Kurt Bajorat wurde am 02.12.1922 in Groß Baum bei Labiau/Ostpreußen geboren
und trat am 02.10.1941 der 2. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 493
bei.
Am 07.03.1942 kommt Bajorat in die 4. Kompanie des Feld-Ersatz-Bataillons
206/2 und befindet sich laut Meldung vom 03.04.1942 in der 3. Kompanie des
Schützen-Regiments 13, dem späteren Panzergrenadier-Regiment 13.
Das Bataillon zu dem Bajorat gehörte, trat am 31.03.1944 gegen 12.00 Uhr zum
Angriff auf Zaczernece bei Kowel an. Der Angriff blieb jedoch kurz nach dem
Verlassen der Bereitstellung, einem Wald, in schweren Abwehrfeuer liegen. Der
Obergefreite Bajorat sprang jedoch an der Spitze seiner Kompanie vor und
stürmte auf die erste gegnerische Stellung vor, die er mit Handgranaten und
MP-Feuer ausschaltete. Durch sein Vorgehen kam der Angriff der zwei Kompanien
wieder in Gang. Bajorat, selbst dem Abwehrfeuer stark ausgesetzt, Feldflasche
und Kochgeschirr waren durch MG-Feuer durchsiebt, stürmte ungeachtet seiner
Kameraden weiter ins Dorf vor, schaltete den gegnerischen
Artillerie-Beobachter aus, wodurch das Artilleriefeuer aussetzte und trug so
entscheidend zur Eroberung des Dorfes bei. Bei dem Angriff wurde er verwundet
und kam dann ins Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 13 nach
Neiße, wo ihm für seinen kampfentscheidenden Einsatz am 15.05.1944 das
Ritterkreuz verliehen wurde.
Der zum Unteroffizier beförderte Kurt Bajorat fiel am 20.01.1945 bei den
Abwehrkämpfen bei Kattenau im Kreis Ebenrode/Ostpreußen.