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806. Eichenlaubträger Lothar Berger
Generalmajor

Eisernes Kreuz I. KLasse am 02.10.1939Eisernes Kreuz II. KLasse am 30.09.1939Ehrenkreuz für Frontkämpfer am 01.01.1935

Eisernes Kreuz I. KLasse - 1. WK - am 24.09.1920Eisernes Kreuz II. KLasse - 1. WK - am 28.07.1918

Lothar Hermann Sylvester Berger wurde am 31.12.1900 in Halberstadt/Magdeburg geboren und trat dem Kadetten-Korps bei.
Vom Kadetten-Korps kommend trat Berger am 25.03.1918, als Fähnrich, der 4. Kompanie des I. Ersatz-Bataillons des 3. Magdeburgischen Infanterie-Regiments Nr. 66 bei und wird am 05.05.1918 zur 10. Kompanie des Infanterie-Regiments 66 ins Feld überwiesen.
Bereits am 22.05.1918 wird er ins Feld-Rekruten-Depot der 113. Infanterie-Division versetzt und kehrt am 12.06.1918 zu seiner 10. Kompanie zurück, wo er am 01.07.1918 erkrankt und ins Feld-Lazarett 343 verlegt wird.
Am 08.07.1918 zur Kompanie zurückgekehrt, wird er am 15.07.1918 bei Vernenil leicht verwundet und der Verwundeten-Sammelstelle der 113. Infanterie-Division überstellt. Bis zum 20.07.1918 auf Transport, befindet er sich zunächst im Kriegslazarett II./12 in St. Quentin, dann ab dem 27.07.1918 im Reserve-Lazarett II/Bonn, ab 16.08.1918 im Vereinslazarett Kahlenbergstift in Magdeburg und ab 19.09.1918 im Reserve-Lazarett Braunlage im Harz.
Am 30.10.1918 der 1. (Genesenden) Kompanie der I. Ersatz-Bataillons seines Regiments zugeteilt, kehrt er am 13.01.1919 zu seiner Kompanie zurück.
Mit Ende des Krieges erfolgte am 10.02.1919 die Versetzung in die Nachrichten-Abteilung des Freikorps Rieckhoff. Am 10.10.1919 gehörte Berger dann zum Auflösungskommando der Wirtschaftskompanie des Infanterie-Regiments 66.
Am 25.11.1919 in die MG-Kompanie des II. Bataillons des Reichswehr-Schützen-Regiments 8 versetzt, wird er am 30.06.1920 im Zuge der Heeresverminderung entlassen. Mit Wirkung vom 21.02.1922 Char. als Leutnant a.D. erhält er die Erlaubnis zum Tragen der Regiments-Uniform, woraufhin er am 11.02.1924 ein Wiedereinstellungsgesuch stellt. Am 11.05.1924 wiedereingestellt und der 11. Kompanie des 12. Infanterie-Regiments zugeteilt, nimmt er vom 20.04.1924 bis zum 30.09.1924 am 1. Lehrgang der Infanterieschule München auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf teil und wird nach seiner Rückkehr zur Kompanie am 20.12.1924 zum Leutnant befördert.
Nach der Versetzung in die 13. (MW) Kompanie des Regiments, am 20.07.1925, nimmt er vom 01.12.1925 bis zum 21.05.1926 an einem Lehrgang für Minenwerfer-Offiziere in Jüterbog teil. Später erfolgte dann am 01.03.1928 die Beförderung zum Oberleutnant.
Mit Wirkung vom 08.12.1928 in die 12. (MG) Kompanie des 12. Infanterie-Regiments versetzt, wird er am 01.05.1929 zum Adjutant des III. Bataillons ernannt und verunglückt als solcher am 11.07.1930 mit dem Motorrad. Wieder genesen kehrt er am 13.04.1931 in die 12. Kompanie zurück, um dann am 01.05.1931 in die 11. Kompanie versetzt zu werden.
Am 01.04.1932 in die 4. Kompanie versetzt, erhält er vom 06.03. bis zum 11.03.1933 eine Wehrkreisprüfung, sowie vom 19.03. bis zum 24.03.1934 eine zweite. Daraufhin wird er dann am 01.06.1934 zum Führer der 8. Kompanie ernannt und am 01.07.1934 zum Hauptmann befördert.
Im Zuge des 01.10.1934 übernimmt er dann den Posten des Kompaniechefs der 8. Kompanie im nunmehrigen Infanterie-Regiment Halberstadt, dem späteren neuen Infanterie-Regiment 12.
Als Chef der 12. Kompanie wechselt Berger am 06.10.19´36 zum Infanterie-Regiment 66, wo er am 05.01.1939 zum Major befördert wird.
Mit Wirkung vom 01.06.1939 übernimmt er das Kommando über das III. Bataillon des Infanterie-Regiments 84 und nimmt mit diesem im Verband der 8. Infanterie-Division, am Polen- und Frankreich-Feldzug teil. Als Bataillonskommandeur gab er seinen Soldaten ein leuchtendes Beispiel, als diese durch das starke Abwehrfeuer des Gegners beim Maas-Übergang bei Yvoir am 14.05.1940, stark beeindruckt waren. Ebenso trug er wesentlich dazu bei, daß die Befestigungsanlagen an der französisch-belgischen Grenze bei Berelles am 17. und 18.05.1940 durchstoßen werden konnten. Dafür wurde Berger am 05.08.1940 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und erhielt am 14.08.1940 die Beförderung zum Oberstleutnant.
Mit Wirkung vom 31.10.1940 erhält Berger das Kommando über die Lehr-Abteilung I an der Infanterieschule und wird zum Truppenübungsplatz Döberitz-Elsgrund, dem Olympischen Dorf, inmarsch gesetzt. Dort wird er dann am 16.03.1942 zum Oberst befördert.
Mit Wirkung vom 02.01.1943 in die Führer-Reserve des OKH versetzt, übernimmt er am 18.03.1943 mit Wirkung vom 25.01.1943 das Kommando über das Grenadier-Regiment 336. Dem folgte dann am 05.09.1943 die Versetzung in die Reserve, wo er bis zum 15.10.1943 zunächst zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 12 kommandiert wurde. Dem schloss sich am 27.12.1943 die Versetzung als Kommandeur, mit Wirkung vom 07.10.1943, des Jäger-Regiments 721 an.
Mit Wirkung vom 03.01.1945 wieder in der Reserve, wird er mit Wirkung vom 14.01.1945 zur Einarbeitung als Taktiklehrer für die Regimentsführer-Lehrgänge kommandiert, um dann mit Wirkung vom 23.01.1945 das Kommando über die Festung Oppeln zu übernehmen.
Ab dem 26.01.1945 wieder in der Reserve, wird er mit Wirkung vom 01.02.1945 zum Wehrkreis VIII kommandiert und dort für Sonderaufgaben verwendet. So übernimmt er bspw. das Kommando über die Brigade zbV. 100 und ist später Kampfkommandant von Guben.
Vom 05.04. bis zum 05.05.1945 zum 18. Divisionsführer-Lehrgang nach Neustadt an der fränkischen Saale kommandiert, wobei er diese Kommandierung womöglich aufgrund der Lage nicht antreten kann und stattdessen am 30.03.1945 die stellvertretende Führung der 208. Infanterie-Division übernimmt. Für seine Verwendung als Kommandeur der Brigade zbV. 100, der Stadt Oppeln und Guben, erhielt er am 28.03.1945 das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Am 06.04.1945 wird er mit der Führung der 75. Infanterie-Division beauftragt und am 20.04.1945 zum Generalmajor befördert.
Mit Kriegsende geriet Berger zunächst in sowjetische Gefangenschaft, aus der er im November 1945 entlassen wird und stattdessen in britische Gefangenschaft wechselt, aus der er im Juli 1946 entlassen wird.
Lothar Berger verstarb am 05.11.1971 in Bad Schwartau in Schleswig-Holstein.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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