Robert Hans Hermann Bauer wurde am 27.03.1907 in Grambin/Pommern geboren
und trat am 03.10.1927 als Polizeianwärter an die Polizeischule Treptow a.d.
Rega bei, wurde am 28.09.1928 zur Schutzpolizei Schneidemühl, wo er am
01.10.1928 zum Polizei-Wachtmeister befördert wurde, und am 01.06.1934 zur
Landespolizei Schneidemühl versetzt.
Am 01.10.1935 wird er als Unterfeldwebel in das Reichsheer übernommen und
kommt dort in die 15. Kompanie des Infanterie-Regiments 25 in Arnswalde.
Am 06.10.1936 in die 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 94 nach Köslin
versetzt, wird er dort am 01.01.1938 zum Feldwebel befördert.
Im Zuge der Mobilmachung wird Bauer am 26.08.1939 Zugführer in seiner
Kompanie. Mit Abschluss der Kämpfe in Polen, wird er am 09.11.1939 Zugführer
in der 7. Kompanie seines Regiments und wird am 06.02.1940 als
Schützen-Zugführer in die 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 509 der 292.
Infanterie-Division versetzt. Während eines Unfalls bei einer
Stossgruppenausbildung wird er am 19.04.1940 verletzt und wird während der
Genesung am 23.04.1940 zum Leutnant der Reserve befördert. Wieder genesen
nimmt er am Westfeldzug teil und wird am 15.11.1940 Zugführer in der 7.
Kompanie seines Regiments. Allerdings gibt es auch Hinweise das er diesen
Posten beim Infanterie-Regiment 571 antrat.
Am 13.12.1940 wird er Regiments-Pionier-Zugführer beim Infanterie-Regiment 571
und übernimmt während des Ostfeldzuges die Führung der Stabs-Kompanie. In
jener Zeit wird er am 28.07.1941 zum Oberleutnant der Reserve und am
18.01.1942 zum Hauptmann der Reserve befördert.
Am 16.03.1942 wird er Chef der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 668 der
370. Infanterie-Division, wo er am 03.09.1942 die Führung des II. Bataillons
übernimmt und als solcher am 15.09.1942 verwundet wird.
Wieder geheilt übernimmt er am 29.09.1942 erneut die Führung dieses Bataillons
und wird am 01.10.1942 in den aktiven Dienst der Wehrmacht übernommen.
Am 22.11.1942 zum Führer des I. Bataillons ernannt, wird er am 07.02.1943
verwundet und kommt am 18.05.1943 in das Grenadier-Ersatz-Bataillon 44 und von
dort wieder in das Grenadier-Regiment 668, wo er am 20.02.1944 zum Major
befördert wird.
Mit Wirkung zum 10.08.1944 wird er am 04.08.1944 in die Führer-Reserve
versetzt und von dort mit Wirkung vom 26.10.1944 in die Führer-Reserve der
Heeresgruppe Süd versetz, unter gleichzeitiger Kommandierung als
Regimentsführer bei der Heeresgruppe Süd. Dort übernimmt er die Führung einer
Regimentsgruppe durch eine Mob-Dienststelle beim Grenadier-Regiments 106, der
15. Infanterie-Division. Bauer kämpfte mit seiner Kampfgruppe im slowakischen
Bergland im Verbund zahlreicher unterschiedlicher dt. und ungarischer
Verbände. dabei zeichnete er sich besonders bei der Abwehr von Angriffen im
Raum Malinec aus. Für seinen Einsatz wird er am 11.03.1945 mit dem Ritterkreuz
ausgezeichnet, nachdem er am 23.01.1945 die Führung des Grenadier-Regiments 88
übernommen hatte.
Im April 1945 wurde seitens der 15. Infanterie-Division um eine Beförderung
zum Oberstleutnant gebeten, wobei heute ein Nachweis über die Beförderung
fehlt.
Am 01.05.1945 wird Bauer bei Prag verwundet und gerät so in Gefangenschaft,
aus der er Anfang 1950 heimkehrt.
Robert Bauer verstarb am 18.04.1996 in Gelsenkirchen.