Ritterkreuzträger
Helmut Banaski
Leutnant der Reserve, Grenadiere





Helmut Banaski wurde am 08.06.1921 in Hanffen im Kreis
Lötzen/Ostpreußen als 1. Sohn eines Landwirts geboren.
Nach dem Besuch der Volks- und Handelsschule, wo er eine Ausbildung zum
Bautechniker am Landratsamt Lötzen absolvierte wurde er am 15.02.1941 zum
Pionier-Ersatz-Bataillon 206 einberufen. Hier erhielt er die Grund- sowie eine
Spezialausbildung im Kompanie-Trupp- und Fernmeldewesen.
Im August 1941 erfolgte die Versetzung zur 61. ostpr. Infanteriedivision, mit
der er im Norden der Ostfront, in Estland, auf der Insel Ösel und im Raum
Wolchow-Tichwin, eingesetzt wurde.
Im Winter 1943/44 erhält er eine Ausbildung zum Reserve-Offizier und besucht
einen bautechnischen Lehrgang für Pionier-Offiziere in Döberitz.
Im Herbst 1944 kommt Banaski zur neuaufgestellten 542. Grenadierdivision, wo er
zum Führer des verstärkten Regiments-Pionierzuges des Grenadier-Regiments 1077,
unter Oberstleutnant Walter Kopp, ernannt wird.
In der Zeit vom 12. bis zum 18.01.1945 gelang es Banaski mit den 250
verbliebenen Soldaten des Regiments, verstärkt durch 12 Sturmgeschütze, einen
überlegenen Panzerangriff in Südostpreußen, mit der Stossrichtung Berlin, im
Nachtkampf, unter Einbringung von 220 Gefangenen, abzuwehren. Im Zuge des
Kampfes erhält er am 18.01.1945 einen Munddurchschuss und kommt ins Lazarett.
Durch seinen Erfolg gelang es Feldlazarette, Versorgungsgüter und Flüchtlinge
geordnet zurückzuverlegen und somit zu retten. Dafür wird Helmut Banaski am
18.02.1945, als Leutnant der Reserve, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, welches
ihm am 01.03.1945 durch den Kommandierenden General im Wehrkreis 11 in
Halberstadt überreicht wird.
Vom 30.03. bis zum 08.05.1945 wird er als Kompanieführer einer
Ausbildungseinheit in Dänemark verwendet und kommt vom 15.05. bis zum 04.08.1945
in britische Gefangenschaft.
Im April 1946 arbeitet er als techn. Angestellter im Kreisbauamt Rendsburg und
tritt nach 2 Reserveübungen, am 02.04.1962 der Bundeswehr bei, wo er
Kompaniechef in einem schweren Pionier-Bataillon wird. Weiterhin absolviert der
Berufsoffizier techn. Lehrgänge an der Pionierschule und an der Akademie des
Heeres für Ingenieurbau in München.
Am 31.09.1973, als Hauptmann verabschiedet, arbeitet er fortan als freiberuflicher und
selbstständiger Ingenieur für Wasserwirtschaft und Umweltschutz.