Ritterkreuzträger
Artur Bahr
Hauptmann, Grenadiere








Artur Bahr wurde am 14.11.1920 in Neuendorf im Kreis Danzig-Land geboren
und trat am 26.10.1940 der 3. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 44 bei
und wird am 02.05.1941 zur 7. Kompanie, bzw. am 01.06.1941 in die 3. Kompanie
des Infanterie-Regiments 44 versetzt, wo er am 22.06.1941 den Posten eines
Gruppenführers übernimmt. Hier wird er auch am 01.07.1941 zum Unteroffizier
befördert.
Am 16.09.1941 nimmt er am 8. Offiziers-Anwärter-Lehrgang bei der 8. Inspektion
der Infanterieschule Potsdam teil und wird am 12.02.1942 zum Leutnant
befördert. Als solcher kommt er am 16.02.1942 als Zugführer ins
Infanterie-Ersatz-Bataillon 44 und wird am 22.03.1943 in die Führer-Reserve
der Heeresgruppe Nord versetzt.
Am 29.03.1942 kommt Bahr als Zugführer in die 3. Kompanie des
Infanterie-Regiments 44 und dort am 30.04.1943 zum Oberleutnant befördert.
Vorher wurde er am 02.05.1943 Bataillons-Adjutant des III. Bataillons.
Am 20.01.1944 zum Führer der 7. Kompanie ernannt wird er im März durch ein
Infanteriegeschoss an beiden Beinen verwundet, kommt aber sofort als
Kompanieführer in Grenadier-Ersatz-Bataillon 44.
Am 16.06.1944 wieder Führer und ab dem 24.07.1944 Chef der 7. Kompanie
zeichnet er sich im Sommer 1944 bei den Kämpfen um den Brückenkopf Kirischi
besonders aus.
Im Rahmen seiner Division nimmt Bahr an den Abwehrschlachten in Kurland teil,
so auch an der 2. mit Beginn am 19.11.1944. Das Grenadier-Regiment 44
zerschlug dabei den sich anbahnenden feindlichen Durchbruch in Richtung Libau
zwischen Vartaja und nördlich Engelpusi. Dabei bewies Bahr wiederholt
besondere Tapferkeit, wurde aber am 25.11.1944 durch ein Artilleriegeschoss in
Bauch und rechten Oberarm schwer verwundet. Aufgrund der Schwere der
Verwundungen verstarb Oberleutnant Artur Bahr am 27.11.1944 auf dem
Hauptverbandsplatz Eglienie.
Posthum erhielt er am 03.12.1944 das Ritterkreuz und wurde am 15.01.1945
nachträglich zum Hauptmann befördert.