Ritterkreuzträger
Karl Baxmann
Hauptmann, Panzergrenadiere





Heinrich Friedrich Karl Baxmann wurde am 13.11.1919 in
Rössing, Krs. Springe geboren und absolvierte vom 01.04.1937 bis zum
23.10.1937 seine Arbeitsdienstpflicht in Wunstorf, bevor er am 01.11.1937 als
Schütze an die Heeres-Unteroffizier-Schule nach Potsdam-Eiche kam.
Nach der Versetzung zur 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 73, am
01.07.1938, wo er am 01.08.1938 zum Unteroffizier befördert wurde, kommt er
vom 15.11.1938 bis zum 14.08.1939 an die Kriegsschule München kommandiert, wo
er am 01.08.1939 zum Leutnant befördert wird.
Er nimmt dann am Polen-Feldzug teil und wird am 16.09.1939 zum
Ordonnanz-Offizier im Infanterie-Regiment 73 ernannt und übernimmt dann, am
24.09.1939, den Posten eines Zugführers seines Regiments. Dort wird er am
15.01.1940 zum Fähnrichsvater ernannt und während des Westfeldzuges, am
01.06.1940, erneut Ordonnanz-Offizier im Regiment, bis er am 20.06.1940
Zugführer in der MG-Kompanie wird. Nach der Umwandlung in ein
Schützen-Regiment bleibt Baxmann auch dort Zugführer.
nach dem Angriff auf die Sowjetunion ist Baxmann ab dem 17.08.1941
Führer der 1. Kompanie des Feld-Ersatz-Bataillons 19 und wird als solcher am
15.09.1941 zum Oberleutnant befördert.
Am 26.09.1941 wird er Kompanieführer und am 17.10.1941 verwundet. Im Lazarett
wirtschaftlich dem Schützen-Ersatz-Bataillon 73 zugeteilt, wird er dort am
15.07.1942 Fähnrichsvater und übernimmt dann, ab dem 25.10.1942, eine Kompanie
des nunmehrigen Panzer-Grenadier-Regiments 73.
Bereits am 11.12.1942 verlässt er seine Kompanie und wird Kompanieführer im
Panzer-Grenadier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon 73. Von dort kehrt er am
25.011943 in den Stab des Panzer-Feld-Ersatz-Bataillons 19 zurück an die Front
und kommt am 14.12.1943 in die 4. (Granatwerfer) Kompanie der
Panzerjäger-Abteilung 19 und übernimmt dann die Führung des II. Bataillons.
Mit diesem Bataillon nahm er an den Kämpfen im April 1944 teil. So greift am 01.04.1944
das PGR 73 zusammen mit dem PGR 74 und mit Unterstützung der
Divisionsartillerie den Raum Davidkowce an. Baxmanns Bataillon erhält dabei
den Auftrag die Nordflanke des Angriffes zu decken. Da ein Schneesturm die
Sicht für Freund und Feind mehr als einschränkt, fasst Baxmann den Entschluss
nicht nur die Nordflanke zu decken, sondern auch in den Rücken des Gegners zu
gelangen. Hier angekommen, finden sie die russischen Stellungen nicht besetzt
vor. Der Sturm macht dem Gegner schwer zu schaffen, so dass sich seine
Soldaten um Wärme bemühten. Pak, Panzer und Geschütze ließ er unbewacht.
Der folgende deutsche Angriff kam völlig unerwartet und machte reichlich
Beute. So zersprengte man 600 Mann, zerstörte 4 Panzer und 6 Pak und nahm 50
Gefangene. Weiterhin nahm man 4 Pak in Besitz. Baxmann hielt die
Stellung und klärte gegen den Feind auf.
Durch seinen Angriff bringt er die Vormarschunternehmungen der Division wieder
in Schwung und leitet so das Aufbrechen des "Hube-Kessels" ein.
Dafür erhält er als Oberleutnant und Kommandeur des II. Bataillons des
Panzergrenadier-Regiments 73, der
19. Panzerdivision, erhält er für die schweren Kämpfe im so genannten
"Hube-Kessel", am 14.05.1944 das Ritterkreuz.
Am 14.05.1944 zum Hauptmann befördert kommt Baxmann am 25.06.1944 in den Stab
des Panzer-Feld-Ersatz-Bataillons 19, bzw. im Januar 1945 in den Stab des II.
Bataillons des Panzer-Grenadier-Regiments 74. Von dort erfolgte am 01.02.1945
die Versetzung in die V-Kompanie des Panzer-Feld-Ersatz-Bataillons 19 und wird
dann, noch kurz vor Kriegsende, Kommandeur des II. Bataillons des
Panzer-Grenadier-Regiments 74. Als solcher gerät er in Böhmen in
Gefangenschaft und wird am 15.08.1945 aus dem britischen Lager Dettum beim
Wolfenbüttel entlassen.
Karl Baxmann verstarb am 10.01.2004 in Söhlde bei Salzgitter.