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Ritterkreuzträger Curt Badinski
Generalleutnant

29.06.194025.05.194014.08.1942

27.01.191718.09.191417.10.191410.07.191605.03.191826.01.1935

Curt Rudolf Theodor Badinski wurde am 17.05.1890 in Grebenstein im Kreis Hofgeismar/Preußen geboren.
Am 15.01.1910 meldete er sich als Fahnenjunker zum Lauenburgischen Jäger-Bataillon Nr. 9 in Ratzeburg, wo er am 27.05.1910 zum Oberjäger befördert wurde.
Nach Besuch der Kriegsschule Potsdam, vom 10.08.1910 bis zum 04.05.1911 und der Rückkehr zum Bataillon, wurde Badinski am 16.06.1911 zum Leutnant befördert und Zugführer in der 2. bzw. 4. Kompanie.
Am 09.07.1913 wurde er zu einem MG-Kursus nach Elsenborn, bzw. am 30.09.1913 in die Gewehrfabrik Spandau und am 02.02.1914 in die Artillerie-Werkstatt Spandau zum 1. Kursus beim Offizier der MG-Kompanie in der Instandsetzung des MG-Geräts kommandiert.
Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges zog er als MG-Zugführer seines Bataillons ins Feld und wurde am 26.08.1914 Führer der MG-Kompanie des Jäger-Bataillons 9.
Anfang Februar 1915 wurde er zum Bataillons-Adjutanten ernannt und als solcher am 29.06.1915 bei Anterpiore durch einen Granatsplitter am Gesäß und am linken Fuß verwundet.
Nach Ausheilung der Verwundung wurde er am 02.10.1915 dem Ersatz-Truppenteil seines Bataillons zugewiesen und am 04.01.1916 als Adjutant zum Feld-Bataillon versetzt.
Am 10.04.1916 wurde er zum Bataillons- und Abschnitts-Adjutanten Hermannsweilerkopf ernannt und als solcher am 18.08.1916 zum Oberleutnant befördert.
Am 02.09.1916 übernahm er die Führung der 1. Kompanie, bzw. am 05.11.1916 die der 2. MG-Kompanie.
Am 15.01.1917 wurde er als MG-Offizier zur 302. Infanterie-Division versetzt und kehrte am 05.04.1917, als Führer der Radfahr-Kompanie, zum Jäger-Bataillon 7 zurück.
Bereits am 29.04.1917 trat er seine neue Dienststellung als Adjutant der 22. Infanterie-Brigade an und nahm vom 10.05.1918 bis zum 16.05.1918 am Führer-Kurs des AOK 11 in Prilep teil. Zu seiner Einheit zurückgekehrt begann am 08.08.1918 die Kommandierung als Ic zum Generalkommando 62 und ab 10.09.1918 als Ia zum Gruppenstab des Generals Wehl.
Am 01.01.1919 war er Adjutant des Infanterie-Regiments 297 im schlesischen Grenzschutz, wurde aber am 15.02.1919 zum Adjutanten der 22. Infanterie-Brigade ernannt um diese zu demobilisieren.
Am 18.04.1919 wurde Badinski mit der Wahrnehmung der Regiments-Adjutanten-Geschäfte im Abschnitt Landshut beauftragt und übernahm ab dem 07.07.1919 zeitweise die Regimentsadjutantenstelle im Infanterie-Regiment 395, dem späteren Infanterie-Regiment 92.
Vom 03.02. bis 10.02.1920 wurde er zum Bildungskurs beim VI. Armeekorps nach Breslau kommandiert und am 01.03.1920 zum Infanterie-Regiment 12 versetzt, wobei er jedoch vorläufig bei der Abwicklungsstelle des Infanterie-Regiments 92 verblieb.
Am 16.05.1920 wechselte Badinski in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 12, dem späteren Infanterie-Regiment 12, wo er dem I. Bataillon zugeteilt wurde. Mitte Juli 1920 wechselte er ins Reichswehr-Infanterie-Regiment 11, wurde aber bereits am 24.07.1920 Zugführer in der 3. Kompanie des Gebirgsjäger-Bataillons 11, wo er ebenfalls den Posten des Fürsorge-Offiziers übernahm.
Mit Wirkung vom 01.10.1920 wurde er Zugführer in der 15. Kompanie, bzw. am 13.11. der 1. Kompanie, des Infanterie-Regiments 6. Am 15.01.1921 wurde er in die 14. Kompanie kommandiert und am 01.04.1921 in die 4. Kompanie versetzt, wobei er jedoch in seinem Kommando verblieb.
Vom 25.04. bis 30.04.1921 absolvierte Badinski eine Wehrkreisprüfung und wurde am 01.10.1921 Kompanie-Offizier in der 1. Kompanie seines Regiments.
Nach einem MG-Lehrgang im November 1921 und einer Ausbildung zum Fahr- und Gerätelehrer von Februar bis April 1922, kam er am 01.10.1922 zum Ausbildungs-Bataillon des Regiments.
Am 01.03.1923 war er Kompanie-Offizier in der MW-Kompanie und wurde vom 20.10. bis 23.11.1923 in Sachsen mobil verwendet. Am 01.10.1923 war er zum Hauptmann befördert worden.
Am 01.10.1924 erfolgte die Versetzung als Fürsorge-Offizier in das Ausbildungs-Bataillon, bzw. am 01.10.1925 die Versetzung als Chef der 15. Kompanie zum 6. Infanterie-Regiment.
Mit Wirkung vom 01.11.1926 wurde er Chef der 15. Kompanie des 2. (Preuß.) Infanterie-Regiments, bzw. am 01.10.1929 der 2. Kompanie.
Vom 26.05. bis 04.06.1^932 nahm er an einer Lehrreise für Waffenschulen im Raum Bayreuth teil und wurde mit Wirkung vom 01.10.1932 in den Stab des Gruppen-Kommandos I kommandiert, wo er bis zum 30.06.1933 einen Offiziers-Fortbildungskurs absolvierte und vom 01.08.1932 bis zum 31.05.1933 den sog. "Reinhardt-Kursus" besuchte.
Mit Wirkung vom 01.10.1932 wurde er dem 1. (Preuß.) Infanterie-Regiment zugeteilt und kam mit Wirkung vom 01.07.1933, unter Aufhebung seiner bisherigen Kommandierung, in den Stab des Gruppenkommandos I in Berlin, wo er zur Infanterieschule kommandiert und am 01.08.1933 zum Major befördert wurde.
Am 01.01.1935 begann er seine Stellung als Taktiklehrer an der Kriegsschule Dresden und wurde als solcher am 16.03.1936 zum Oberstleutnant befördert.
Am 06.10.1936 wird er Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 16, der 22. Infanterie-Division, währenddessen er Auswahlreisen für Lehrgangs-Leiter an Kriegsschulen unternahm, wobei er für die Kriegsschule Hannover vorgesehen war. Hier wurde er am 31.07.1938 zum Oberst befördert.
Im Zuge der allgemeinen Mobilmachung übernahm Badinski am 26.08.1939 das Kommando über das Infanterie-Regiment 489. Im Winter 1940/41 übernahm er weiterhin die Leitung der Kompanieführer-Lehrgänge des AOK 11 auf dem Truppenübungsplatz Bergen. Mit seinem Regiment nahm er am Feldzug in Frankreich sowie gegen die Sowjetunion teil. Dort gelang es dem Regiment am 09.09.1941 bis an den Südrand der Stadt Krasnogwardeisk zu gelangen. Damit war die 1. Ausgangslage für einen Angriff auf die Stadt eingenommen. Trotz offener rechter Flanke wehrte das Regiment sämtliche Gegenangriffe, zum Teil mit 52t-Panzern ab und hielt die Stellung. Dafür wurde Badinski zum Ritterkreuz eingereicht, welches ihm am 11.10.1941 verliehen wurde.
Nach der Versetzung in die Führer-Reserve, am 06.01.1942, übernahm Badinski am 17.01.1942 die Führung der 23. Infanterie-Division, bzw. am 24.01.1942, unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor, das Kommando der Division.
Ab 29.07.1942 erneut in der Führer-Reserve, erhielt er am 24.08.1942 die Ernennung zum Kommandeur der 292. Infanterie-Division, die jedoch am 25.08. wieder aufgehoben wurde. Stattdessen wurde er am 28.09.1942, mit Wirkung vom 01.09.1942, zum Kommandeur der 269. Infanterie-Division ernannt.
Am 16.11.1942 wurde er Territorialabschnittsbefehlshaber "Bergen" und als solcher am 10.03.1943 zum Generalleutnant befördert.
Am 25.11.1943 in die Reserve versetzt, wurde er am 10.12.1943 Kommandeur der 276. Infanterie-Division und geriet am 21.08.1944 im Kessel von Falaise in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Dort kam er zunächst ins Camp 11 und wurde dann in die USA verlegt.
Am 21.06.1947 wurde er aus dem Lager Allendorf bei Marburg/Lahn entlassen. Einem sowjetisches Auslieferungsersuchen wurde nicht stattgegeben.
Curt Badinski verstarb am 27.02.1966 in Oldenburg.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 15.01.1910 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 18.09.1914
Fahnenjunker-Oberjäger 27.05.1910 Kgl. Bayr. Militär-Verdienstorden IV. Klasse mit Schwertern 17.10.1914
Fähnrich 22.08.1910 Hamburgisches Hanseatenkreuz 10.07.1916
Leutnant 16.01.1911 Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 27.01.1917
Oberleutnant 18.08.1916 Sachsen-Meiningisches Ehrenkreuz für Verdienst im Kriege 08.06.1917
Hauptmann 01.10.1923 Türkischer Eiserner Halbmond 04.07.1917
Major 01.08.1933 Kgl. Bulg. Tapferkeitsorden IV. Klasse, II. Stufe mit Schwertern 10.08.1917
Oberstleutnant 01.03.1936 Verwundeten-Abzeichen in Schwarz - 1. WK 05.04.1918
Oberst 01.08.1938 K.u.K. Österr. Militär-Verdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration 15.07.1918
Generalmajor 01.02.1942 Ritterkreuz von Hohenzollern mit Schwertern 22.11.1918
Generalleutnant 01.03.1943 Ehrenkreuz für Frontkämpfer 26.01.1935
Dienstauszeichnung Heer 1. Klasse 02.10.1936
Eisernes Kreuz II. Klasse  25.05.1940
Eisernes Kreuz I. Klasse  29.06.1940
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 11.10.1941
Medaille Winterschlacht im Osten 14.08.1942

Buchhinweise:

               

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