Hans Barthle wurde am 05.02.1914 in Waldstetten/Württemberg geboren und trat
am 04.01.1937 seinen Dienst im Infanterie-Regiment 119 an, wo er laut Meldung
vom 26.08.1939 in den Stab des II. Bataillons wechselte.
Mit diesem Bataillon sichert er 1939/1940 zunächst den Westwall in der
Saarpfalz, nimmt am Frankreich-Feldzug teil und ist auch beim Einmarsch in
Russland beteiligt. Nachdem er am 20.04.1941 zum Leutnant der Reserve befördert
wurde, kam Barthle mit Meldung vom 19.01.1943 in die Winter-Kompanie 25 und wird
am 31.10.1943 zum Oberleutnant der Reserve befördert. Als solcher übernimmt er
das Kommando über die 7. Kompanie des Grenadier-Regiments (mot.) 119 und wird am
30.12.1943 in das Grenadier-Ersatz-Bataillon 119 versetzt. Als Chef der 7.
Kompanie beginnt auch für Barthle am 14.11.1943 die 3. Autobahnschlacht im Raum
Orscha-Smolensk. Allein gegen den linken Abschnitt des Grenadier-Regiments
(mot.) 119 und des rechten Flügels der 78. Sturmdivision griffen 5 Divisionen
und eine Sturmbrigade des Gegners an. Der Einbruch erfolgte genau an der
Nahtstelle. Ein sofort angesetzter Gegenangriff des II. Bataillons riegelte den
Einbruch des Feindes ab und vernichtete den Gegner. In den nächsten Tagen
verteidigten die Bataillone II. und III gemeinsam das Frontknie von Kirijewka.
Auch nach Heranführung weiterer feindlicher Divisionen hielt die Front stand.
Auch während der 4. Autobahnschlacht stand das II. Bataillon unter Major
Nagengast im Zentrum des Widerstandes. Dafür wurde es am 19.11.1943 im
Wehrmachtsbericht genannt. Bei diesen Kämpfen zeichnete sich Oberleutnant der
Reserve Barthle durch besondere Tapferkeit aus und wurde am 19.12.1943 mit dem
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Ab dem 20.08.1944 Chef der 4. Kompanie eines Panzer-Grenadier-Regiments, kommt
Barthle am 20.11.1944 in das Panzer-Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon
215, von wo aus er am 12.12.1944 in die Führer-Grenadier-Brigade "Grossdeutschland"
versetzt wird.
Verwundet kommt er am 12.02.1945 in das SS-Lazarett Freienwalde, wo er das
Kriegsende erlebt.
Hans Barthle verstarb am 27.04.1987 in Tettnang.