Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Buchhinweis - Geschichte des EK - Impressum

__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt

Ritterkreuzträger Helmut Bechler
Generalmajor

19.12.1941 als Major und Kommandeur I./IR 17314.05.194008.06.194003.07.194405.03.1913502.10.1936

21.08.191820.07.191623.05.191730.01.192029.11.191930.09.1918

Helmut Bernhard Franz Bechler wurde am 02.06.1898 in Grün im Vogtland/Sachsen geboren und trat am 10.06.1915, als Fahnenjunker, dem I. Ersatz-Bataillon des Kgl. Sächs. 16. Infanterie-Regiment Nr. 182 in Freiberg/Sachsen bei.
Mit Ende der Ausbildung wir Bechler am 24.11.1915 zur 8. Kompanie ins Feld versetzt, nachdem er vor zu einem Einjährigen-Kur und zu einem Fahnenjunker-Kurs nach Döberitz kommandiert wurde. Bei den Kämpfen an der Westfront, am 11.07.1916 verwundet, wird er nach seiner Wiederkehr an die Front, am 21.12.1916 Ordonnanz-Offizier beim Stab des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 182, nachdem er während seines Lazarettsaufenthalts am 21.10.1916 zum Leutnant befördert wurde.
Am 14.03.1918 wird Bechler Zugführer und Nachrichtenmitteloffizier im II. Bataillon und ist in Rumänien eingesetzt, bis es dort am 14.04.1918 zum Waffenstillstand kommt. Danach kommt er bis zum 21.06.1918 in die Ukraine, bzw. dann bis zum 15.08.1918 nach Russland und ins Baltikum. Am 06.08.1918 zum Führer der 7. Kompanie ernannt, ist er Teil der Besatzungstruppe in der Ukraine.
Am 04.12.1918 wird er Adjutant des I. Bataillons und ist dann Teil der Sicherungs- und Besatzungstruppe in Weißrussland und Litauen.
Vom 19.02.1919 bis zum 30.04.1919 wird er aufgrund eines Studiums in Berlin beurlaubt und wird nach seiner Rückkehr Zugführer in der 1. und 3. Kompanie, sowie stellvertretender Adjutant des I. Bataillons des Sturm-Infanterie-Regiments der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, bei der Brigade Südlitauen. Am 21.06.1919 wird er dann Führer der 1. Kompanie des Reichswehr-Infanterie-Regiments 56, mit dem er bis zum 15.08.1919 im Grenzschutz Litauen eingesetzt war. Von dort wird er am 10.12.1919 als Adjutant des II. Bataillons in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 20 versetzt, das bis zum 29.01.1920 im oberschlesischen Grenzschutz eingesetzt wurde. Ein weiterer Wechsel erfolgte am 01.03.1920 als Ordonnanz-Offizier des II. Bataillons, in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 37, mit dem er an der Niederschlagung des Märzunruhen in Leipzig teilnahm.
Am 01.10.1920 in die 7. Kompanie des Reichswehr-Infanterie-Regiments 24 versetzt, wird er am 31.12.1920 infolge der Heeresverminderung verabschiedet.
Am 15.,07.1934 wird er im Range eines Hauptmanns reaktiviert und zunächst im 11. (sächs.) Infanterie-Regiment verwendet. Er wechselt dann im Oktober 1934 in das III. Bataillon des Infanterie-Regiments Königsbrück, wo er am 01.04.1935 als Chef der 11. Kompanie eingesetzt wird. Bereits am 15.10.1935 wechselt er als Chef der 11. Kompanie ins Infanterie-Regiment 53 nach Naumburg-Saale und nimmt vom 11.11.1937 bis zum 27.11.1937 an einem Stabsoffizier-Lehrgang des IV. Armee-Korps in Königsbrück teil. Ein weiterer Stabsoffizier-Lehrgang schließt sich dann vom 05.01.1938 bis zum 14.01.1938 bei der 14. Division in Leipzig an. Wieder zu seiner Kompanie zurückgekehrt wird er am 31.03.1939 zum Major befördert. Als solcher wird er im Zuge der Mobilmachung, am 26.08.1939, zum Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 173 ernannt. Mit diesem ist er nach beginn des Feldzuges gegen Polen, am Westwall eingesetzt, nimmt am Frankreich-Feldzug teil und am Einmarsch in die Sowjetunion. Dort wird er am 18.01.1942 zum Oberstleutnant befördert, nachdem er mit Wirkung vom 06.01.1942 die Führung des Regiments übernommen hatte. Kurze Zeit später wird er mit Wirkung vom 25.02.1942 zum Kommandeur dies Regiments ernannt. Nachdem er ein knappes Jahr später, am 15.02.1943 zum Obersten befördert wird, kommt Bechler mit Wirkung vom 29.03.1943 in die Führer-Reserve beim Panzer-Armee-Oberkommando 3 und von dort mit Wirkung vom 01.09.1943 in die Führer-Reserve des OKH.
Als er am 15.10.1943 das Kommando über das Grenadier-Regiment 504 übernimmt, gehörte er später, mit der 291. Infanterie-Division zur eingeschlossenen 1. Panzer-Armee. Es galt diesen sogenannten "Hube-Kessel", oder auch "Wandernder Kessel", zusammenzuhalten und als Kessel in Richtung Westen zu den eigenen Linien zu marschieren.
In der Nacht vom 09. auf den 10.03.1944 erhielt das Grenadier-Regiment 504 den Auftrag, das 3 Kilometer abseits der Rollbahn liegende Dorf Sapadinzy, zwischen Schepetowka und Proskurow, zu besetzen. Auftrag war das Halten des Dorfes, da es dem Gegner nicht gelingen durfte die wichtige Rollbahn zu erreichen. Bei Eintreffen des Regiments im Dorf, wurden die Grenadiere durch angreifende Feindpanzer überrascht. Mit den zunächst zur Verfügung stehenden 30 Mann, stellte Bechler die Lage wieder her und baute eine Abwehrfront auf. So hielt er das Dorf die nächsten drei Tage gegen alle Feindangriffe, während entlang der Rollbahn drei eigene Division abflossen. Für diesen Einsatz erhielt Bechler am 26.03.1944 das Ritterkreuz. Das Bechler ein wichtiger Mann war bewies die Tatsache, daß der Kommandeur der 1. Panzer-Armee Hube, Bechler zum Bericht mit ins Führer-Hauptquartier nahm. Außerdem findet seine Verteidigungstat seine Erwähnung im Wehrmachtsbericht am 02.04.1944.
Nachdem er am 31.08.1944 sein Regiment abgab, wird er am 07.09.1944 zum 14. Divisionsführer-Lehrgang kommandier und übernimmt am 11.10.1944 die stellvertretende Führung der 275. Infanterie-Division, während der Abwesenheit des Generalleutnants Hans Schmidt.
Mit Wirkung vom 22.11.1944 übernimmt Bechler die stellvertretende Führung der 85. Infanterie-Division, für die Dauer der Erkrankung des Generalleutnants Chill. Mit Wirkung vom 07.12.1944 übernimmt er dann die Führung der Division während des Endkampfes an der Westfront und wird in Ausübung seiner Tätigkeit am 04.02.1945 im Hürtgenwald schwer verwundet, wobei der seine linke Hand verliert und bis Juli 1945 im Lazarett liegt. Zuvor wurde Bechler am 16.02.1945 zum Generalmajor befördert und aufgrund seiner Verwundung, am 15.03.1945 in die Führer-Reserve, Reservelazarett Königsstein im Tanus, versetzt. Wegen der Schwere seiner Verwundung gelangt er nicht in Gefangenschaft und wird im Juli 1945 aus dem Reserve-Lazarett Naumburg entlassen. Dennoch geriet er mehrfach, wochenlang in sowjetische Haft, bis er im Juni 1948 in die Westzone fliehen konnte.
Helmut Bechler verstarb am 09.01.1971 in Kassel.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

Free counter and web stats