Hans-Lewin von Barby wurde am 25.07.1899 in Berlin geboren.
Am 25.08.1917 trat er der Preußischen Armee bei, wo er bis zum Leutnant
aufstieg.
Im Jahre 1936 kommt er als Hauptmann der Landespolizei und Chef der 4.
Hundertschaft, der Landespolizeigruppe 62 nach Düsseldorf, die am 01.04.1936 in
Infanterie-Regiment 77 umbenannt wird, wobei von Barby Chef der 4. Kompanie
bleibt. Diese wird am 01.10.1936 in 8. Kompanie des Infanterie-Regiments 37, in
Osnabrück, umbenannt.
Am 01.10.1938 wird von Barby Kommandeur des I. Ergänzungs-Bataillons des
Regiments in Lingen, nachdem er am 01.04.1937 zum Major befördert wurde, und im
Zuge der Mobilmachung, am 26.08.1939, Kommandeur des III. Bataillons des
Infanterie-Regiments 474.
Im Westfeldzug eingesetzt wird er am 10.05.1940 durch einen Beinschuss verwundet
und nach seiner Genesung, am 01.12.1940, Kommandeur des III. Bataillons des
Infanterie-Regiments 255. Dieses Bataillon wird am 11.06.1941 nach Afrika
verlegt, wo es im Rahmen des Panzergrenadier-Regiments Afrika im Jahre 1942
aufgelöst wurde. Zuvor war er am 01.10.1940 zum Oberstleutnant befördert worden.
Am 15.06.1941 übernimmt von Barby das Kommando über das verstärkte
Afrika-Regiment 361, dem späteren leichten Infanterie-Regiment 361, bzw. ab dem
22.07.1942 dem Schützen-Regiment 361.
Von Barby lag mit seinem Regiment in er Marmaica in schweren Kämpfen und führte
seine Soldaten trotz hoher Verluste immer wieder zu Gegenangriffen gegen den
Feind. So nahm er am 30.11.1941 am Kampf um Sidi Rezegh teil, wobei er an der
Spitze seiner Soldaten die Engländer, die eine Verbindung zur eingeschlossenen
Festung Tobruk suchten, zurückwerfen konnte. Für diesen Einsatz erhielt von
Barby am 13.12.1941 das Ritterkreuz.
Bei den späteren Kämpfen bei Derna schwer verwundet, verstarb Hans-Lewin von
Barby am 27.05.1942, dem Tag seiner Beförderung zum Obersten, im Lazarett Derna.