|


Ritterkreuzträger Anton Becker
Hauptmann der Reserve, Grenadiere

       
Anton Becker wurde am 30.05.1915 in Brüggen (Erft) im Bezirk Köln geboren und
absolvierte vom 02.04.1937 bis zum 23.10.1937 seine Arbeitsdienstpflicht bei der
RAD-Abteilung II/212 in Heiligenhoven bei Lindlar.
Nach Ende des Arbeitsdienstes trat Becker am 02.11.1937 der 1. Kompanie des
Infanterie-Regiments 77 in Bonn bei und avancierte bei Mobilmachung, am
26.08.1939, als Unteroffizier zum Gruppenführer in der 1. Kompanie, mit der an
der Sicherung des Westwalls teilnahm.
Am 23.03.1940 wird durch das Offizierskorps des I. Bataillons zum Offizier
gewählt und wird vom 01.03.1940 bis zum 15.06.1940 als Ordonnanz-Offizier beim
I. Bataillon verwendet, wobei er am 20.04.1940 zum Leutnant der Reserve
befördert wurde. Außerdem nahm er als solcher am Feldzug gegen Frankreich teil
und übernahm am 16.06.1940 den Posten eines Zugführers der 1. Kompanie.
Nach Ende der Kämpfe kommt Becker am 15.11.1940 als Zugführer in die 10.
Kompanie, bzw. am 10.03.1941 in der 9. Kompanie seines Regiments. So beginnt
auch für Becker der Einmarsch in die Sowjetunion, wo er am 21.08.1941
Ordonnanz-Offizier beim Stab des III. Bataillons wird.
Am 28.10.1941 übernimmt Becker die Führung der 1. Kompanie und ab dem 13.01.1942
weiterhin noch die Führung der 3. Kompanie und des I. Bataillons in
Personalunion. Nachdem er am 30.05.1942 zum Oberleutnant befördert wurde, wird
Becker am 11.08.1942 nordwestlich Orel durch ein Explosivgeschoss am rechten
Unterschenkel verwundet und befindet sich so vom 12.08.1942 bis zum 09.03.1943
im Lazarett. Wieder genesen kommt er am 10.03.1943 zum
Grenadier-Ersatz-Bataillon 77 nach Mühlheim/Ruhr und wird von dort am 20.04.1943
zum Wehrkreis-Unterführer-Lehrgang VI als Lehrgruppen-Adjutant auf den
Truppenübungsplatz Wahn/Rheinland kommandiert.
Zurückgekehrt übernimmt er am 16.08.1943 die Führung der 1. Kompanie des
Ersatz-Bataillons und kommt am 17.09.1944, nach seiner Beförderung zum Hauptmann
am 31.12.1943, zur 26. Volks-Grenadier-Division, wo er als
Adjutant des Grenadier-Regiments 77 und zuletzt ab dem 18.01.1945 bis zum
08.05.1945 gleichzeitig als Führer und damit Nachfolger des Oberstleutnants
Martin Schriefer des Grenadier-Regiments 77, bzw. der Kampfgruppe 77,
verwendet wird. Die 26. Volks-Grenadier-Division hatte sich im Kampf um Bastogne, während der Ardennenoffensive, mit dem Widerstand der US-Truppen
auseinanderzusetzen. Beim Entsatzangriff der Amerikaner erlitt die Division
schwere Verluste. Das Grenadier-Regiment 77 verteidigte sich bis zum 18.01.1945
an der Strasse Bonnerne-Villeraux. Bis zum Abend trafen dann die letzten Reste
des Regiments bei Mabombre ein, darunter auch Becker, der die letzten teile des
Regiments anführte. Bei den letzten Kämpfen zeichnete sich Becker, vor allem im
Raum Vivrau, aus, erzielte einen Abwehrerfolg in Rheinbreitenbach und kämpfte
sich dann wochenlang durch die amerikanischen Linien nach Südosten durch, bis
man am 08.05.1945 kapitulierte. Für seine Erfolge erhielt Becker am 05.04.1945
das Ritterkreuz.
Anton Becker verstarb am 13.08.1995 in Lohmar-Wahlscheid.
|
Beförderungen |
|
Auszeichnungen |
|
Gefreiter |
01.10.1938 |
|
Schutzwall-Ehrenzeichen |
28.02.1940 |
|
ROA |
01.06.1939 (ernannt) |
|
Eisernes Kreuz II. Klasse |
04.06.1940 |
|
Unteroffizier |
01.06.1939 (überzählig) |
|
Eisernes Kreuz I. Klasse |
08.09.1941 |
|
Feldwebel |
01.03.1940 (überplanmäßig) |
|
Deutsches Kreuz in Gold |
14.04.1942 |
|
Leutnant der Reserve |
20.04.1940 m. Wirk. v. 01.04.1940 (RDA v. 01.04ö1940(1329)) |
|
Nennung im Ehrenblatt |
16.02.1942 (lt. HVB 42/Teil C, Blatt 6, 12. Ausgabe) |
|
Oberleutnant der Reserve |
30.05.1942 -1350- m. Wirk. v. 01.03.1942 (RDA v. 01.10.1941(968)) |
|
Medaille Winterschlacht im Osten |
22.08.1942 |
|
Oberleutnant |
20.02.1944 -8711- m. Wirk. v. 01.11.1943 im Heer angestellt (RDA vom
01.10.1941(644)) |
|
Verwundeten-Abzeichen in Schwarz |
08.09.1942 |
|
Hauptmann |
31.12.1943 -610- m. Wirk. v. 01.12.1943 (RDA v. 01.12.1943(65)) |
|
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
05.04.1945 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
|