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550. Eichenlaubträger Rudolf Bacherer
Oberst der Reserve, Grenadiere

29.01.1942 als Rittmeister der Reserve und Kommandeur AA 156/56. ID01.09.194001.06.1940

Rudolf Bacherer wurde am 19.06.1895 in Pforzheim/Baden geboren.
Bacherer war vom 13.07.1914 bis zum 01.01.1919 aktiver Offizier im 3. Badischen Dragoner-Regiment "Prinz Karl" Nr. 22.
Ab dem 20.09.1935 gehörte er dem späteren Kavallerie-Regiment 18 an, wo er am 20.09.1935 zum Oberleutnant der Reserve und am 01.10.1937 zum Rittmeister der Reserve befördert wurde.
Am 26.08.1939 in der Aufklärungs-Abteilung 156 in Ludwigslust mobilgemacht, befindet er sich im Dezember 1939 in der 3. (schweren) Schwadron der Aufklärungs-Abteilung 35, kommt aber mit Meldung vom 04.06.1941 zurück in den Stab der Aufklärungs-Abteilung 156, nachdem er am Frankreich-Feldzug teilgenommen hatte.
Bacherer nimmt zusammen mit seiner Abteilung am Ostfeldzug teil und wird hier am 0912.1941 zum Major der Reserve befördert.
Am 05.06.1942 erhält er das Kommando über das Infanterie-Regiment 234 und kommt am 06.10.1942 aufgrund einer Verwundung in ein Reserve-Lazarett, wo er ab dem 04.01.1943 voraussichtlich "kv" geschrieben wird. Noch als Kommandeur erhielt er am 11.09.1942 die Beförderung zum Oberstleutnant der Reserve.
Am 04.01.1943 übernimmt er das nunmehrige Grenadier-Regiment 234 und erhält den Befehl, mit diesem am 11.08.1943 im Rahmen des Angriffes der 2. Panzerarmee im Raum um Suchinitschi einen dichten, verminten und mit starken Baumsperren versehenen Wald, ohne Artillerieunterstützung anzugreifen. Ein Angriff der normalerweise unerfüllbar war. Bacherer gelang es jedoch im Laufe des Tages sämtliche gegnerischen Stützpunkte mit seinem Regiment zu nehmen.
Am 13.08. erreichte das Regiment die Gegend um Mysin und wehrte dort mehrere Panzerangriffe ab. Weiterhin setzte sich das Regiment bis zum 15.08. in den Besitz der 5 Kilometer breiten Linie Mysin-Smetskije-Wys. Für den Angriffsgeist des Regiments wurde der Kommandeur zum Ritterkreuz eingereicht, das ihm am 30.10.1943 verliehen wurde. Zu dieser Zeit war Bacherer auf unbestimmte Zeit erkrankt und "gvH".
Am 31.10.1943 wird er in die Führer-Reserve versetzt und übernimmt am 05.12.1943 das Kommando über das verstärkte Grenadier-Regiment 1026. Das Kommando wird jedoch bereits am nächsten Tag aufgehoben. Stattdessen erhält er am 15.01.1944 das Kommando über das verstärkte Grenadier-Regiment 1021. Das Regiment wird zur Aufstellung des Grenadier-Regiments 1049 verwendet, dessen Kommando Bacherer am 06.02.1944 übernimmt.
Das der 77. Infanteriedivision unterstellte Regiment wird bei den Kämpfen in der Normandie eingesetzt und wurde, im Juni, durch den Durchbruch der Amerikaner auf der Halbinsel Cotentin eingeschlossen. Nach Ausfall des Divisionskommandeurs übernahm Bacherer die Führung der Kampfgruppe und schlug sich befehlsgemäß nach Süden durch. Als diese auf starke Sperrstellungen stieß, entschloss er sich entgegen dem Anraten seiner Kommandeure und der Übermüdung seiner Truppe zum Durchbruch. Durch Täuschung der wahren Angriffsrichtung gelang der Durchbruch durch die Stellungen des Gegners, wobei Bacherer an der Spitze seiner Soldaten kämpfte und die Verbindung zu weiter südlich stehenden eigenen Verbänden aufnahm. Für seinen persönlichen Einsatz wurde Bacherer am 11.08.1944 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet.
Im Zuge der Vernichtung des Regiments am 15.08.1944 bei St. Malo gerät er in Gefangenschaft, aus der er am 19.07.1947 entlassen wurde. Eine Beförderung zum Generalmajor konnte bisher nicht zwingend nachgewiesen werden.
Rudolf Bacherer verstarb am 06.07.1964 in Bad Krozingen/Baden-Württemberg.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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