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Ritterkreuzträger Ludwig Bauer
Leutnant, Panzertruppe

01.09.194201.08.1942

Ludwig Bauer wurde am 16.02.1923 in Künzelsau geboren und wuchs auch dort auf. Von Ostern 1930 bis  Ostern 1934 besuchte er die Volksschule und besuchte dann bis Ostern 1938 die Realschule. Von dort lernt er bis Ostern 1940 an der Handelsschule.
Ab September 1940 bis November 1940 absolviert er seinen Arbeitsdienst im österreichischen Gillersdorf (in der Nähe von Fürstenberg) wurde er am 04.02.1941 in die 3. Kompanie der Panzer-Ersatz-Abteilung 33 in St. Pölten eingezogen. Während der militärischen Grundausbildung wird er am 05.05.1941 an die Schiessschule kommandiert und kommt am 18.08.1941 zum Marsch-Bataillon 2037 und von diesem am 11.09.1941 zur 2. Kompanie der Panzerjäger-Abteilung 521.
Nach einer Verwundung gehörte Bauer ab dem 17.11.1941 zur Genesenden-Kompanie der Panzerjäger-Ersatz-Abteilung 13, von wo aus er am 19.02.1942 zur 3. Kompanie der Panzer-Ersatz-Abteilung 33 versetzt wird.
Am 17.04.1942 wird er zu einem Kriegs-Offizier-Bewerber-Lehrgang kommandiert und nach seiner Rückkehr, am 03.06.1942 in die 1. Kompanie des Panzer-Regiments 33 versetzt.
Nach einer weiteren Verwundung kommt er am 28.02.1943 wieder zur Panzer-Ersatz-Abteilung 33, wo er vom 15.04.1943 bis zum 23.07.1943 zum 13. Fahnenjunker-Lehrgang 1 der Panzertruppe zur 2. Inspektion nach Groß-Born kommandiert wird.
Am 04.08.1943 zum Offizier-Lehrgang der Panzertruppen kommandiert, wird er, am 01.07.1943 zum Oberfähnrich befördert, am 01.10.1943 Zugführer in der Panzer-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 33.
Am 26.10.1943 zum Leutnant befördert, gehörte er ab dem 31.10.1943 zur Führer-Reserve der Heeresgruppe Süd und wird am 13.11.1943 Zugführer in der I. Abteilung des Panzer-Regiments 33.
Nach den schweren Monaten im Jahre 1944 wurde Bauers Einheit ohne Panzer nach Rumänien verlegt, dann nach Wien und schließlich nach Nimes in Frankreich wo die  9. Panzerdivision komplett erneuert wurde.
Nach Kämpfen an der Invasionsfront wurde Bauers Einheit erneut fast gänzlich vernichtet und so wurde die Division erneut, diesmal im Raum St. Pölten, aufgefüllt, bevor man in den Eifelraum verlegt wurde. Dort nahm er an der Ardennenoffensive teil, verteidigte Köln und beteiligte sich an der Schlacht im Raum Remagen-Siegtal-Wittgensteiner Land-Erndtebrück, kämpfte an der Urft-Talsperre und im Raum Siegen. Zuvor übernahm er am 15.01.1945 die Führung der 5. Kompanie
In den 4 Kriegsjahren wurde Bauers Panzer 9 abgeschossen und er als Kommandant selbst 7 mal zum Teil schwer verletzt.

  • 16.11.1941: während der Kämpfe um Tula Panzer II erhält direkten Treffer eines KW II-Panzers, Fahrer und Funker werden getötet

  • 28.06.1942: Während des Tim-Übergangs erhält der Panzer III (7,5-cm-KwK-kurz) einen Pak-Treffer in der Kuppel, Leutnant Sirse wird dabei getötet

  • 07.07.1942: In der Panzerschlacht von Woronesh erhält der Panzer III (7,5-cm-Kwk L/24-kurz) einen Treffer eines KW I-Panzers

  • 24.08.1942: der Panzer III (7,5-cm-KwK39-L/60-lang) erhält in der Nähe von Shisdra einen 17,2-cm-Artillerie-Volltreffer, Leutnant Rocholl, Leutnant Grosshammer und der Fahrer werden schwer verwundet

  • 14.12.1942: zusammen mit der 12. Panzerdivision im Raum Bjeloi/Rshew, Panzer IV (7,5-cm-KwK40-L/43) erhält einen Pak-Treffer im linken Sehschlitz, Enke wird getötet, Schmidt, Ewald und Betz schwer verwundet

  • 10.01.1944: im Raum Kriwoi-Rog, Panzer IV (7,5-cm-KwK40-/L/43) wird von Pak-Granate auf der rechten Seite getroffen, Ladeschütze und Schütze werden beim infanteristischen Angriff auf Wysoki-Sheltije verwundet

  • 12.01.1944: Panzer IV (7,5-cm-KwK40-/L/43) erhält während eines Gefechtes im Raum Petrowa-Dolina (in der Nähe von Sofiefka) einen 12,2-cm-Pak-Treffer, der die Hüfte des Schützen zerschlägt

  • Ende März 1945: in der Nähe von Eiserfeld (Siegen) erhält das Sturmgeschütz III einen Treffer durch eine Pak-Granate, Othmar Hahn wird getötet, der Schütze verwundet

  • 10.04.1945: im deutschen Dorf Erndtebrück erhält der "Panther" einen Treffer eines eigenen "Hetzers" auf der linken Seite. Verbrennungen II. und III. Grades; Lazarett Olpe, dann nach Letmathe zur I. Abteilung/Panzer-Regiment 33

Für seine Erfolge wurde Bauer als Leutnant und Führer der 1. Kompanie seines Regiments am 29.04.1945 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Für diese Verleihung fehlen allerdings im Bundesarchiv sämtliche Nachweise. Die Verleihung des Ritterkreuzes wurde a im Jahr 1954 durch die Traditionsgemeinschaft der 9. Panzer-Division mitgeteilt. Der 1. IIa-Schreiber der 9. Panzer-Division machte 1957 Angaben zur Verleihung, die jedoch nicht konkretisiert wurde. Stattdessen nahm der Schreiber nur an, das es sich bei einem damals vorliegenden Ritterkreuz um das für Ludwig Bauer handeln müsse.
Ludwig Bauer geriet im Mai 1945 in US-Kriegsgefangenschaft und wurde 1946 entlassen.
Nach dem Krieg baute sich Bauer zusammen mit seiner Frau eine eigene Existenz auf, indem er eine Tankstelle pachtete, Autohändler wurde und eine KfZ-Werkstatt eröffnete.
Ludwig Bauer nahm auch an verschiedenen Reservisten-Übungen der Bundeswehr teil, aus der er als Oberstleutnant der Reserve verabschiedet wurde.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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