Johann Michael Bauer wurde am 24.11.1895 in Herzogenaurach/Bayern geboren
und trat am 01.04.1914 als Einjährig-Freiwilliger der 7. Kompanie des Kgl.
bayr. 6. Infanterie-Regiments "Kaiser Wilhelm, König von Preußen" bei,
mit der er am 07.08.1914 ins Feld zog.
Am 26.08.1914 wird er bei la Rochelle (Maisle) verwundet und am 14.09.1914 ins
Ersatz-Bataillon des Regiments versetzt. Von dort kehrt er am 20.10.1914 zu
seiner Kompanie an die Front zurück, wo er am 12.12.1914 zum Unteroffizier
befördert wurde.
Vom 08.02.1915 bis zum 23.03.1915 nimmt er an einem Offiziersaspirantenkurs in
Elsenborn teil und gehört dann bis zum 10.04.1915 zum Ersatz-Bataillon seines
Regiments. Bauer wurde am 18.03.1915 zum Leutnant der Reserve befördert und
kehrt am 11.04.1915 zu seinem Regiment an die Front zurück, wo er am
26.08.1915 bei St. Mihiel erneut verwundet wird.
Am 01.10.1915 im 1. Ersatz-Bataillon seines Regiments, kommt Bauer am
26.06.1916 ins Feldrekruten-Depot der 6. bayr. Infanterie-Division, wo er am
03.10.1916 in die 10. Kompanie sein altes Regiment versetzt wird.
Mit Wirkung zum 22.12.1916 kommt er dann ins Ersatz-Bataillon des Regiments
und nimmt vom 30.04.1917 bis zum 09.05.1917 an einem Nahkampfmittelkurs in
Grafenwöhr teil. Danach wird er vom 18.06. bis zum 28.07.1917 zum
Kompanieführerkurs nach Nürnberg kommandiert, bzw. vom 11.02. bis zum
23.03.1918 zur Luftschiffer-Ersatz-Abteilung nach München, wohin er ab dem
09.04.1918 versetzt wird.
Am 25.04.1918 wird er zum Ballonzug 216, am 26.06.1918 zum Ballonzug 137 und
am 09.07.1918 zum Ballonzug 219, als Ballonbeobachter, versetzt. Vom
13.09.1918 bis zum 25.09.1918 wird er zum Ballonzug 24 kommandier und
übernimmt dessen Führung. Danach kehrt er zum Ballonzug 219 zurück und wird
mit Wirkung zum 31.03.1919 als Leutnant der Reserve a.D. nach Herzogenaurach
entlassen.
Bauer wurde unterdessen vom 22.03.1919 bis zum 25.07.1919 Zugführer in der 1.
Kompanie des Freikorps Epp. Weitere Lebensstationen sind bisher unbekannt.
Vom 03.07.1933 bis zum 28.02.1934 ist er Reichsarbeitsdienst-Führer und nimmt
vom 24.01.1935 bis zum 28.02.1935 an einem Auswahlkurs unter Oberstleutnant
Kohl in Grafenwöhr teil, wo er unter anderem am 19.01.1935 am
Offiziers-Vorbereitungskurs teilnimmt.
Am 01.04.1935 beginnt für Bauer die Probezeit beim Ergänzungs-Bataillon
Weiden, wo er ab 01.04.1945 L-Angestellter und Adjutant des
Ergänzungs-Infanterie-Bataillons Wöllershof war.
Am 27.09.1935, wird er mit Wirkung vom 01.07.1935 als Hauptmann (E) beim
Ergänzungs-Bataillon 37 in Weiden angestellt und kommt am 01.03.1936 in die
Ergänzungs-Schützen-Kompanie 62, bzw. am 01.08.1936 in die
Ergänzungs-Schützen-Kompanie 60.
Mit Wirkung vom 06.10.1936 wird er gemäß der Gebirgs-Brigade mit der 15. (E)
Kompanie in den Bereich des Gebirgsjäger-Regiments 100 versetzt und dort am
01.11.1936 zum aktiven Offizier ernannt.
Am 12.10.1937 übernimmt er die 15. (E) Kompanie des Gebirgsjäger-Regiments 98,
bzw. am 03.11.1938 die 1. (E) Kompanie des Gebirgsjäger-Regiments 137.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung befindet sich Bauer am 26.08.1939 in der
1. Kompanie des Infanterie-Regiments 399 und wird mit Meldung vom 20.11.1939
als Adjutant des I. Bataillons zum Infanterie-Regiment 499 versetzt. Später
übernimmt er das Kommando über das III. Bataillon, bzw. dem I. Bataillon und
findet Verwendung im Infanterie-Regiment 488. In diese Zeit fällt am
22.10.1941 die Beförderung zum Major.
Nachdem er das Kommando des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 499
übernommen hatte, trug Bauer am 29. und 30.12.1941 bei Baschmakova
entscheidend dazu bei, das seine Division aus einer Einkesselung befreit
werden konnte. Für seinen Einsatz wird Bauer am 02.02.1942 mit dem Ritterkreuz
ausgezeichnet.
Am 01.03.1942 zum Oberstleutnant befördert, wird er am 16.08.1942 mit der
Führung des Infanterie-Regiments 468 beauftragt und nimmt ab dem 20.11.1942 an
einem Regimentsführer-Lehrgang in Döberitz teil, nach dem er bis zum
03.02.1943 das Kommando über das Grenadier-Regiment 488 übernahm.
Am 07.02.1943 wird er in die Führer-Reserve versetzt, nachdem er am 03.02.1943
einen Schlaganfall erlitten hatte. An den Folgen des Schlaganfalls verstarb
Michael Bauer am 15.02.1943 im Feldlazarett 268 bei Slobodka, nachdem er noch
am gleichen tag zum Oberst befördert worden war.
Die Trauerfeier auf dem Friedhof Slobodka nebst anschließender Beisetzung auf
dem Sammelfriedhof Spass-Demensk erfolgte am 16.02.1943.