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Ritterkreuzträger Anton Becker
Hauptmann der Reserve, Grenadiere

14.02.1942 als Leutnant der Reserve und Führer 1./IR 7708.09.194104.06.194029.10.194016.02.194222.08.194208.09.194228.02.1940

Anton Becker wurde am 30.05.1915 in Brüggen (Erft) im Bezirk Köln geboren und absolvierte vom 02.04.1937 bis zum 23.10.1937 seine Arbeitsdienstpflicht bei der RAD-Abteilung II/212 in Heiligenhoven bei Lindlar.
Nach Ende des Arbeitsdienstes trat Becker am 02.11.1937 der 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 77 in Bonn bei und avancierte bei Mobilmachung, am 26.08.1939, als Unteroffizier zum Gruppenführer in der 1. Kompanie, mit der an der Sicherung des Westwalls teilnahm.
Am 23.03.1940 wird durch das Offizierskorps des I. Bataillons zum Offizier gewählt und wird vom 01.03.1940 bis zum 15.06.1940 als Ordonnanz-Offizier beim I. Bataillon verwendet, wobei er am 20.04.1940 zum Leutnant der Reserve befördert wurde. Außerdem nahm er als solcher am Feldzug gegen Frankreich teil und übernahm am 16.06.1940 den Posten eines Zugführers der 1. Kompanie.
Nach Ende der Kämpfe kommt Becker am 15.11.1940 als Zugführer in die 10. Kompanie, bzw. am 10.03.1941 in der 9. Kompanie seines Regiments. So beginnt auch für Becker der Einmarsch in die Sowjetunion, wo er am 21.08.1941 Ordonnanz-Offizier beim Stab des III. Bataillons wird.
Am 28.10.1941 übernimmt Becker die Führung der 1. Kompanie und ab dem 13.01.1942 weiterhin noch die Führung der 3. Kompanie und des I. Bataillons in Personalunion. Nachdem er am 30.05.1942 zum Oberleutnant befördert wurde, wird Becker am 11.08.1942 nordwestlich Orel durch ein Explosivgeschoss am rechten Unterschenkel verwundet und befindet sich so vom 12.08.1942 bis zum 09.03.1943 im Lazarett. Wieder genesen kommt er am 10.03.1943 zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 77 nach Mühlheim/Ruhr und wird von dort am 20.04.1943 zum Wehrkreis-Unterführer-Lehrgang VI als Lehrgruppen-Adjutant auf den Truppenübungsplatz Wahn/Rheinland kommandiert.
Zurückgekehrt übernimmt er am 16.08.1943 die Führung der 1. Kompanie des Ersatz-Bataillons und kommt am 17.09.1944, nach seiner Beförderung zum Hauptmann am 31.12.1943, zur 26. Volks-Grenadier-Division, wo er als Adjutant des Grenadier-Regiments 77 und zuletzt ab dem 18.01.1945  bis zum 08.05.1945 gleichzeitig als Führer und damit Nachfolger des Oberstleutnants Martin Schriefer des Grenadier-Regiments 77, bzw. der Kampfgruppe 77, verwendet wird. Die 26. Volks-Grenadier-Division hatte sich im Kampf um Bastogne, während der Ardennenoffensive, mit dem Widerstand der US-Truppen auseinanderzusetzen. Beim Entsatzangriff der Amerikaner erlitt die Division schwere Verluste. Das Grenadier-Regiment 77 verteidigte sich bis zum 18.01.1945 an der Strasse Bonnerne-Villeraux. Bis zum Abend trafen dann die letzten Reste des Regiments bei Mabombre ein, darunter auch Becker, der die letzten teile des Regiments anführte. Bei den letzten Kämpfen zeichnete sich Becker, vor allem im Raum Vivrau, aus, erzielte einen Abwehrerfolg in Rheinbreitenbach und kämpfte sich dann wochenlang durch die amerikanischen Linien nach Südosten durch, bis man am 08.05.1945 kapitulierte. Für seine Erfolge erhielt Becker am 05.04.1945 das Ritterkreuz.
Anton Becker verstarb am 13.08.1995 in Lohmar-Wahlscheid.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1938 Schutzwall-Ehrenzeichen 28.02.1940
ROA 01.06.1939 (ernannt) Eisernes Kreuz II. Klasse 04.06.1940
Unteroffizier 01.06.1939 (überzählig) Eisernes Kreuz I. Klasse 08.09.1941
Feldwebel 01.03.1940 (überplanmäßig) Deutsches Kreuz in Gold 14.04.1942
Leutnant der Reserve 20.04.1940 m. Wirk. v. 01.04.1940 (RDA v. 01.04ö1940(1329)) Nennung im Ehrenblatt 16.02.1942 (lt. HVB 42/Teil C, Blatt 6, 12. Ausgabe)
Oberleutnant der Reserve 30.05.1942 -1350- m. Wirk. v. 01.03.1942 (RDA v. 01.10.1941(968)) Medaille Winterschlacht im Osten 22.08.1942
Oberleutnant 20.02.1944 -8711- m. Wirk. v. 01.11.1943 im Heer angestellt (RDA vom 01.10.1941(644)) Verwundeten-Abzeichen in Schwarz 08.09.1942
Hauptmann 31.12.1943 -610- m. Wirk. v. 01.12.1943 (RDA v. 01.12.1943(65)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 05.04.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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