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Ritterkreuzträger Johann Baldauf
Feldwebel, Gebirgspioniere

   
Johann Baldauf wurde am 14.12.1918 in Lechen im Kreis
Mürzzuschlag in der Steiermark, möglicherweise als Sohn eines Landwirts, geboren und wurde am 03.10.1940 zur 1. Kompanie
des Gebirgs-Pionier-Ersatz-Bataillons 82 in Schwaz eingezogen.
Laut Meldung vom 08.02.1941 gehörte er zur Pionier-Kolonne 91 und nimmt mit
dieser am Feldzug in Griechenland teil. Dem folgte der Einsatz an der
Ostfront, wo er mit Meldung vom November 1941 der leichten Pionier-Kolonne des
Gebirgs-Pionier-Bataillons 91 in Nordfinnland/Lappland angehörte. Dort wird er
am 30.04.1942 bei Seenenge nordwestlich der Liza-Buch durch einen Durchschuss
im linken Arme, sowie am 03.10.1943 durch einen Granatsplitter im rechten
Oberschenkel verwundet.
Wieder genesen wechselt er laut Meldung vom 01.04.1944 von der 1. Kompanie in
die 3. Kompanie des Gebirgs-Pionier-Bataillons 91, wo er mit Meldung vom
18.11.1944 zum Zugführer ernannt wurde.
Als die deutschen Verbände nach dem Abfall Finnlands, den Rückzug aus ihren
Stellungen antraten, entstand bei Kirkenes eine kritische Lage. Eine in Brand
gesetzte Brücke auf dem Weg zum Flugplatz Kirkenes ging in Folge Versagens der
Sprengladung nur teilweise in die Luft, womit die Gefahr bestand, daß die
Brücke in die Hand des Gegners geriet, der damit einen leichten Flussübergang
erreicht hätte. Kurz entschlossen kletterte Baldauf, ohne Befehl, über die
brennende Brücke zum Feindufer, ohne Beachtung selbst in die Luft gesprengt zu
werden und ohne auf das gegnerische Feuer zu achten und führte die Sprengung,
trotz feindlichen Abwehrfeuers,
endgültig durch. Damit trug er wesentlich dazu bei, daß sich die Division
unbedrängt zurückziehen konnte und erhielt dafür am 18.11.1944 als Feldwebel
und Zugführer in der 3. Kompanie des Gebirgs-Pionier-Bataillons 91 der
6. Gebirgs-Division, das Ritterkreuz.
Johann Baldauf, nur kurz in Gefangenschaft, verstarb am 21.05.1960 in Hard, Kreis Steiermark in Österreich
nach einem Unfall.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter (laut Meldung) |
30.04.1942 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
03.12.1943 |
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Unteroffizier (laut Meldung) |
01.04.1944 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
15.10.1944 |
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Feldwebel (laut Meldung) |
18.11.1944 |
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Allgemeines Sturmabzeichen |
??? |
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Verwundeten-Abzeichen in Schwarz |
??? |
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Verwundeten-Abzeichen in Silber |
??? |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
18.11.1944 |
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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