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Ritterkreuzträger Hermann Begemann
Oberst, Grenadiere

Deutsches Kreuz in Gold am 11.12.1941 als Oberstleutnant und Kommandeur II./IR 183Eisernes Kreuz I. Klasse am 26.06.1940Eisernes Kreuz II. Klasse am 13.06.194001.08.1941

Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK - am 04.09.1916Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK - am 26.12.1914

Hermann Begemann wurde am 24.02.1896 in Hannoversch-Münden geboren und trat am 10.08.1914 als Kriegsfreiwilliger dem 2. Rekruten-Depot des Ersatz-Bataillons des 1. Ober-Elsässischen Infanterie-Regiments Nr. 167 bei.
Am 28.08.1914 in die 8. Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 234 versetzt, wird er am 24.04.1915, als Gefreiter, bei St. Julien verwundet. Wieder genesen am 18.06.1915 dem Infanterie-Regiment 85 zugeteilt, wird er am 21.09.1915 in das II. Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 267 versetzt. Von dort erfolgte eine Weiterversetzung am 10.12.1915 in die 8. Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 234, wo er vom 20.12.1915 bis zum 24.09.1916 als Zugführer Verwendung fand. Zwischenzeitlich befand er sich vom 17.12.1915 bis zum 15.02.1916 im Feld-Lazarett 6 des III. Armee-Korps aufgrund der Entfernung eines alten Geschosses im rechten Oberschenkel.
Wieder zurück bei seiner Kompanie, wird er dort am 22.02.1916 zum Leutnant befördert und am 27.02.1916 in die 10. Kompanie versetzt.
Vom 02.06.1916 bis zum 24.06.1916 nimmt er am Ausbildungskursus für Offiziere beim Feld-Rekrutendepot des XXVI. Reserve-Korps in Gent teil und erhält vom 19.07.1916 bis zum 15.08.1916 Heimaturlaub zur Wiedererlangung der Dienstfähigkeit.
Während eines Einsatzes bei Combles, am 24.09.1916, wird er durch feindliches Kampfgas vergiftet und gerät so in britische Gefangenschaft. Dort wird er dann ins Military-Hospital Nell Lane in West-Didsburg/Manchester aufgenommen.
Am 04.11.1919 aus der Gefangenschaft entlassen, scheidet er am 31.03.1920 aus dem Heeresdienst, mit Char. und Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Infanterie-Regiments 85, aus.  Daraufhin gehörte Begemann ab Dezember 1920 bis Oktober 1921 dem Heimatschutz Ostpreußen an.
Am 25.07.1934 wird er mit Wirkung zum 01.08.1934 als Hauptmann und Kompanie-Offizier bei der 11. Kompanie des 12. Infanterie-Regiment beim Heer angestellt und am 01.10.1934 ins II. Bataillon des Infanterie-Regiments Breslau versetzt. Dort wird er am 15.12.1934 Führer des Stabs-Personals des Bataillons und am 01.01.1935 zum Nachrichten-Offizier ernannt.
Am 01.04.1935 zum Chef der 7. Kompanie ernannt, behält er diesen Posten auch, nach der Umbenennung des Regiments in Infanterie-Regiment 49. Begemann nimmt daraufhin vom 22.11.1937 bis zum 02.12.1937, sowie vom 25.04.1938 bis zum 04.05.1938, an einem Stabsoffizier-Lehrgang bei der 28. Division teil und wird nach seiner Rückkehr zur Kompanie, am 31.07.1938 zum Major befördert. Als solcher wird er am 10.11.1938 Chef der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 83. Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung übernimmt Begemann am 26.08.1939 das Kommando über das dortige II. Bataillon. Mit diesem ist er an der Sicherung des Westwalls und am Westfeldzug beteiligt.
Kurz nach Beginn des Russland-Feldzuges übernimmt Begemann am 23.06.1941 die Führung des Infanterie-Regiments 183, am 03.08.1941 des Infanterie-Regiments 164, am 1908.1941 des Infanterie-Regiments 190 und am 15.09.1941 erneut über das Infanterie-Regiments 183. Zwischenzeitlich war er am 12.07.1941 zum Oberstleutnant befördert worden.
Am 25.10.1941 wieder Kommandeur seines II. Bataillons, wird er mit Wirkung vom 09.01.1942 Führer des Infanterie-Regiments 132 bestimmt. Mit Wirkung vom 25.02.1942 übernimmt er dann auch das Kommando des Regiments.
Ab dem 05.08.1942 in der Führer-Reserve, zur Wiederherstellung der Gesundheit, wird er am 30.10.1942, mit Wirkung zum 01.10.1942 mit dem Kommando des Infanterie-Regiments 131 beauftragt. Am 18.11.1942 erfolgte jedoch mit Wirkung vom 01.10.1942 die Ernennung zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 132.
Nachdem am 19.11.1942 der sowjetische Grossangriff im großen Donbogen begann, wurde die Front des IV. rumänischen Armee-Korps, linker Nachbar der 6. deutschen Armee, schnell durchbrochen. Dabei ging auch die rumänische Kavallerie-Division, als rechte Flanke des Korps, zurück. Damit war die tiefe Flanke der 6. Armee frei. Aufgrund dieser bedrohlichen Lage wurde das Regiment Begemann aus der Stellung der 44. Infanterie-Division herausgezogen und an die Westflanke des XI. Armee-Korps nach Werch. Businowka verlegt. Durch persönlichen Einsatz des Oberstleutnants Begemann erfolgte der Transport schneller als erwartet, wodurch ein weiteres Vordingen des Gegners zunächst gestoppt werden konnte. Zwei Tage lang hielt das Regiment sämtliche Angriffe der angreifenden 3 mit Panzern unterstützten Kavallerie-Division auf, obwohl es von drei Seiten angegriffen wurde. Durch eigenständigen Entschluss ging Begemann zum Gegenangriff über und vernichtete mindestens ein Kavallerie-Regiment. Gefangenenaussagen und aufgefangene Funksprüche zeigen, das der Gegner über diesen Widerstand erstaunt war und so sämtliche Abgriffe in Richtung Werch. Businowka aufgab und stattdessen weiter südlich ausholte. Die offensive Verteidigung des Regiments war Vorraussetzung für den geordneten Rückzug des XI. Armee-Korps über den Don. Das Regiment verließ nur, unter Mitnahme aller Verwundeten, seine Stellungen aufgrund eines Befehls. Für diese Kämpfe des Regiments erhielt Hermann Begemann am 18.12.1942 das Ritterkreuz.
Am 21.01.1943 zum Oberst befördert, geriet er am 28.01.1943 in Stalingrad in Gefangenschaft, aus der er im November 1948 entlassen wurde. Zunächst ging man davon aus, das er seit dem 22.01.1943 als vermisst galt.
Hermann Begemann verstarb am 04.07.1963 in Frielingen, im Kreis Fallingbostel.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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