Paul Baumann wurde am 04.07.1914 in Allenstein/Ostpreußen geboren und trat am
01.04.1932 in die 2. Kompanie des 2. (Preuß.) Infanterie-Regiments ein, wo er
sich auf 12 Dienstjahre verpflichtete.
Am 01.10.1934 wechselt er in den Stab des III. Bataillons des
Infanterie-Regiments 2 und nimmt mit diesem am Polen- und Frankreich-Feldzug
teil. Später in den Stab des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 422
gewechselt, nimmt er am Einmarsch in die Sowjetunion teil.
Unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberfeldwebel, wird Baumann am 01.10.1941
in die 1. Kompanie des Regiments versetzt. Später kommt er mit Meldung vom
09.03.1942 wieder in den Stab des Regiments und befindet sich dann vom
17.06.1942 bis zum 08.07.1942 in der Verfügungskompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 37.
Am 09.07.1942 zur Feldtruppe versetzt, kommt Baumann als Zugführer in die
Radfahr-Kompanie des Grenadier-Regiments 422. Das Regiment war während der 3.
Ladogasee-Schlacht westlich der umkämpften Ssinjawino-Höhen eingesetzt. Als am
09.08.1943 der Gegner angreift, suchte er sich den rechten Flügel des Regiments
als Schwerpunkt aus. Dort befand sich hartwestlich der ehemaligen Siedlung
Posselok 6, ein vorspringender Stellungsteil, der sogenannte "Finger".
Nachdem der "Finger" fiel, massierte der Gegner am 14.08.1943 starke
Kräfte zum Stoss gegen die deutsche Riegelstellung. Auch diese Stellung ging
verloren konnte aber aus eigenem Entschluss des Oberfeldwebels Baumann mit
seinem Zug im Gegenangriff wieder genommen werden, ebenso wie auch die Stellung
"Finger". Baumann vernichtete dabei 2 gegnerische Kompanien. Für diesen
Einsatz wurde Paul Baumann am 01.09.1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 26.01.1944 wurde Baumann bei Kainelaisi schwer verwundet und kam sofort in
Behandlung, wo er am 06.02.1944 auf dem Hauptverbandsplatz Luga seinen
Verwundungen erlag. Baumann wurde am 31.03.1944 zur Nennung im Ehrenblatt
vorgeschlagen, die jedoch nicht mehr erfolgte.