Rudolf Bayer wurde am 10.03.1917 in Mannheim geboren und absolvierte vom
04.04.1938 bis zum 25.10.1938 seinen Arbeitsdienst in der RAD-Abteilung 3/323 in
Erbringen.
Am 14.11.1938 der 14. Kompanie des Infanterie-Regiments 110 in Heidelberg
beigetreten, nimmt er mit dieser am Frankreich- und Russland-Feldzug teil.
Doch bereits am 26.06.1941 kommt er in die 14. Kompanie des Infanterie-Regiments
256 versetzt, wo er am 01.01.1942 zum Feldwebel befördert wird. Von dort
wechselt er am 12.04.1942 in die 14. Kompanie des Infanterie-Regiments 258.
Ab 04.05.1942 gehörte Bayer zur Infanterie-Panzer-Jäger-Ersatz-Kompanie 112 in
Darmstadt. Später in die 14. Kompanie des Infanterie-Regiments 110
zurückversetzt, wird er dort am 01.08.1943 zum Oberfeldwebel befördert und am
01.12.1934 zum Reserve-Offiziers-Bewerber ernannt wird.
Nachdem am 02.11.1943 die 112. Infanterie-Division aufgelöst wurde und der
Divisionsstab den Stab der Korps-Abteilung B bildete, bildete die Infanterie der
Division, die Divisionsgruppe 112, in der das III./GR 110 und die übrigen Reste
des Grenadier-Regiments 110 eingegliedert waren. Als diese Korps-Abteilung C
zusammen mit weiteren dt. Einheiten, am 28.01.1944 bei Tscherkassy durch die 5.
Garde-Panzer-Armee und der 6. Panzer-Armee eingekesselt wurden, versuchten die
dt. verbände aus diesem Kessel auszubrechen. Zusammen mit der 5. SS-Division "Wiking"
nahm die Korps-Abteilung C am 10.02.1944 die Ortschaft Schandorowka und am
12.02. Chilki und Komarowka. Am 16.02.1944 erfolgte der Ausbruch der beiden
eingeschlossen Korps, wobei die Korps-Abteilung C von Chilki aus mit
Stossrichtung über das Höhengelände südlich von Petrowskoje. Von dort nahm man
dann den Weg nach Süden über den Gniloi Tikitsch. Während dieser Kämpfe
zeichnete sich Bayer im besonderen aus und trug so dazu bei, daß der Ausbruch
gelang. Bayer erhielt dafür am 21.02.1944 das Ritterkreuz als Zugführer in der
14. Kompanie des Grenadier-Regiments 110. Die Divisionsgruppe 112 trat dann am
10.03.1944, als Grenadier-Regiment 110, zur 88. Infanterie-Division über. Dort
wurde Bayer dann am 10.05.1944 zum Leutnant der Reserve befördert.
Am 13.07.1944 wird Bayer schwer verwundet und erreichte am 14.07.1944 um 04.15
Uhr im bewusstlosen, sterbenden Zustand das Feldlazarett (mot.) 28, die dortige
Chirurgische Abteilung in Sokal. Dort verstarb er schließlich gegen 07.15 Uhr.
Die Beisetzung musste aufgrund der militärischen Lage bereits am 17.07.1944
durchgeführt werden, obwohl die Truppe keine Abordnung stellen konnte. Bayers
Leichnam wurde zunächst in der Klosterkirche Sokal aufgebahrt und dann unter
militärischem Ehrengeleit des Feldlazaretts, auf dem Heldenfriedhof Sokal
beigesetzt.