Karl Beck wurde am 20.09.1911 in Bayreuth/Bayern geboren und trat am
01.04.1933, als Schütze, der 10. Kompanie des 21. (Bayerischen(
Infanterie-Regiments in Bayreuth bei.
Am 01.10.1933 wird er unter gleichzeitiger Ernennung zum Fahnenjunker bzw.
Fahnenjunker-Gefreiten, in die 5. Kompanie des Infanterie-Regiments Nürnberg
versetzt, wo er am 01.12.1933 zum Fahnenjunker-Unteroffizier befördert wird.
Beck besucht dann ab dem 11.01.1935 die Kriegsschule in Dresden, wo er am
01.06.1935 zum Fähnrich befördert wird und wird danach dem Infanterie-Regiment
21 zugeteilt. Von dort wechselt er mit Wirkung zum 13.02.1936 zum
Infanterie-Regiment 42 und wird dort am 20.04.1936 zum Leutnant befördert. Als
solcher wird er am 06.10.1936 zum Adjutant des II. Bataillons, bzw. am
10.11.1938 zum Adjutant des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 95 ernannt.
Außerdem erhält er am 31.12.1938 die Beförderung zum Oberleutnant.
Mit Beginn des Jahres 1939 wird er Chef der 2. Kompanie, mit der er am
Polen-Feldzug teilnimmt und am 19.10.1939 zur 198. Infanterie-Division versetzt
wird. Dort übernimmt er am 21.10.1939 den Posten des Kompaniechefs der 1.
Kompanie. Als solcher wird er am 10.06.1940, während des Westfeldzuges
verwundet, kehrt aber nach seiner Genesung zu seiner Kompanie zurück.
Nach Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion wird er am 09.09.1941 erneut
verwundet und ins Lazarett verlegt, wobei er wirtschaftlich dem
Infanterie-Ersatz-Bataillon 481 zugeteilt wurde. Nach Ausheilung seiner
Verwundung kommt Beck am 20.12.1941, als Lehrgangsleiter, zum
Kriegsoffizierbewerber-Lehrgang des Infanterie-Ersatz-Bataillons 296 nach Eger
und wird am 18.01.1942 zum Hauptmann befördert.
Am 09.07.1942 wird er zur 98. Infanterie-Division versetzt, um im
Infanterie-Regiment 282 Verwendung zu finden. Nach Inmarschsetzung in Richtung
Warschau, meldet er sich beim Kommandanten der Führer-Reserve der Heeresgruppe
Mitte und verbleibt vom 16. bis zum 18.07.1942 zunächst in Reserve, um am
19.07.1942 das Kommando über das I. Bataillon des Infanterie-Regiments 290 zu
übernehmen. Als solcher wird er am 30.01.1943 zum Major befördert und nimmt so
an einem Gegenangriff auf die Ortschaft Djuki, südwestlich Wjasma, am 20.03.1943
teil. Außerdem sollten auch die nördlich der Ortschaft liegenden gegnerischen
Stellungen angegriffen und erobert werden, um die alte Hauptkampflinie wieder
herzustellen. Der Gegner lag dort mit ca. 1500 Mann und 20 Panzern und
verteidigte seine Stellungen mit äußerster Härte. Beck stürmte mit seinem Stab,
nach Ausfall sämtlicher Kompanie-Führer, die Stellungen des Gegners, nach einem
Kampf über mehrere Stunden, bis er im besitz der alten HKL war. Allerdings wurde
Beck bei diesem Einsatz schwer verwundet. Die Wiedergewinnung der Linie war für
die weitere Kampfführung der Division von entscheidender Bedeutung. Im Abschnitt
des Bataillons Beck verlor der Gegner 750 an Toten, eine Vielzahl MG`s,
Granatwerfer und Gewehre. Für diesen Einsatz wird Beck zum Ritterkreuz
vorgeschlagen, wobei die 4. Armee angab, bei einer Nichtverleihung, eine
Verleihung des Ehrenblattes zu befürworten. Letztlich wurde Beck am 02.04.1943
das Ritterkreuz verliehen, welches ihm im Lazarett verliehen wurde.
Nach seiner Genesung wird er am 16.06.1943 f in die Führer-Reserve, unter
gleichzeitiger Kommandierung für 4 Monate zum OKH/AHA/In 2, versetzt, wobei
diese Verfügung am 02.07.1943 wieder rückgängig gemacht wurde. Zurück in der
Führer-Reserve kommt Beck am 16.11.1943 in das Grenadier-Ersatz-Bataillon 480
und besucht ab dem 11.01.1944 einen Lehrgang für höhere Adjutanten. Ab dem
09.03.1944 wieder in der Reserve, wird er am 01.04.1944 in den Stab der 17.
Infanterie-Division zur Einarbeitung als Adjutant versetzt und übernimmt dann am
11.10.1944 die Führung des Grenadier-Regiments 95, wobei er am 17.01.1945
westlich Radom/Polen im Kampf fällt.