Adolf Baum wurde am 19.03.1914 in Hirzenhain/Dillkreis in
Hessen geboren und absolvierte vom 28.10.1935 bis zum 30.09.1936 seine
Wehrpflicht beim Infanterie-Regiment 36 in Wetzlar und Ludwigshafen und dann bis
zum 30.09.1937 beim Infanterie-Regiment 110 in Mannheim.
Im Zuge der Mobilmachung eingezogen, kommt er als Unteroffizier der Reserve in
die 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 181 und nimmt so an der Sicherung des
Westwalls teil.
Am 03.02.1940 wechselt er in den Stab des II. Bataillons des
Infanterie-Regiments 205 und am 20.03.1940 in die 5. Kompanie des
Übungs-Infanterie-Regiments 2 und von dort wieder in den Stab des II.
Bataillons.
Baum nimmt dann an den Kämpfen in Westeuropa teil^, ist Mitglied der
Besatzungstruppe und des Wachregiments Paris. Ab dem 22.06.1941 beginnt
für Baum der Feldzug gegen die Sowjetunion, der ihn bis südwestlich Moskaus,
nach Sserpuchov, führt. Auf dem Rückzug vor Moskau wird er am 23.01.1942
verwundet verbleibt aber bei der Truppe und wird in den Stab des
Divisions-Füsilier-Bataillons 197 versetzt.
Am 25.02.1942 wegen Tapferkeit zum Oberfeldwebel befördert, wechselt Baum am
01.08.1942 in den Stab des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 205, von dort
dann in den Stab des nunmehrigen Grenadier-Regiments 205 und kehrt dann wieder
in den Stab des II. Bataillons zurück.
Am 16.12.1943 wird er in den Stab des Divisions-Füsilier-Bataillons 197
versetzt, wo er den Posten eines Zugführers in der 1. Kompanie übernimmt. Baum
hielt in den ersten Märztagen des Jahres 1944 den Südwestteil des Brückenkopfes
Nowiki, über die Lutschessa, südlich Witebsk. Gegen eine Übermacht von 400
Gegnern hielt Baum den Brückenkopf mit den ihm unterstellten 12 Mann. Baum ging
gar zum Gegenangriff über und schlug den Gegner, unter Zurücklassung von 136
Gefallenen, zurück. Baum trug damit wesentlich zum Halten des Brückenkopfes bei,
was am 08.03.1944 im Wehrmachtsbericht erwähnt wurde. Adolf Baum erhielt dafür
am 26.03.1944 das Ritterkreuz.
Am 01.08.1944 wegen Tapferkeit vor dem Feind zum Leutnant der Reserve befördert,
kommt Baum am 10.09.1944 in den Stab des II. Bataillons des Grenadier-Regiments
279, wo er am 20.10.1944 an der ostpreußisch-litauischen Grenze verwundet und
nach Königsberg, bzw. Herborn verlegt wurde.
Wieder genesen befindet er sich vom 01.02.1945 bis zum 24.05.1945 als
Kurieroffizier im Stab des AOK 7.
Adolf Baum verstarb am 15.09.2003 in Eschenburg-Hirzenhain.