Karl Baier wurde am 04.04.1916 in Homburg/Saar geboren und trat am
02.01.1937 der Wehrmacht bei, wo er zur 13. (IG) Kompanie des
Infanterie-Regiments 118 kam, wo er am 16.03.1940 zum Leutnant der Reserve
befördert wurde und als Zugführer am Feldzug gegen Frankreich teilnahm.
Nach dem Beginn des Feldzuges gegen Russland, wird Baier am 25.04.1942 zum
Oberleutnant der Reserve und am 31.03.1943 zum Hauptmann der Reserve
befördert, bis er am 13.07.1943 bei einem sowjetischen Feuerüberfall schwer
verwundet wurde.
Nach seiner Genesung kommt er am 19.01.1944 ins das I. Bataillon des
Grenadier-Regiments 570 und gehörte mit Meldung vom September 1944 in den Stab
des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 1036, dessen Kommando er wenig
später übernimmt.
Die 59. Infanteriedivision wurde Anfang September 1944 in den Raum
Hesdin-Bethune verlegt, um dort den Vormarsch der Alliierten zu stoppen. Bei
diesen Kämpfen zeichnete sich der Hauptmann der Reserve Baier bei der Abwehr
gegnerischer Angriffe bei Bethune und Armetieres bei La Lawe durch besondere
Tapferkeit aus und wurde durch den Divisionskommandeur zum Ritterkreuz
vorgeschlagen, welches ihm am 16.10.1944 verliehen wurde. Er war damit der
einzigste dieser Division der zu diesem Zeitpunkt das Ritterkreuz trug. Im
Zuge der Verleihung erhielt er noch 20 Tage Sonderurlaub nach Weidenthal bei
Kaiserslautern.
Karl Baier verstarb am 23.11.1970 in Kassel.