Karl Heinrich Banze wurde am 24.07.1911 in Hofgeismar bei Kassel in Hessen
geboren.
Am 01.10.1933 dem Artillerie-Regiment 70 in Koblenz-Niederlahnstein beigetreten,
nimmt er ab dem 11.11.1935 an den Waffen-Lehrgängen an der Schule der Artillerie
teil und wird am 10.12.1940 zum Artillerie-Lehr-Regiment nach Jüterbog
versetzt, nachdem er am 01.08.1940 zum Oberwachtmeister befördert wurde.
Als solcher kommt er am 12.05.1941 zur neuaufgestellten Sturmgeschütz-Abteilung
244 und nimmt an den Einsätzen der Abteilung in Russland teil.
Als Geschützführer im 1. Zug der 1. Batterie nimmt er an den Abwehrkämpfen im
Zuge der sowjetischen Angriffe zur Umfassung Charkows am 08.05.1942 teil. Wobei
die 1. Batterie gegen den linken Flankenarm der gegnerischen offensive im Rahmen
der 113. Infanteriedivision, im Raum Poltawa eingesetzt wurde. Banze kämpfte auf
sich allein gestellt gegen durchgebrochene Panzerkampfwagen und schoss allein
gegen ein Panzerrudel angesetzt zahlreiche Panzer ab. Durch diesen Einsatz
erhöhte sich seine Abschusszahl auf insgesamt 24. Der Wehrmachtbericht vom
15.05.1942 berichtete über die erfolgreichen Kämpfe der Abteilung wobei Banze
allein 13 Panzer abschießen konnte.
Für seinen tapferen Einsatz wurde Banze am 27.05.1942 mit dem Ritterkreuz
ausgezeichnet, wofür er durch die 113. Infanteriedivision vorgeschlagen wurde.
Weiterhin hatte er am 25.05.1942 die Anerkennungsurkunde erhalten.
Kurze Zeit später geriet Banze, als Leutnant, in sowjetische Gefangenschaft, wo
er im Februar 1943 im Lager Dubrovka verstarb.
Karl Heinrich Banze wurde am 29.07.1951 durch das Amtsgericht Hofgeismar, mit
Wirkung vom 31.12.1945, für tot erklärt.