1910 meldete er sich als Fahnenjunker zum Lauenburgischen
Jäger-Bataillon Nr. 9 in Ratzeburg, wo er am 27.05.1910 zum Oberjäger
befördert wurde.
Nach Besuch der Kriegsschule Potsdam, vom 10.08.1910 bis zum 04.05.1911 und
der Rückkehr zum Bataillon, wird Badinski am 16.06.1911 zum Leutnant befördert
und Zugführer in der 2. bzw. 4. Kompanie.
Am 09.07.1913 wird er zu einem MG-Kursus nach Elsenborn, bzw. am 30.09.1913 in
die Gewehrfabrik Spandau und am 02.02.1914 in die Artillerie-Werkstatt Spandau
zum 1. Kursus beim Offizier der MG-Kompanie in der Instandsetzung des
MG-Geräts kommandiert.
Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges zieht er als MG-Zugführer seines Bataillons
ins Feld und wird am 26.08.1914 Führer der MG-Kompanie des Jäger-Bataillons 9.
Anfang Februar 1915 wird er zum Bataillons-Adjutanten ernannt und als solcher
am 29.06.1915 bei Anterpiore durch einen Granatsplitter am Gesäß und am linken
Fuß verwundet.
Nach Ausheilung der Verwundung wird er am 02.10.1915 dem Ersatz-Truppenteil
seines Bataillons zugewiesen und am 04.01.1916 als Adjutant zum Feld-Bataillon
versetzt.
Am 10.04.1916 wird er zum Bataillons- und Abschnitts-Adjutanten
Hermannsweilerkopf ernannt und als solcher am 18.08.1916 zum Oberleutnant
befördert.
Am 02.09.1916 übernimmt er die Führung der 1. Kompanie, bzw. am 05.11.1916 die
der 2. MG-Kompanie.
Am 15.01.1917 wird er als MG-Offizier zur 302. Infanteriedivision versetzt und
kehrt am 05.04.1917, als Führer der Radfahr-Kompanie, zum Jäger-Bataillon 7
zurück.
Bereits am 29.04.1917 tritt er seine neue Dienststellung als Adjutant der 22.
Infanterie-Brigade an und nimmt vom 10.05.1918 bis zum 16.05.1918 am
Führer-Kurs des AOK 11 in Prilep teil. Zu seiner Einheit zurückgekehrt beginnt
am 08.08.1918 die Kommandierung als Ic zum Generalkommando 62 und ab
10.09.1918 als Ia zum Gruppenstab des Generals Wehl.
Am 01.01.1919 ist er Adjutant des Infanterie-Regiments 297 im schlesischen
Grenzschutz, wird aber am 15.02.1919 zum Adjutanten der 22. Infanterie-Brigade
ernannt um diese zu demobilisieren.
Am 18.04.1919 wird Badinski mit der Wahrnehmung der
Regiments-Adjutanten-Geschäfte im Abschnitt Landshut beauftragt und erhält am
07.07.1919 zeitweise die Regimentsadjutantenstelle im Infanterie-Regiment 395,
dem späteren Infanterie-Regiment 92.
Vom 03.02. bis 10.02.1920 wird er zum Bildungskurs beim VI. Armeekorps nach
Breslau kommandiert und am 01.03.1920 zum Infanterie-Regiment 12 versetzt,
wobei er jedoch vorläufig bei der Abwicklungsstelle des Infanterie-Regiments
92 verbleibt.
Am 16.05.1920 wechselt Badinski in Reichswehr-Infanterie-Regiment 12, dem
späteren Infanterie-Regiment 12, wo er dem I. Bataillon zugeteilt wurde. Mitte
Juli 1920 wechselt er ins Reichswehr-Infanterie-Regiment 11, wird aber bereits
am 24.07.1920 Zugführer in der 3. Kompanie des Gebirgsjäger-Bataillons 11, wo
er ebenfalls den Posten des Fürsorge-Offiziers übernimmt.
Mit Wirkung vom 01.10.1920 wird er Zugführer in der 15. Kompanie, bzw. am
13.11. der 1. Kompanie, des Infanterie-Regiments 6. Am 15.01.1921 wird er in
die 14. Kompanie kommandiert und am 01.04.1921 in die 4. Kompanie versetzt,
wobei er jedoch in seinem Kommando verbleibt.
Vom 25.04. bis 30.04.1921 absolviert Badinski eine Wehrkreisprüfung und wird
am 01.10.1921 Kompanie-Offizier in der 1. Kompanie seines Regiments.
Nach einem MG-Lehrgang im November 1921 und einer Ausbildung zum Fahr- und
Gerätelehrer von Februar bis April 1922, kommt er am 01.10.1922 zum
Ausbildungs-Bataillon des Regiments.
Am 01.03.1923 ist er Kompanie-Offizier in der MW-Kompanie und wird vom 20.10.
bis 23.11.1923 in Sachsen mobil verwendet. Am 01.10.1923 war er zum Hauptmann
befördert worden.
Am 01.10.1924 erfolgte die Versetzung als Fürsorge-Offizier in das
Ausbildungs-Bataillon, bzw. am 01.10.1925 die Versetzung als Chef der 15.
Kompanie zum 6. Infanterie-Regiment.
Mit Wirkung vom 01.11.1926 wird er Chef der 15. Kompanie des 2. (Preuß.)
Infanterie-Regiments, bzw. am 01.10.1929 der 2. Kompanie.
Vom 26.05. bis 04.06.1^932 nimmt er an einer Lehrreise für Waffenschulen im
Raum Bayreuth teil und wird mit Wirkung vom 01.10.1932 in den Stab des
Gruppen-Kommandos I kommandiert, wo er bis zum 30.06.1933 einen
Offiziers-Fortbildungskurs absolviert und vom 01.08.1932 bis zum 31.05.1933
den sog. "Reinhardt-Kursus" besucht.
Mit Wirkung vom 01.10.1932 wird er dem 1. (Preuß.) Infanterie-Regiment
zugeteilt und kommt mit Wirkung vom 01.07.1933, unter Aufhebung seiner
bisherigen Kommandierung, in den Stab des Gruppenkommandos I in Berlin, wo er
zur Infanterieschule kommandiert wird. Dort wird er am 01.08.1933 zum Major
befördert.
Am 01.01.1935 beginnt er seine Stellung als Taktiklehrer an der Kriegsschule
Dresden und wird als solcher am 16.03.1936 zum Oberstleutnant befördert.
Am 06.10.1936 wird er Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments
16, währenddessen er Auswahlreisen für Lehrgangs-Leiter an Kriegsschulen
unternimmt, wobei er für die Kriegsschule Hannover vorgesehen war. Hier wird
er am 31.07.1938 zum Oberst befördert.
Im Zuge der allgemeinen Mobilmachung übernimmt Badinski am 26.08.1939 das
Kommando über das Infanterie-Regiment 489. Im Winter 1940/41 übernimmt er
weiterhin die Leitung der Kompanieführer-Lehrgänge des AOK 11 auf dem
Truppenübungsplatz Bergen. Mit seinem Regiment nimmt er am Feldzug in
Frankreich sowie gegen die Sowjetunion teil. Dort gelang es dem Regiment am
09.09.1941 bis an den Südrand der Stadt Krasnogwardeisk zu gelangen. Damit war
die 1. Ausgangslage für einen Angriff auf die Stadt eingenommen. Trotz offener
rechter Flanke wehrte das Regiment sämtliche Gegenangriffe, zum Teil mit
52t-Panzern ab und hielt die Stellung. Dafür wurde Badinski zum Ritterkreuz
eingereicht, welches ihm am 11.10.1941 verliehen wurde.
Nach der Versetzung in die Führer-Reserve, am 06.01.1942, übernimmt Badinski
am 17.01.1942 die Führung der 23. Infanterie-Division, bzw. am 24.01.1942,
unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor, das Kommando.
Ab 29.07.1942 erneut in der Führer-Reserve, erhält er am 24.08.1942 die
Ernennung zum Kommandeur der 292. Infanterie-Division, die jedoch am 25.08.
wieder aufgehoben wird. Stattdessen wird er am 28.09.1942, mit Wirkung vom
01.09.1942, zum Kommandeur der 269. Infanterie-Division ernannt.
Am 16.11.1942 wird er Territorialabschnittsbefehlshaber "Bergen" und als
solcher am 10.03.1943 zum Generalleutnant befördert.
Am 25.11.1943 in die Reserve versetzt, wird er am 10.12.1943 Kommandeur der
276. Infanterie-Division und gerät am 21.08.1944 im Kessel von Falaise in
amerikanische Kriegsgefangenschaft. Dort kommt er zunächst ins Camp 11 und wird
dann in die USA verlegt.
Am 21.06.1947 wird er aus dem Lager Allendorf bei Marburg/Lahn entlassen.
Einem sowjetisches Auslieferungsersuchen wurde nicht stattgegeben.
Curt Badinski verstarb am 27.02.1966 in Oldenburg.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Fahnenjunker |
15.01.1910 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
18.09.1914 |
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Fahnenjunker-Oberjäger |
27.05.1910 |
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Kgl. Bayr. Militär-Verdienstorden IV. Klasse mit Schwertern |
17.10.1914 |
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Fähnrich |
22.08.1910 |
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Hamburgisches Hanseatenkreuz |
10.07.1916 |
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Leutnant |
16.01.1911 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
27.01.1917 |
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Oberleutnant |
18.08.1916 |
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Sachsen-Meiningisches Ehrenkreuz für Verdienst im Kriege |
08.06.1917 |
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Hauptmann |
01.10.1923 |
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Türkischer Eiserner Halbmond |
04.07.1917 |
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Major |
01.08.1933 |
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Kgl. Bulg. Tapferkeitsorden IV. Klasse, II. Stufe mit Schwertern |
10.08.1917 |
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Oberstleutnant |
01.03.1936 |
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Verwundeten-Abzeichen in Schwarz - 1. WK |
05.04.1918 |
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Oberst |
01.08.1938 |
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K.u.K. Österr. Militär-Verdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration |
15.07.1918 |
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Generalmajor |
01.02.1942 |
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Ritterkreuz von Hohenzollern mit Schwertern |
22.11.1918 |
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Generalleutnant |
01.03.1943 |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
26.01.1935 |
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Dienstauszeichnung Heer 1. Klasse |
02.10.1936 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
25.05.1940 |
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|
Eisernes Kreuz I. Klasse |
29.06.1940 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
11.10.1941 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
14.08.1942 |
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ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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