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Ritterkreuzträger Dr. jur. Julius Beckmann
Oberst, Infanterie

Deutsches Kreuz in Gold am 26.09.1942 als Hauptmann und Führer I./IR 457Eisernes Kreuz I. Klasse am 04.07.1941Eisernes Kreuz II. Klasse am 06.12.1939Nennung im Ehrenblatt am 17.07.1944 als Oberstleutnant und und Kommandeur GR 457 für eine Tat bei Tighina am 24./25.04.1944Infanterie-Sturmabzeichen in silber am 24.08.1941Medaille Winterschlacht im Osten am 25.07.1942Verwundetenabzeichen in schwarz am 06.12.1939

Der spätere Jura-Doktor Julius Josef Engelbert Peter Beckmann wurde am 09.05.1910 in Hamm/Westfalen geboren und trat am 1.11.1934 als Freiwilliger der 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments Glogau, bei und wurde am 12.10.1935 entlassen.
Nach mehreren Reserveübungen beim Infanterie-Regiment 54 in Glogau, wird er am 01.03.1937, nach Beendigung der III. Reserve-Übung, wird er im aktiven Dienst belassen und bis zum 31.08.1937 zur Dienstableistung kommandiert. Am 23.07.1937 wird er mit Wirkung zum 01.09.1937 als Leutnant beim Heer angestellt und besucht vom 10.07.1938 bis zum 10.08.1938 einen lehrgang für Offiziere an der Kriegsschule in München.
Am 28.11.1938 kommt er zur 17. Kompanie des Ergänzungs-Bataillons des Infanterie-Regiments 54 und wird am 03.01.1939 Führer der 8. Ergänzungs-MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 150, die nach Mobilmachung vom 26.08.1939 in 8. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 457 umbenannt wird. Zuvor war er am 31.05.1939 zum Oberleutnant befördert worden.
Mit seinem Regiment nimmt Beckmann an der Sicherung des Westwalls, während des Polenfeldzuges, teil und ist danach an den Kämpfen seiner Division in Frankreich beteiligt. Nach Ende dieser Kämpfe wird er am 01.12.1940 in Vertretung zum Regiments-Adjutant ernannt, sowie im Januar-Februar in Vertretung Führer des I. Bataillons.
Mit seiner Kompanie nimmt er am Einmarsch in die Sowjetunion teil und übernimmt am 20.11.1941 vertretungsweise die Führung des I. Bataillons.
Ab dem 13.12.1941 wieder Regiments-Adjutant in Vertretung, wird er am 29.01.1942 Führer des I. Bataillons und als solcher am 30.01.1942 zum Hauptmann befördert. Mit seinem Bataillon zeichnete er sich, nach dem u.a. Lehrgang am 05.10.1942 bei Krasnogorod durch persönliche Tapferkeit und geschickte Truppenführung besonders aus. Dafür erhielt er am 22.06.1942 die Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers.
Er nimmt dann vom 07.09.1942 bis zum 03.10.1942 an einem Lehrgang an der Bataillons- und Abteilungs-Führerschule bei der 1. Lehr-Abteilung teil und wird mit Wirkung zum 03.09.1943 für die Dauer der Erkrankung des Regiments-Kommandeurs mit der Führung des Grenadier-Regiments 457 beauftragt, nachdem er am 01.01.1943 zum Major befördert worden war. Mit Wirkung vom 25.10.1943 wird er dann am 18.01.1944 zum Führer des Regiments ernannt. Andere Dokumente weisen darauf hin, daß Beckmann bereits am 01.01.1944 als Kommandeur des Regiments eingesetzt war.
Im Raum Tighina am Dnjestr brach der Gegner beim linken Nachbar ca. 4 Kilometer tief ein. Beckmann erkannte sofort die entstandene kritische Lage für die Division und stiess mit einer handvoll Männer in den Nachbarabschnitt. Dieser Stoss in den Rücken des Feindes, zwang diesen zur Flucht. Beckmann drängte nach, säuberte einen Panzergraben, nahm 40 Gefangene, stiess mit zwei Sturmgeschützen in eine befestigte Häusergruppe vor und sicherte gegen Nachmittag die alte Hauptkampflinie. Durch diesen Einsatz wurde ein für das ganze Korps bedrohlicher Durchbruchsversuch vereitelt. Beckmann erhielt dafür die Ehrenblattspange, da er zu diesem Zeitpunkt bereits für seine erfolgreichen Kämpfe an der Radjanka am 25.01.1944 zum Ritterkreuz eingereicht war. Da der Vorschlag durch Feindeinwirkung verloren ging musste zunächst eine Zweitausfertigung erstellt werden. Doch am 09.06.1944 wird er als Major und Führer des Grenadier-Regiments 457  mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Beckmann war jedoch am 20.02.1944, mit Wirkung vom 01.01.1944, zum Oberstleutnant befördert worden. Die Aufnahme in die Ritterkreuzträgerträger-Verleihungsliste des Heerespersonalamtes machte dabei also einen Fehler.
Als sich die Division im Verband des XXX. Armeekorps bis nach Rumänien zurückziehen musste, fand Beckmann am 28.8.1944 im Raum Jassy/Rumänien den Soldatentod, mit Wirkung vom 1.8.1944 war er posthum zum Oberst d.R. befördert worden. Es besteht die Möglichkeit das Beckmann in den Wäldern südlich Husi gefallen ist.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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