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Ritterkreuzträger Eugen Baur
Oberst, Infanterie

09.12.1941 als Major und Führer IR 47007.08.194116.06.194027.09.194110.10.194203.09.194215.03.194025.02.193502.10.1936

03.04.191828.08.1915

Eugen Bartl wurde am 21.07.1894 in Hechingen/Hohenzollern geboren und trat am 04.08.1914 als Fahnenjunker dem E-Bataillon des 6. Württemb. Infanterie-Regiments "König Wilhelm I." Nr. 124 bei und nahm an den ersten Kämpfen seines Regiments teil, wobei er am 12.08.-1914 leicht verwundet wurde. Wieder einsatzbereit kommt er von Oktober bis November zunächst an die Fahnenjunkerschule Döberitz und kehrt am 06.02.1915 zu seinem Regiment zurück, wo er am 21.05.1915 zum Leutnant befördert wird.
Wieder in verschiedenen Kämpfen eingesetzt, wird er am 31.07.1916 durch eine Gasvergiftung schwer verwundet und wird nach der Ausheilung, am 18.12.1916 zum Ersatz-Bataillon seines Regiments versetzt. Von dort wird er am 10.03.1917 zu einem MG-Ausbildungs-Kurs nach Döberitz kommandiert und danach, am 15.03.1917 in die 2. Ersatz-MG-Kompanie des XIII. Armee-Korps versetzt und kehrt am 29.07.1917 wieder zu seinem alten Truppenteil zurück. Dort übernimmt er am 01.12.1917 die Führung der 3. MG-Kompanie und wird als solcher am 31.03.1918 erneut verwundet.
Am 08.04.1918 wieder in der 2. Ersatz-MG-Kompanie des XIII. Armee-Korps, kommt Baur am 19.11.1918 wieder in das Ersatz-Bataillon seines Regiments. Von dort aus erhält er am 29.11.1918 eine Kommandierung zum Pferde-Depot nach Ulm und kommt am 30.12.1918 wieder zum Regiment zurück, wo er am 12.02.1919 die Führung der MG- und MW-Kompanie übernimmt.
Am 19.03.1919 zum Gerichtsoffizier ernannt, wird er am 11.12.1919 unter Verleihung des Char. als Oberleutnant aus dem Heer verabschiedet. Baur erhält dann am 07.01.1921 das recht zum Tragen der Uniform des Regiments und wird am 23.01.1934 zum Oberleutnant a.D. und am 08.05.1934 zum Hauptmann a.D. befördert.
Am 01.11.1934 wird er als Char. Oberleutnant a.D. in das E-Offizierskorps und als Kompanieführer in das Ergänzungs-Bataillon Ludwigsburg übernommen und wird vom 02.11.1934 bis zum 02.12.1934 zum Offiziers-Vorbereitungskurs nach Grafenwöhr kommandiert. Wieder nach Ludwigsburg zurückgekehrt wird er am 05.03.1935 zum Hauptmann (E) und am 10.07.1935 zum Hauptmann befördert.
Ab dem 15.07.1936 gehörte Baur zum E-Bataillon 27 und wird am 06.10.1936 Chef der 17. Kompanie, bzw. am 01.04.1937 Chef der 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 13, wo er am 28.02.1939 zum Major befördert wurde.
Im Zuge der Mobilmachung übernimmt Baur am 28.08.1939 das Kommando über das II. Bataillon des Infanterie-Regiments 470. Mit diesem Regiment übernimmt er zunächst die Sicherung des Oberrheins und nimmt dann an den Kämpfen in Frankreich teil.
Nach beginn des Feldzuges gegen Russland, übernimmt Baur am 28.09.1941 die Führung des Infanterie-Regiments 470 und wird am 18.01.1942 zum Oberstleutnant befördert. Als Führer des Regiments wehrte Baur am 25. und 26.01.1942 den zahlenmäßig überlegen geführten Angriff des Gegners auf Ostroshaoje ab und verhinderte so einen Durchbruch durch die dünn besetzte Kampffront. Bei diesen Kämpfen wurde Baur durch einen Bauchschuss im Nahkampf verwundet. Für diesen Einsatz zum Ritterkreuz eingereicht erhielt er dieses am 02.02.1942.
Aufgrund der Verwundung im Lazarett, wo er am 08.04.1942 zum Oberst befördert wird, erhält er nach seiner genesung, am 14.10.1942 ein Kommando in Witebsk und kommt dann in die Führer-Reserve des Wehrkreises V in Aschaffenburg und Ludwigsburg.
Mit Wirkung zum 15.11.1942 übernimmt er das Kommando über das Grenadier-Ersatz-Regiment 35 in Straßburg und ist dann ab dem 2. Halbjahr 1944 Führer eines Erkundungsstabes im Westen.
Am 08.12.1944 ist er Kommandeur des Regimentsstabes z.b.V. Baur und kommt dann im Januar 1945 zur besonderen Verwendung in die 405. Infanterie-Division. Außerdem übernimmt er vorübergehend das Kommando über das Rückwärtige Heeresgebiet der 19. Armee. Im Februar 1945 erhält er den Auftrag zur Aufstellung der Brigade Baur.
Am 12.04.1945 wird ihm die Führung der 257. Volks-Grenadier-Division übertragen, wobei er in Ausübung dieses Postens am 15.04.1945 schwer verwundet, ins Lazarett Tübingen verbracht wird und dort in französische Gefangenschaft gerät, aus der er am 14.06.1945 entlassen wird.
Eugen Baur verstarb am 10.05.1981 in Stuttgart.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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