Sigurd-Horstmar wurde am 31.12.1900 in
Berlin-Charlottenburg geboren und versah im 1. Weltkrieg vom 02.07.1917 bis zu
seiner Entlassung am 31.12.1920 in der Preußischen Armee, die ihn im Range eines
Leutnant entließ.
Als aktiver Oberleutnant trat er am 01.06.1933 wieder dem damaligen Reichsheer
bei und gehörte ab dem 01.04.1934 zur 11. Kompanie des Infanterie-Regiments 9 in
Berlin-Spandau, wo er am 01.05.1934 zum Hauptmann befördert wurde.
Zum Jahreswechsel 1937/38 übernimmt von Beaulieu-Marconnay die 1. Kompanie des
MG-Bataillons 8. Nachdem der bisherige Kommandeur des Bataillons im Juli 1939 zum Kommandeur des
Infanterie-Regiments 29 in Guben ernannt wurde, übernahm Beaulieu-Marconnay das
Kommando über das Bataillon, nachdem er am 05.01.1939 zum Major befördert worden
war. Mit seinem Bataillon nahm er am Polen- und Frankreich-Feldzug teil und kam
dann am 02.08.1940 zum Korps-Kommando X, wo er ab Anfang September 1940 als
Adjutant verwendet wurde und nimmt so am Russland-Feldzug teil. Zuvor war er am
01.04.1941 zum Oberstleutnant befördert worden.
Im August 1942 übernimmt er zunächst die Führung des Infanterie-Regiments (mot.)
29 und wird dann am 10.09.1942 zum Kommandeur des Regiments ernannt und am
01.10.1942 zum Oberst befördert.
Nachdem die 3. Infanterie-Division (mot.) zusammen mit den anderen Teilen der 6.
Armee in Stalingrad eingekesselt wurde, verlegte die Division nach
Marinowka-Dimitrijewka, an den Südwestvorsprung des Kessels, wo der Gegner ab
dem 28.11.1942 immer wieder versuchte diesen Vorsprung zum Einsturz zu bringen.
Dort wehrte jedoch die Kampfgruppe von Beaulieu-Marconnay sämtliche Angriffe ab.
Das Halten dieser Stellung war für einen möglichen Ausbruch nach Südwesten von
entscheidender Bedeutung. Eineinhalb Monate standen die Männer um von
Beaulieu-Marconnay im erfolgreichen Abwehrkampf und sicherten so die Möglichkeit
eines Ausbruchs. Am 10.01.1943 jedoch musste dieser Frontvorsprung geräumt
werden, nachdem der Gegner bei Nachbarabschnitten durchgebrochen war. Für diesen
Einsatz beantragte die Heeresgruppe Don am 20.01.1943 via Funk das Ritterkreuz
für Oberst von Beaulieu-Marconnay, das ihm am 20.01.1943 verleihen wurde.
Zusammen mit seinen Soldaten ging er am 31.01.1943 in sowjetische
Gefangenschaft. Nach 10 Jahren
stirbt er am 08.10.1953 im Lager Krasnopolje. Sein Grab befindet sich in
Gundurowka in der Südukraine.