Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Buchhinweis - Geschichte des EK - Impressum

__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt

Quelle: A6

199. Eichenlaubträger Werner Baumgarten-Crusius
Hauptmann, Grenadiere

31.10.194001.10.193915.10.194009.02.194320.08.1942

Werner Baumgarten-Crusius wurde am 29.01.1919 in Dresden geboren und absolvierte vom 03.04.1937 bis zum 21.09.1937 seinen Arbeitsdienst und trat dann am 02.11.1937 der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 10, als Fahnenjunker, bei.
Als Offiziersanwärter wird er am 15.11.1938 an die Kriegsschule München kommandiert und dort am 01.08.1939 zum Leutnant befördert.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung wird er am 26.08.1939 Zugführer in der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 10 und nimmt so am Feldzug gegen Polen teil.
Kurz vor Beginn des Westfeldzuges übernimmt Baumgarten-Crusius einen Zugführerposten in der 12. Kompanie des Regiments und nimmt am Westfeldzug teil.
Nach Ende der Kämpfe wird er Ordonnanz-Offizier und Adjutant des I. Bataillons des Infanterie-Regiments (mot.) 156. Als solcher nimmt er an den Kämpfen in Jugoslawien teil, sowie am Einmarsch in die Sowjetunion, wo er am 15.10.1941 zum Oberleutnant befördert wird. In dieser Zeit übernimmt er die Führung der 5. Kompanie, bzw. ab dem 21.11.1941 das Kommando.
Als Kompaniechef hält er mit seiner Kompanie den Stützpunkt Panskoj am Donez, gegen mindestens 3 gegnerische Bataillone und schuf so die Vorraussetzungen für den Aufbau einer neuen front der nördlich von ihm stehenden Verbände. Durch sein Aushalten zog er des Weiteren so starke Feindkräfte auf sich, daß an den benachbarten Frontabschnitten der Feinddruck im Laufe des Tages schnell erlahmten und mühelos abgewehrt werden konnten. Dieser Abwehrerfolg hatte nicht nur Einfluss auf das eigene Regiment, sondern auch auf die nördlich anschließende Nachbardivision. Baumgarten-Crusius erhielt dafür am 22.02.1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Vom 04.08.1942 bis zum 22.09.1942 ist er zum OKH kommandiert und hält dort Vorträge.
An die Front zurückgekehrt, übernimmt er am 04.02.1943 die Führung des I. Bataillons des Regiments. Unter seiner Führung greift das I. Bataillon entscheidend in die Kämpfe, gegen das sowjetische IV. Garde-Panzerkorps, in der Fedorenkoschlucht, am 20.02.1943, ein. Zunächst hatte das Bataillon in Zusammenarbeit mit der Panzer-Abteilung 116, am 18.02.1943, die Einbruchsstelle bei Stepanowskij geschlossen. Die den durchgebrochenen Panzerverbänden folgende 33. Schützen-Division, wurde dabei derart angegriffen, das diese nach Osten zurückflutete. Damit war das IV. Garde-Panzerkorps von seinen rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten. Am 19.02.1943 wehrte das Bataillon sämtliche Angriffe des gegnerischen Panzer-Korps zum Öffnen des Kessels, bei Stepanowskij, ab.
In der Nacht vom 19. auf den 20.02. versuchte das IV. Garde-Panzerkorps den Durchbruch nach Osten durch die Fedorenko-Schlucht. Gleichzeitig ging der Gegner von Osten kommend gegen Stepanowskij vor, um dem Panzer-Korps den Ausbruch zu erleichtern. Gegen 05.00 Uhr morgens brachte er, unterstützt durch Panzer, einen Angriff aus Westen mit starken Panzerkräften und 200 Lkw`s, den Angriff zum Stehen und wehrte alle Angriffe aus dem Osten ab. Als der Feind in der Fedorenko-Schlucht von allen Seiten Feuer bekam und in Verwirrung geriet, ging Baumgarten-Crusius zum beiseitigen umfassenden Angriff über, der die totale Vernichtung des Panzer-Korps zur Folge hatte. Für die Vernichtung des Korps wurde er am 27.02.1943 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Außerdem erfolgte am 20.04.1943 die Beförderung zum Hauptmann.
Am 30.04.1943 wird er mit Wirkung vom 23.02.1943 in die Führer-Reserve des OKH versetzt, wobei er vom 15.04. bis zum 14.06.1943 bei der Truppe verbleiben wollte.
Mit Wirkung vom 06.04.1943 wird er Abteilungsführer an der Schule V für Offiziersanwärter der Infanterie in Posen-Warthelager, bei der 6. Inspektion der Lehrgruppe II.
Am 13.10.1943 wird er Taktiklehrer der Lehrgruppe III an der Schule V für Fahnenjunker der Infanterie. Von dort wird er am 01.08.1944 in die Führer-Reserve versetzt, nachdem er  im Juli/August zur Generalstabsausbildung zur 218. Infanterie-Division kommandiert worden war.
Mit Wirkung vom 08.08.1944 wird er unter Belassung in der Führer-Reserve zur Schule I für Fahnenjunker der Infanterie nach Dresden versetzt.
Vom 04.09.1944 bis zum 03.11.1944 wird er mit Wirkung vom 10.09.1944 zur Schule für Fahnenjunker der Panzertruppe kommandiert und kommt dort an die Fahnenjunkerschule 2 der Panzertruppe nach Groß-Glienicke, wo er Leiter der Fähnrichsväterlehrgänge war.
Mit Wirkung zum 08.10.1944 kommt er zur Führer-Grenadier-Brigade, zur Verwendung als Bataillonsführer. Von dort wird er mit Wirkung zum 20.10.1944 zum OB West zur Verwendung als Bataillonsführer in der 116. Panzer-Division, versetzt. Er übernimmt dort zunächst die Führung und am 16.12.1944 das Kommando über das I. Bataillon des Panzer-Grenadier-Regiments 156.
Während der Ardennen-Offensive gerät er am 25.12.1944 bei Verdenne/Belgien in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 14.09.1945 entlassen wurde.
Werner Baumgarten-Crusius starb am 04.11.1995 in Frankfurt/Main.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

Free counter and web stats