Hans-Werner Bartels wurde am 28.01.1910 in Salzwedel im Regierungsbezirk
Stendal geboren und trat 1939 seinen Wehrdienst an, wo er am 07.11.1939 zum
Gefreiten in der 3. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 154, befördert
wurde.
Am 21.02.1940 wird er ins Infanterie-Regiment 399 versetzt, wo er am 13.08.1940
zum Feldwebel befördert wurde und ab dem 10.08.1941 zur 7. Kompanie, ab dem
01.09.1941 zur 6. Kompanie und ab dem 03.12.1941 zur 5. Kompanie gehörte.
Am 10.07.1941 erhielt er die Beförderung zum Leutnant der Reserve und wurde am
16.05.1942 verwundet. Wieder genesen wird er am 24.10.1942 zum Oberleutnant der
Reserve befördert und übernimmt ab dem 27.02.1943 das Kommando über die 5.
Kompanie. Als solcher am 17.11.1943 zum Hauptmann der Reserve befördert,
übernimmt Bartels am 21.11.1943 die Führung des I. Bataillons seines Regiments.
Als solcher verhinderte Bartels am 21. und 22.11.1943 im Abschnitt der 9.
Luftwaffen-Feld-Division durch Halten einer Einbruchsstelle einen gegnerischen
Durchbruch und schuf weiterhin die Vorraussetzungen für einen Gegenangriff.
Bei der sowjetischen Offensive am Oranienbaumer Kessel am 15.01.1944 zog das
Bataillon Bartels zwei Schützenregimenter und ein Panzer-Regiment auf sich,
wobei 11 Panzer vernichtet werden konnten. Während dieser Kämpfe erhielt das
Bataillon den Beinamen "Das Löwenbataillon", was eindeutig von der
Standhaftigkeit des Bataillons zeugt. Bei diesen Kämpfen am 15.01.1944
verwundet, wird Bartels am 26.01.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Zu Ostern 1944 gelang des dem Bataillon Bartels, jetzt der 61.
Infanteriedivision unterstellt, den Ostsack des gegnerischen Narwabrückenkopfes
zu schließen, wobei in schweren Kämpfen die Verbindung mit der auf der anderen
Seite des Ostsacks angreifenden Division "Feldherrnhalle" hergestellt
werden konnte. Neben der Tagesbeute von 60 LKW wurden 3 sowjetische Divisionen
eingeschlossen und vernichtet.
In der Nacht des 12.07.1944 gehörte Bartels mit seinem Bataillon zur
Ausbruchsgruppe aus Wilna, wobei Bartels, nach dem Ausfall des Kommandeurs des
Grenadiers-Regiments 399, die Führung der Kampfgruppe übernahm. Während des
Ausbruchs verwundet, überrannte Bartels mit seinen Soldaten feindliche
Artillerie- und Flakstellungen und fand auf dem Wege in Richtung Kaunas,
Abschluss an eigene Panzerkräfte. Für diese Erfolge wurde Hans-Werner Bartels am
16.09.1944 zum Eichenlaub eingereicht, erhielt jedoch für seine Tat bei Wilna am
25.10.1944 nur die Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshaber des Heeres. Zuvor
hatte Bartels vom 19.09.1944 bis zum 09.10.1944 seinen Heimaturlaub zur
Wiederherstellung der Gesundheit angetreten.
Nach seiner Rückkehr wird er am 01.11.1944 zum Kommandeur des I. Bataillons
ernannt, wo er am 14.02.1945 durch einen Kopfschuss schwer verwundet wird und
zunächst dem Tross des Bataillons unterstellt wird. Bartels war am 15.12.1944
zum Major der Reserve befördert worden.
Am 16.03.1945 erneut schwer verwundet, kommt Bartels zur Sanitäts-Kompanie
(mot.) 2/240, am 29.03.1945 ins Reserve-Lazarett Garmisch-Partenkirchen und dort
ins Teillazarett Roter Hahn, am 27.04.1945 ins Reserve-Lazarett XVI Breslau in
Garmisch und am 28.05.1945 ins Lazarett Garmisch/Sonnenbichl/Hospital 7.
Hans-Werner Bartels verstarb am 02.12.1991 in Leer.