Erhard Heinrich Berner wurde am 12.09.1894 in Schellerhau im Erzgebirge
als Sohn eines Kaufmanns geboren und trat am 21.08.1914 als Kriegsfreiwilliger dem Kgl. Sächs. 1.
Ulanen-Regiment Nr. 17 "Kaiser Franz Joseph von Österreich, König von
Ungarn" in Oschatz bei.
Mit Ende seiner Grundausbildung wird er am 06.11.1914 in die 5. Eskadron, mit
einem Ersatz-Transport, an die Ostfront versetzt, wo er ab dem 09.11.1914 an
den Kämpfen an der Warta, ab dem 14.07.1915 an der Schlacht um Schaulen und ab
dem 19.03.1916 an der Schlacht von Jakobsstadt teilnimmt. Während dieser
Einsätze wird er am 07.07.1915 zum Gefreiten und am 22.09.1915 zum
Unteroffizier befördert.
Vom 15.02. bis zum 09.12.1918 im Reserve-Infanterie-Regiment 106, wird er dort
zunächst zum Zugführer in der 8. Kompanie und ab dem 05.07.1917 in der 7.
Kompanie ernannt. Weiterhin übernimmt Berner am 14.12.1917 den
Ordonnanz-Offiziers im II. Bataillon und ist ab dem 03.08.1918 Adjutant des
III. Bataillons im Infanterie-Regiment 106, mit dem er unter anderem vom 18.
bis zum 25.07.1918 an der Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims
teilnimmt.
Mit Kriegsende wird er am 09.12.1918 mit Char.- und Uniformverleihung aus dem
Heeresdienst entlassen und nimmt erst später von 1930 bis 1933 an
Schulungsabenden durch Offiziere und Beauftragte des Wehrkreises II im Kasino
Demmin teil.
Am 13.09.1934 wird er mit Wirkung vom 15.09.1934 als Hauptmann beim 5.
Infanterie-Regiment, ab dem 01.10.1934 Infanterie-Regiment Stettin, in
Greifwald beim Heer eingestellt und wird am 01.10.1934 Chef der 11. Kompanie
des III. Bataillons. Auch nach der Neunumerierung des Regiments, erneut in
Infanterie-Regiment 5, blieb Berner Chef der 11. Kompanie und wechselte erst
am 01.10.1936 als Chef in die 4. Kompanie des Regiments.
Daraufhin übernahm er am 30.06.1938 ein Kommando nach Schweden und wird so vom
15.08. bis zum 27.08.1939 zum kgl. schwedischen Upplands-Infanterie-Regiment 8
in Upsala kommandiert. Dort meldete er sich am 15.08. vormittags beim
Kommandeur Oberst Bratt in Upsala und meldete sich dann mit Ablauf der
Kommandierung am 27.08.1939 beim deutschen Militärattache in Stockholm ab.
Während seiner Kommandierung nach Schweden erhielt Berner die Genehmigung zum
Tragen der Uniform.
Wieder in der 4. Kompanie, meldet er sich am 14.11.1938 krank und wird am
26.08.1919 mit Wirkung vom 03.09.1939 zum Kommandeur des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 322 ernannt, nachdem er am 31.03.1939 zum Major
befördert worden war.
Am 07.02.1940 zum Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 508
ernannt, nimmt er mit diesem vom 05. bis zum 20.06.1940 am Westfeldzug teil
und übernimmt am 30.06.1940 das Kommando über das II. Bataillon des Regiments.
Am 31.05.1941 mit sofortiger Wirkung in die Führer-Reserve versetzt, übernimmt
er am 09.08.1941 die Führung des Infanterie-Regiments 508. Antritt der Führung
ist der 12.08.1941. Für die Führung des Regiments erhält er am 24.12.1941 das
Deutsche Kreuz in Gold.
Nach erneuter Versetzung in die Reserve, vom 09.12.1941 bis zum 31.03.1942,
wird Berner am 20.01.1942 mit Wirkung vom 01.04.1942 zum Kommandeur der
Heeresunteroffiziersschule Aschaffenburg ernannt und gleichzeitig zum
Aufstellungsstab der Schule kommandiert. Laut weiterer Dokumente war er zuvor
vom 08.01. bis zum 31.03.1942 zur Aufstellung der Heeresunteroffiziersschule
Jauer kommandiert und hatte vom 0l.04. bis zum 30.09.1942 auch das Kommando
über diese Schule inne.
Am 18.01.1942 zum Oberstleutnant befördert wird er dann mit Wirkung vom
01.10.1942 in die Reserve versetzt und am 13.02.1943 mit Wirkung vom
15.12.1942 zum Kommandeur des Jäger-Regiments 28 ernannt.
Mit dem Regiment nimmt er unter anderem am 22. und 23.01.1944 an den Kämpfen
bei Widogoschtsch im Raum Nowgorod teil und wird dafür im Ehrenblatt des
Heeres genannt.
Als am 19.12.1944 der Gegner beiderseits der Bahn Paszto-Salgotarjan in
Nordungarn die eigenen schwachen Sicherungen durchbrach, gelang es der 8.
Jäger-Division und der 15. Infanterie-Division am 23.12.1944 in dem
Höhegelände ostwärts Salgotarjan eine Stützpunktlinie zu errichten. Örtliche
Einbrüche des Gegners wurden am 27.12. bereinigt bzw. abgeriegelt, wobei
Oberst Berner dabei besondere Tapferkeit und Einsatzwillen bewies. Dafür wird
er am 18.01.1945 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 17.02.1945 übernimmt Berner die Führung der 76. Infanterie-Division, wird
am 15.04.1945 zum Generalmajor befördert und übernimmt mit Wirkung vom
20.04.1945 das Kommando über diese Division.
Er geriet am 08.05.1945 in sowjetische Gefangenschaft aus der er am 10.10.1955
entlassen wird.
Erhard Berner verstarb am 25.07.1960 in Hannover-Linden.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
| Gefreiter
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07.07.1915 |
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Eisernes
Kreuz II. Klasse - 1. WK |
18.06.1915 |
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Unteroffizier |
22.09.1915 |
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A.R. 2.
Klasse |
23.12.1917 |
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Offiziersaspirant |
01.04.1917
ernannt |
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Eisernes
Kreuz I. Klasse - 1. WK |
13.08.1918 |
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Vizefeldwebel |
15.04.1917 |
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Ehrenkreuz
für Frontkämpfer |
30.12.1934 |
| Leutnant |
28.06.1917 |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
02.10.1936 |
| Hauptmann
|
13.09.1934 |
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Spange zum
Eisernen Kreuz II. Klasse |
15.06.1940 |
| Major |
31.03.1939 |
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Spange zum
Eisernen Kreuz I. Klasse |
25.11.1940 |
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Oberstleutnant |
18.01.1942 |
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Deutsches Kreuz in Gold |
24.12.1941 |
| Oberst |
08.12.1943 |
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Nennung im Ehrenblatt |
17.06.1944 |
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Generalmajor |
15.04.1945 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
18.01.1945 |