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Ritterkreuzträger Paul Baumann
Leutnant, Grenadiere

22.05.1943 als Oberfeldwebel und Zugführer in der 2. (Radf.) Kompanie/GR 42204.11.194106.10.1939

Paul Baumann wurde am 04.07.1914 in Allenstein/Ostpreußen geboren und trat am 01.04.1932 in die 2. Kompanie des 2. (Preuß.) Infanterie-Regiments ein, wo er sich auf 12 Dienstjahre verpflichtete.
Am 01.10.1934 wechselt er in den Stab des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 2 und nimmt mit diesem am Polen- und Frankreich-Feldzug teil. Später in den Stab des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 422 gewechselt, nimmt er am Einmarsch in die Sowjetunion teil.
Unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberfeldwebel, wird Baumann am 01.10.1941 in die 1. Kompanie des Regiments versetzt. Später kommt er mit Meldung vom 09.03.1942 wieder in den Stab des Regiments und befindet sich dann vom 17.06.1942 bis zum 08.07.1942 in der Verfügungskompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 37.
Am 09.07.1942 zur Feldtruppe versetzt, kommt Baumann als Zugführer in die Radfahr-Kompanie des Grenadier-Regiments 422. Das Regiment war während der 3. Ladogasee-Schlacht westlich der umkämpften Ssinjawino-Höhen eingesetzt. Als am 09.08.1943 der Gegner angreift, suchte er sich den rechten Flügel des Regiments als Schwerpunkt aus. Dort befand sich hartwestlich der ehemaligen Siedlung Posselok 6, ein vorspringender Stellungsteil, der sogenannte "Finger". Nachdem der "Finger" fiel, massierte der Gegner am 14.08.1943 starke Kräfte zum Stoss gegen die deutsche Riegelstellung. Auch diese Stellung ging verloren konnte aber aus eigenem Entschluss des Oberfeldwebels Baumann mit seinem Zug im Gegenangriff wieder genommen werden, ebenso wie auch die Stellung "Finger". Baumann vernichtete dabei 2 gegnerische Kompanien. Für diesen Einsatz wurde Paul Baumann am 01.09.1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 26.01.1944 wurde Baumann bei Kainelaisi schwer verwundet und kam sofort in Behandlung, wo er am 06.02.1944 auf dem Hauptverbandsplatz Luga seinen Verwundungen erlag. Baumann wurde am 31.03.1944 zur Nennung im Ehrenblatt vorgeschlagen, die jedoch nicht mehr erfolgte.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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