Friedrich Banach wurde am 02.01.1916 in Gelsenkirchen geboren und absolvierte
vom 01.10.1936 bis zum 23.10.1937 seinen Arbeitsdienst bei der RAD-Abteilung
3/208 in Felbecke, wo er als Obervormann entlassen wurde.
Am 03.11.1937 trat Banach als Freiwilliger der 7. Kompanie des Panzer-Regiments
5 in Wünsdorf bei. Dort am 01.10.1938 zum Gefreiten befördert, wird er am
10.11.1938 in die 4. Kompanie des Panzer-Regiments 36, nach Schweinfurt
versetzt. Banach hatte am Einsatz im Sudetenland und der Tschechoslowakei
teilgenommen und zog am 01.09.1939 in den Polen-Feldzug. Nach Ende der Kämpfe
wird er am 01.10.1939 zum Unteroffizier befördert und erhält bis zum 31.10.1939
einen Erholungsurlaub nach Witten/Ruhr. Nach seiner Rückkehr nimmt er am
Frankreich-Feldzug teil und dann am Feldzug auf dem Balkan. Zwischenzeitlich war
er am 18.01.1941 im Reservelazarett Schweinfurt wegen Krampfadern behandelt
worden.
Nach Beginn des Ostfeldzuges wird Banach am 01.10.1941 zum Feldwebel befördert
und nimmt im Rahmen der 14. Panzer-Division an den Angriffskämpfen im Süden der
Ostfront teil.
Ab Sommer 1942 nimmt er am Angriff der 6. Armee in Richtung Stalingrad teil. Am
07.08.1942 wird er 8 Kilometer südwestlich Tinguta vor Stalingrad durch einen
Granatsplitter unterhalb des rechten und linken Auges verwundet. Bei Kämpfen der
Division zwischen dem 25.11. und dem 15.12.1942 setzte sich Banach, während des
Angriffs auf eine sowjetische Kavallerie-Division, kurz entschlossen an die
Spitze eines führerlos gewordenen Zuges seines Regiments. Er arbeitete sich dann
geschickt das Gelände ausnutzend in die linke Flanke des Gegners vor und schoss
dort 5 gegnerische Kampfwagen ab, die der frontal angreifenden Kompanie das
Leben schwer machten. Ohne auf Unterstützung weiterer Kampfwagen seines Zuges zu
warten stiess Banach weiter vor, schoss einen Spähwagen zusammen und brach in
die dicht fahrenden Trosse des Gegners ein, wo heillose Panik entstand. Damit
trug Banach zum Erfolg des Angriffes seiner Abteilung bei. Banach hatte bis dato
bereits 43 Panzer und zahlreiche Geschütze vernichtet. Weiterhin wurde er für
das Ritterkreuz vorgeschlagen, das ihm am 30.11.1942 verliehen wurde. Die
Übergabe erfolgte am 17.12.1942 durch Oberst i.G. Doerr, Chef der
Verbindungsstabes zur 4. kgl. ungarischen Armee. Zu jenem Zeitpunkt befand sich
Banach also nicht mehr im Kessel von Stalingrad. Wann er allerdings den Kessel
verließ ist unbekannt. Zumindest muss er am 25.11.19042 noch im Kessel gewesen
sein. Die Beförderung zum Oberfeldwebel erfolgte noch am 01.12.1942. Da das
Ritterkreuz aber an Feldwebel Banach verleihen wurde, erfolgte die Tat wohl
zwischen dem 25.11. und dem 01.12.1942.
Vom 24.12.1942 bis zum 14.01.1943 erhält er zunächst Erholungsurlaub und kehrt
dann wieder an die Front zurück.
Dort fiel er am 23.02.1943 bei den Kämpfen bei Hauptsh Saporoshje im Raum
Slawgorod/Donezk. Banach war unter anderem auch RAD-Unterfeldmeister im
Arbeitsgau XX, Westfalen Süd.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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