Ritterkreuzträger
Karl-Ludwig Barths
Major, Sturmartillerie




Karl-Ludwig Barths wurde am 13.05.1920 in Kolbatz im Kreis
Greifenhagen/Pommern als Sohn eines Oberamtsmanns geboren.
Nach Eintritt in die 4. Batterie des Artillerie-Regiments 2 in Stettin, am
27.12.1937, kommt Barths am 15.11.1938 an die Kriegsschule Hannover und wird am
15.08.1939, als Oberfähnrich, Batterie-Offizier der 9. Batterie seines
Regiments.
Mit seiner Batterie nimmt er am Polen- und Frankreich-Feldzug teil, wobei er am
01.09.1939 zum Leutnant befördert wurde, und wird dann, am 12.08.1940 zur IV.
Abteilung des Artillerie-Lehr-Regiments (mot.) 2 nach Jüterbog kommandiert und
auf Sturmgeschütze umgeschult.
Mit Ende der Umschulung wird Barths am 09.10.1940 der Sturmgeschütz-Abteilung
191 zugeteilt, wo er die Posten eines Ordonnanz-Offiziers, eines Zugführers und
den eines Adjutanten übernimmt. Mit dieser Abteilung nimmt er am
Griechenland-Feldzug teil und am Einmarsch in die Sowjetunion. Am 15.10.1941
wird er zum Oberleutnant befördert und am 05.06.1942 Lehrer, sowie Batteriechef
in der III. Abteilung des Artillerie-Lehr-Regiments (mot.) 2 an der
Artillerieschule II, wo er am 05.06.1943 als Adjutant in den Stab wechselt.
Am 10.06.1943 zum Hauptmann befördert, wird Barths 5 Tage später Adjutant der
Sturmgeschützschule in Burg.
Am 03.07.1944 übernimmt er das Kommando über die 1. Batterie der
Sturmgeschütz-Brigade 393, wo er am 01.10.1944 die Führung der Brigade
übernimmt.
Am 12.10.1944 rollte die Brigade als letzte deutsche Einheit über die Dünabrücke
bei Riga, bevor diese am 13.10.1944 um 01.44 Uhr gesprengt wurde. Anschließend
zeichnete sich die Brigade bei den schweren Kämpfen um Frauenburg besonders aus.
Weiterhin trug Barths entscheidend dazu bei einen gegnerischen Durchbruch über Dzukste nach Windau zu verhindern und wurde dafür am 14.01.1945 mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 19.01.1945 wird er zum Kommandeur der Brigade ernannt und als solcher am
15.03.1945 zum Major befördert.